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Ford Puma

Stärken
  • Ordentlich Platz im Fond
  • Umfangreiche Assistenzsysteme
  • Einzigartiges Kofferraumkonzept
Schwächen
  • Eingeschränkte Rundumsicht
  • etwas hohe Ladekante
  • Laufkultur ausbaufähig

Ford Puma: Was macht denn die Badewanne im Mini-SUV?

Ford Puma – den Namen gab es doch schon einmal. Und zwar Ende der 1990er-Jahre. Damals war bereits ein Ford Puma in Form eines kleinen Sportcoupés unterwegs. Einige Jahre später feiert dieser Modellname als kleines, dynamisches SUV-Modell ein aufsehenerregendes Comeback. Dabei platziert Ford den neuen Puma zwischen den bestehenden Modellen Ford EcoSport und Ford Kuga. Es gilt, zu den vielen etablierten Modellen in dieser Klasse aufzuschließen. Dazu will der Ford Puma aus der Masse herausstechen – unter anderem mithilfe einer Badewanne im Kofferraum. Weiterlesen

Alternative Modelle

Gute Gründe

  • Sehr ansprechendes Design
  • Viel Platz auf der Rückbank (für diese Fahrzeugklasse)
  • Spezielles Kofferraumsystem mit „Ford MegaBox“
  • Sehr gute, saubere Abgaswerte

Technische Daten

Motorisierung

Damit die kleine, dynamische Raubkatze vorwärtskommt, braucht sie den passenden Motor. Für diesen Zweck stehen aktuell zwei Motorvarianten zur Auswahl. In beiden Fällen handelt es sich um den 1,0 l EcoBoost Hybrid (MHEV) mit drei Zylindern zu je 1,0 Liter Hubraum. Aus diesem Aggregat holt der Puma wahlweise 125 PS (92 kW) oder 155 PS (114 kW) heraus. Der Verbrenner-Anteil des Motors bekommt elektrische Hilfe in Form eines riemengetriebenen Startergenerators. Dieser soll beim Anfahren das ungeliebte Turboloch bekämpfen und auch bei der weiteren Fahrt zusätzliche Leistung bringen. Der Mildhybrid bekommt dadurch etwas mehr Leistung und kann vor allem dabei helfen, den Kraftstoffverbrauch zu senken. Die erzeugte Energie wird in einer Batterie mit 48 Volt gespeichert.

Apropos Spritverbrauch, dieser soll gemäß WLTP-Testzyklus bei kombinierter Fahrweise auf 100 Kilometern bei 5,4 bis 6,3 Liter liegen können. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h soll in der stärksten Variante in 8,7 Sekunden möglich sein. Die Höchstgeschwindigkeit liegt je nach Modellvariante zwischen 191 und 205 km/h. Beide Motorvarianten sind wahlweise mit einer manuellen 6-Gang-Schaltung oder gegen Aufpreis mit einer 7-stufigen Automatik namens PowerShift erhältlich. Auch der Ford Puma bleibt bei der bewährten Mini-SUV-Methode, verzichtet auf einen Allradantrieb und treibt damit lediglich die beiden Vorderräder an. Weitere alternative Antriebsvarianten wie ein Plug-in-Hybrid oder eine reine Elektroversion sind aktuell nicht in Sicht. Eine Dieselvariante war zwischenzeitlich erhältlich, lässt sich aktuell im Konfigurator jedoch nicht mehr finden.

Abmessungen

Da der neue Ford Puma ein gänzlich neues Modell ist, gibt es keine Vergleiche zu Vorgängerversionen. Da der Puma jedoch den Ford Fiesta in vielen Belangen als Basis nutzt, lohnt sich hier der ein oder andere Vergleich. So ist der Puma um 15 cm länger und um 5,8 cm breiter. Da auch ein längerer Radstand zur Verfügung steht, fällt das Platzangebot für sämtliche Passagiere nicht nur für einen Mini-SUV durchaus umfangreich aus. Das gilt auch für den Kofferraum. Hier kommt mit der sogenannten MegaBox ein waschechter USP des Ford Puma zum Vorschein. Dieser Box widmen wir uns noch weiter unten beim Thema Interieur.

Die wichtigsten Daten im Überblick:

Bauzeit Seit 2019
Länge, Breite, Höhe 4,23 m x 1,80 m x 1,55 m
Radstand 2,59 m
Kofferraumvolumen 456 – 1.216 l (+ 81 l Ford MegaBox)
Leergewicht 1.280 oder 1.334 kg
Zulässiges Gesamtgewicht 1.760 oder 1.830 kg
Hubraum 999 cm³
Drehmoment 170 oder 190 Nm
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h 8,7 s
Tankvolumen 42 l (Super Plus)
Verbrauch 5,4 bis 6,3 l / 100 km (WLTP)
CO₂-Emissionen 142 bis 121 g/km

Varianten

Der Ford Puma setzt vorerst auf keine nennenswerten Sondermodelle. Es besteht jedoch die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten. Der Ford Puma Titanium bildet dabei die durchaus umfangreiche und komfortable Basis. Die Varianten Titanium X bringt noch weitere Aufbesserungen wie ein B&O Sound System, eine induktive Ladestation fürs Smartphone oder eine Klimaautomatik. Überdies gibt es den Ford Puma in besten Ford-Tradition in verschiedenen sportlichen ST-Varianten. Diese steigern sich über die ST-Line, die ST-Line X bis zur besonders exklusiven ST-Line Vignale.

Preis

Der Ford Puma kommt in vielen Belangen durchaus hochwertig daher und auch die Basisversion kann schon mit vielen Ausstattungspunkten überzeugen. Das macht sich unweigerlich beim Preis bemerkbar. So geht es hier ab 27.400 Euro los. Das steigert sich weiter bis 33.400 Euro im Fall des Ford Puma ST-Line Vignale. Für 1.000 Euro kann man sich noch das elektrische Panorama-Schiebedach oder so einige weitere Extras dazu nehmen. Wer es lieber etwas günstiger angehen möchte, der kann sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen. Wirklich günstige Gebrauchte mit vielen Kilometern gibt es beim neuen Ford Puma allerdings noch nicht. So bleiben vorerst primär Vorführwagen, Tageszulassungen oder noch sehr junge Gebrauchtwagen. Hier kann man schon für etwas weniger als 20.000 Euro fündig werden.

Design

Exterieur

Mit seinem optischen Auftritt macht der Ford Puma direkt klar, wo er hingehört: Mitten in ein Dreieck aus Ford Fiesta, Ford EcoSport und Ford Kuga. Er nutzt den Fiesta als Plattform, ist ein ähnlich kleines SUV-Modell wie der EcoSport und orientiert sich beim Design jedoch viel mehr am Ford Kuga. Vor allem als neue Alternative zum Ford EcoSport war der Puma geradezu überfällig. Mit seinem hohen, rundlichen Auftritt galt der EcoSport für viele als klassische Knutschkugel und mittlerweile schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Das galt und gilt auch für viele innere Werte. Somit hat Ford mit dem Puma die ideale Ablöse hervorgebracht. Er steht deutlich flacher und dynamischer da.

Die Auswahl der möglichen Lackierungen fällt weitgehend klassisch aus. Interessant ist vor allem die Möglichkeit, das Dach und die Außenspiegelgehäuse in schwarzer oder silberner Kontrastfarbe zu gestalten. In der Basisversion stellt Ford den Puma auf 17-Zoll-Leichtmetallräder. Für 600 Euro Aufpreis sind in den beiden höchsten Varianten allerdings auch 19-Zöller erhältlich.

Interieur

Wer denkt, die Gemeinsamkeiten von Puma und Fiesta würden bei der gemeinsamen Plattform aufhören, der hat sich gründlich getäuscht. Unter seiner Hülle vereint der Ford Puma viele Teile und Systeme des Ford Fiesta. Das macht sich vor allem im Innenraum bemerkbar. Dieser stammt zu sehr großen Teilen direkt aus dem Fiesta. Damit werden nicht nur Fahrer eines aktuelle Ford Fiesta die einfache Bedienung und die wohl durchdachte Smartphone-Anbindung zu schätzen wissen. Dennoch vermittelt der Puma von der ersten Sekunde ein anderes Fahr- und Raumgefühl. Man sitzt zwar nur 3 cm höher als im Ford Fiesta, doch durch die allgemein etwas gesteigerte Fahrzeughöhe merkt man einen klaren Unterschied.

Bei der Materialwahl hat Ford eine gute Mischung aus einfachen und hochwertigen Varianten gefunden. So setzen sie an den wesentlichen Punkten auf angenehm weiche Oberflächen. Wer eine ausreichend hohe Ausstattungsvariante wählt, der blickt als Fahrer auf ein virtuelles Cockpit. Wiederum serienmäßig enthalten ist die bereits erwähnte Ford MegaBox. Dabei handelt es sich um eine Wanne unter dem Kofferraum-Zwischenboden. Sprich anstelle des guten, alten Reserverades bietet der Puma zusätzliche 81 Liter Stauraum. Gewiss, diese Idee hatten auch schon andere Hersteller, doch Ford verleiht der Wanne durch einen simplen Trick völlig neue Möglichkeiten. Sie gaben der MegaBox ein Abfluss. In einem Werbevideo werden darin zwar Hunde gebadet, die meisten Anwendungen wird dieses Feature allerdings bei Outdoor-Fans finden. Diese können in der Wanne direkt die schmutzigen Wanderstiefel aufbewahren oder sogar reinigen. Auch andere nasse Kleidung oder ähnliche Ausrüstungsgegenstände können so problemlos eingeladen werden, ohne den ganzen Kofferraum einzusauen.

ford-puma-interieur

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Sicherheit

Der Ford Puma kann auch beim Thema Sicherheit in so einigen Punkten Verbesserungen bringen, bei denen der schon in die Jahre gekommene EcoSport Nachholbedarf hatte. Vor allem rund um die verschiedenen Assistenzsysteme kann der Ford Puma deutlich besser überzeugen. Gemeinsam mit den restlichen Sicherheitssystemen konnte das auch die Tester von NCAP begeistern und so bekam der Ford Puma 5 von 5 möglichen Sternen bei den dazugehörenden Crashtests. Gegen Aufpreis bietet der Puma Dinge wie eine Querverkehrserkennung, einen Abstandsregeltempomat oder einen Totwinkelassistent. Serienmäßig sorgen dagegen unter anderem folgende System für die nötige Sicherheit:

  • ABS, ESP
  • Airbags (Front, Seiten, Kopfairbags von vorne nach hinten)
  • Kollisionswarnung & City-Notbremssystem
  • Tempomat & Geschwindigkeitsbegrenzer
  • Verkehrszeichenerkennung
  • Warnung bei falscher Fahrrichtung (z.B. bei falscher Autobahnauffahrt)
  • Spurassistent
  • Müdigkeitswarner
  • Reifendruckkontrollsystem
Ist der neue Ford Puma ein SUV? Der neue Ford Puma zählt zur immer beliebter werdenden Klasse der Crossover- oder auch Mini-SUV-Klasse. Die Verbindung aus kompakten Abmessungen und zusätzlicher Höhe und einer Extraportion Platz macht ihn durchaus zu einem SUV.
Wird der Ford Puma noch gebaut? Jein. Der erste Ford Puma wurde von 1997 bis 2001 gebaut und war ein kleines Sportcoupé. Im Jahr 2019 hat Ford den Modellnamen für ein neues Mini-SUV-Modell wieder aufgegriffen. Es wird damit wieder ein Ford Puma gebaut, dieser hat jedoch nichts mit dem ursprünglichen Modell zu tun.
Hat der Ford Puma einen Allradantrieb? Wie die meisten Mini-SUVs überlässt auch der Ford Puma die ursprüngliche Geländegängigkeit eines SUVs anderen und vor allem größeren Modellen. Daher: Nein, der Ford Puma hat keinen Allradantrieb – auch nicht gegen Aufpreis. Es bleibt beim Vorderradantrieb.

Alternativen

Mit dem Ford EcoSport hat der Ford Puma stets einen direkten Konkurrenten innerhalb des Ford-eigenen Sortiments. Durch sein fortgeschrittenes Alter kann der EcoSport jedoch nur schwer gegen den Puma bestehen. Einziger Vorteil: Der EcoSport ist deutlich günstiger als der Puma. Eine Nummer größer ist wiederum der Ford Kuga. Dieser kann vor allem für jene interessant werden, die gerne einen Plug-in-Hybrid haben möchten. Beim Puma ist davon noch keine Rede, beim Ford Kuga ist dieser Option zumindest schon bestellbar.

Von außerhalb bekommt es der Ford Puma mit einer Vielzahl an Konkurrenzmodellen zu tun. Der VW-Konzern schickt direkt von jeder hauseigenen Marke ein Modell los. Damit entsteht ein spannendes Quartett aus Audi Q2, VW T-Cross, Seat Arona und Skoda Kamiq. Aus Asien kommen Modelle wie der Hyundai Kona, der Kia Stonic oder der Mazda CX-30 dazu. Mit dem Renault Captur, dem Peugeot 2008 und dem Citroën C3 Aircross kommt zudem noch interessante Konkurrenz aus Frankreich ins Spiel.

Fahrzeugbewertungen zu Ford Puma

10 Bewertungen

3,9