Nachdem die VW-Tochter Audi Mitte der 1990er Jahre mit dem Audi RS2 ihre erste Generation von Sportkombis auf Basis des Audi 80 in enger Zusammenarbeit mit dem Sportwagenhersteller Porsche konzipiert hatte, setzten die Ingolstädter die Tradition ihrer leistungsgesteigerten Serienversionen in der zweiten Generation des Sportmodells mit einer Eigenentwicklung fort. Parallel zur Umbenennung der Mittelklassemodelle Audi A4 in der Bauphase B5 bot der Konstrukteur die Sportvariante nun unter dem Namen Audi RS4 Avant an. Der Audi RS4 B5 wurde ausschließlich als 5-Türer gefertigt und lief von 2000 bis 2001 als schnellstes Modell im Programm der Bayern bei dem für die Veredelung zuständigen Tochterunternehmen quattro vom Band. In diesem Zeitraum entstanden bei der quattro GmbH kaum mehr als 6000 Exemplare des Audi RS4 B5. Wegen der geringen Stückzahl und der außergewöhnlichen Fahrleistungen gehörten die Sportkombis zu den besonders gesuchten Youngtimern des Herstellers.
Seine Leistungskraft dokumentierte der RS4 B5 nach außen durch eine im Vergleich zu den herkömmlich motorisierten Serienmodellen veränderte Karosserie mit speziellen Anbauteilen. So erhielten die Audi RS4 Avant eine breite Front- und Heckschürze mit wabenförmigen Gittern, breite Türleisten und breit ausgestellte Radhäuser sowie einen Dachkantenspoiler. Darüber hinaus waren die RS4 B5 Sportkombis an ihren Aluseitenspiegeln und ihrer Innenausstattung mit Sportsitzen zu erkennen. Als Motorisierung setzte der Konstrukteur für die Audi RS4 B5 ein V6-Aggregat mit zwei Turboladern ein, das den Allrad-Kombis eine Leistung von 280 kW (380 PS) bereitstellte.
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