Die Modelle der vierten Generation gelten mit 5,91 m als die längsten Buick Electra der Modellgeschichte und erhalten den Beinamen "The Last Dinosaur". Denn im Jahr 1976 verkleinert GM alle Full-Size-Modelle, die fortan auf der B-Plattform von GM basieren. In Folge dessen verringern sich die Länge sowie der Radstand, womit er fortan zur Mittelklasse gehört. Dafür erweitert der Buick Electra Estate Wagon im Jahr 1980 als Kombi die Palette der Karosserieversionen. Ab 1985 basiert das Modell dann auf der C-Plattform des Automobilkonzerns. Bereits in der ersten Generation in den Jahren 1958 bis 1960 laufen 121.807 Exemplare des Electra vom Band. Insgesamt baut der US-amerikanische Automobilhersteller in über 30 Jahren in sechs Generationen über 3,45 Mio. Buick Electra.
Das Design und die Ausstattungsvarianten
Charakteristisch für das Design des Electra der ersten Generation sind seine großen Deltawings. Diese flügelförmigen Heckflossen weisen in einem Winkel von 45° nach außen. Ebenso hat die Front eine markante Optik, wobei das Fahrzeug der oberen Mittelklasse den Betrachter fast böse anzugucken scheint. Im Laufe der sechs Generationen erlebt der Electra jedoch mehrere Facelifts, während derer sich die Front ebenso wie das Heck verändert. So verschwinden bereits 1961 die ausladenden Deltawings und die Front erhält ein anderes Design. Bezüglich der Ausstattung stehen Käufern des Buick Electra unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Im Zuge einer Veränderung seiner Marketing-Strategie bietet Buick den Electra 225 im Jahr 1965 in zwei Ausstattungsvarianten an: die Basisversion und die besser ausgestattete Custom Variante. Im Jahr 1974 erweitert die Variante Buick Electra Park Avenue das Angebot. Charakteristisch für dieses Paket sind spezielle Sitzbezüge und dicke Teppiche ebenso wie ein Dachhimmel aus Velours. Auf Wunsch erhalten Fahrer den Buick Electra ab 1974 zudem mit Airbags für den Fahrer- sowie den Beifahrersitz. In der sechsten Generation bekommen Käufer den Buick Electra in der Basisversion ebenso wie als luxuriösen Electra Park Avenue oder als sportlichen T-Type.
Die Motoren des Buick Electra
Als Antrieb der ersten Generation des Buick Electra mit Heckantrieb dient ein V8-Motor mit einem Hubraum von 6,6 Litern und einer Leistung von 239 kW (325 PS). Der 6,6-Liter-V8-Motor ist bis in die dritte Generation der Antrieb des Electra. Als stärkster Motor, der einen Buick Electra beschleunigt, erweist sich der 370 PS (272 kW) starke 7,5-Liter-Motor, mit dem das Modell im Jahr 1970 ausgestattet wird. Serienmäßig ist dieser an ein Automatikgetriebe gekoppelt. In der vierten Generation ist der 7,5-Liter-V8-Motor der Standardmotor des Buick Electra und weist zunächst eine Leistung von 350 PS auf, die aufgrund geänderte Abgasnormen in den USA im Jahr 1976 auf 205 PS gesenkt wird. Bis 1976 gibt es den Electra ausschließlich als Benziner. Im Zuge der fünften Generation gibt es das Modell fortan auch als Diesel. Der US-amerikanische Automobilhersteller strebt Ende er 1970er, Anfang der 1980er Jahre sparsamere, hubraumärmere Motoren an. So ist der Basismotor des Buick Electra ab 1980 ein 4,1-Liter-V6-Motor. Als Antrieb des Buick Electra Estate Wagon löst 1981 ein 5,05-Liter-V8-Motor mit 140 PS den 5,7-Liter-V8-Motor mit 155 PS oder 160 PS ab. Das Basismodell der sechsten Generation verfügt zunächst über einen 3,0-Liter-V6-Ottomotor, der jedoch im Jahr 1986 aus dem Programm genommen wird. Fortan treibt ein 142 PS starker 3,8-Liter-V6-Motor den Buick Electra an. Wie in der fünften Generation haben Käufer des Buick Electra die Wahl zwischen einem Benziner und einem Diesel. Bis 1984 gibt es den Electra ausschließlich mit Heckantrieb, in der sechsten Generation besitzt er serienmäßig einen Frontantrieb.