Der Name "Roadmaster" ergab sich nach einem Verkaufskatalog von 1936 quasi von selbst, als der majestätische Wagen das erste Mal auf den Highway fuhr. Schon in seiner Größe war und ist dieser Buick eindrucksvoll. Außerdem war von ihm bereits 1938 eine Limousine mit einer Leistung von bis zu 141 PS erhältlich. Schließlich sollte der Wagen schön aussehen und gleichzeitig auf der Straße überzeugen. In seiner Optik ist er auch heute noch kaum zu übertreffen. Mit seinen geschwungenen Formen und den blitzenden Chromstäben am Kühlergrill ist der Roadmaster ein echtes Prachtstück und kann mit jedem pinken oder hellblauem Cadillac mühelos mithalten. Es gab ihn in verschiedenen Formen, als Coupé und als Limousine sowie als Cabriolet oder Tourenwagen, mit Ornamenten und anderen Verzierungen. Ein offenes Verdeck ist natürlich ein zusätzliches Highlight, wenn man mit einem solchen Wagen zu einer Fahrt aufbricht. Spätere Modelle der Serie aus den 50ern weisen ein Haifischmaul und unterschiedlich große Heckflossen hinten am Auto auf. Damit erinnern sie auf nostalgische Art an alte Gangsterfilme. Auf bis zu 330 PS stieg die Leistung des Buick Roadmaster in späteren Jahren. Zwischenzeitlich lagen die Motoren des Roadmaster in ihrer Leistung sogar vor allen anderen Konkurrenten auf dem amerikanischen Automobilmarkt. 1959 löste der Elektra den Roadmaster ab.
Der neue Buick Roadmaster - ein praktischer Nachfolger
In den 90er Jahren wurde der Roadmaster von General Motors wiederbelebt. Rein optisch hat der Neue allerdings wenig mit seinem Vorgänger gemein. Den von 1991 bis 1996 hergestellten Buick Roadmaster erhielten Kunden als Limousine oder auch als Kombi (Estate Wagon). Vor allem in letzterer Ausführung ist der Buick Roadmaster auch nach heutigen Maßstäben ein echtes Platzwunder. Eine dritte Sitzreihe und insgesamt 8 Sitzplätze weist er auf, das prädestiniert ihn förmlich zum Fahrzeug für größere Familien oder auch für häufige Transporte größerer Gegenstände. Wenn Sie beide Sitzreihen umlegen, stehen Ihnen mehr als 2 Meter an Ladefläche zur Verfügung. Praktischerweise lässt sich die Heckklappe nach unten klappen. Mit diesen "amerikanischen" Maßen kann kaum ein Kombi hierzulande mithalten. Dabei ist der neue Buick Roadmaster glücklicherweise nicht ganz so elegant wie seine Vorgänger, sodass man ihn getrost mit sperrigen Gegenständen beladen kann - ohne übertriebene Angst um sein Äußeres haben zu müssen. Gleichzeitig ist der Wagen mit seinem kantigen amerikanischen Äußeren immer noch ein Hingucker im europäischen Straßenverkehr. Außerdem erweist er sich als sportlich. Zwar ist die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf maximal 175 km/h begrenzt, dafür beschleunigt man mit dem letzten Roadmaster, den General Motors herstellte, in nur 6,7 Sekunden auf 96 km/h. Der Buick Roadmaster kann in unterschiedlichen Varianten gebraucht erworben werden - auch alte Modelle. Finden Interessierte ein gut erhaltenes Exemplar aus der Zeit vor 1959, erstehen sie damit einen echten Vorzeige-Oldtimer, der neidische Blicke garantiert. Ein Roadmaster aus den 90er Jahren dagegen ist vor allem praktisch - und in dieser Hinsicht kaum zu übertreffen.