Das Fahrzeug spricht mit seinem unverwechselbaren Design vor allem Fans klassischer amerikanischer Autos an, die sich auf deutschen Straßen schon immer wie auf einem Highway fühlen wollten. Schließlich bringt es alles mit, was das Herz des Oldtimerfans höher schlagen lässt: ein großes Haifischmaul oder ein Gitter vorne, Heckflossen hinten und nostalgische Farbgebungen mit diversen Verzierungen. Der Motor weist immerhin bis zu 300 PS auf. Dazu kommt ein geräumiges Cockpit mit einem großen und dünnen Lenkrad und einem Armaturenbrett, das den Fahrer sofort ein halbes Jahrhundert in der Zeit zurückversetzt. Auch als Cabriolet für sommerliche Spritztouren ins Grüne bei offenem Verdeck war der Buick Century erhältlich. Die ersten Modelle des Autos aus den 30er Jahren besaßen noch Trittbretter und Scheinwerfer, die an Raketen erinnern. Damit wirken sie wie aus einem Charlie-Chaplin-Film entsprungen und waren doch für zeitgenössische Verhältnisse sehr flott. Immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von über 160 km/h ist mit einem solchen Buick Century möglich. Es gab ihn als Tourenwagen, Coupé oder Limousine sowie in seiner Anfangszeit auch als Roadster. Dass dieser Wagen in der oberen Mittelklasse nicht für jedermann gedacht war, macht sein Erscheinungsbild schnell deutlich. Heute tritt er vor allem in den Augen so mancher Nostalgiker den Beweis an, wie schön alte Autos sein können. Wer sich einen solchen Wagen anschaffen möchte, muss aber auch entsprechend tief in den Geldbeutel greifen.
Der Buick Century in Neuauflage - von Kojak bis zur modernen Limousine
Ende der 50er Jahre war zwar zunächst Schluss mit der Produktion des Buick Century, in den 70ern wurde sie aber wieder aufgenommen. Damit veränderte sich natürlich die Optik des Klassikers entscheidend. Zunächst blieb der Buick Century aber ein Eyecatcher. Wer regelmäßig die amerikanische Krimiserie Kojak gesehen hat, kennt den Buick Regal, die Luxusausführung des Century. Denn mit diesem Gefährt begibt sich der Held im Fernsehen auf Verbrecherjagd. Wer beim Zuschauen neidisch wird, kann die Augen nach einem gebrauchten Buick Century aus diesem Zeitraum offenhalten. Der elegante Wagen ist zwar kein Sportler, dafür aber ebenso schnittig wie groß, vor allem für europäische Verhältnisse. Damit kommt sich ein Fahrer im Straßenverkehr vor wie der Kapitän einer Luxusyacht. In den letzten Baureihen wurde der Buick Century unter anderem verkleinert und wandelte sich von einem eleganten und luxuriösen Straßenkreuzer zu einem erschwinglichen Auto für den täglichen Bedarf. Heute fällt ein Buick Century aus den 80er und 90er Jahren durch seine eckigen Formen und seine teils speziellen Kühlergrillmuster aber immer noch auf im Straßenverkehr. Zum Ende seiner Herstellungszeit wurde der Century zum Einstiegsmodell von Buick. Er besitzt in dieser Variante einen 3,2-Liter-Ottomotor und bis zu 175 PS. Äußerlich sieht er nun schon fast wie ein Auto aus der Gegenwart aus und ganz anders als seine vielen Vorgänger.