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Mercedes-Benz E-Klasse

Geschichte der Mercedes-Benz E-Klasse

Die Mercedes-Benz E-Klasse ist in der oberen Mittelklasse anzusiedeln und gehört hier regelmäßig zu den meistverkauf-ten Autos in Deutschland und Europa. Vor allem bei privaten Käufern ist das traditionsreiche Modell sehr beliebt. Bereits Mitte der 1980er Jahre kam das Fahrzeug auf den Markt, damals allerdings noch unter der Bezeichnung Mittlere Mer-cedes-Klasse. Der Wagen bietet einen komfortablen Innenraum mit modernen Sicherheitssystemen in einem eleganten Erscheinungsbild. Weiterlesen

1. Generation: Baureihe 124 (1984–1995) – Umbenennung der mittleren Klasse

Mitte der 1990er Jahre stellte Mercedes-Benz seine Modellbezeichnungen um, damit sich die Kunden im dichten Pro-duktdschungel besser zurechtfinden konnten. Aus der “Mittleren Mercedes-Klasse” wurde die E-Klasse, die zwischen der Mercedes-Benz C-Klasse (Mittelklasse) und der Mercedes-Benz S-Klasse (Oberklasse) angesiedelt ist. Der Buchstabe E steht dabei als Abkür-zung für “Executive”, was so viel wie “führend” oder “leitend” bedeutet. Unabhängig von der Einordnung wurden von der Baureihe 124 weltweit über 2,5 Millionen Exemplare hergestellt, knapp über zwei Millionen davon als Limousinen. Damit konnte das Modell fast an die Erfolge des beliebten Vorgängers Mercedes-Benz W 123 anschließen, der in elf Jahren Bauzeit knapp 2,7 Millionen Autos erreichte. Trotzdem bekam die Baureihe 124 allmählich Konkurrenz. Während der Vorgänger noch eine Monopolstellung innehat-te, buhlt seit Ende der 1980er Jahre der BMW 5er mit um die Käufer. Dabei fuhr Mercedes-Benz seine ganze Produktpalette in dieser Baureihe auf – vom kleinen 2,0-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor 200 D mit 53 kW (72 PS) Leistung bis hin zum großen 5,0-Liter-Achtzylinder-Ottomotor 500 E mit 240 kW (326 PS) Leistung. Außerdem waren in dieser Generation noch sämtliche Karosserievarianten erhältlich: Limousine (W 124), Kombi (S 124), Coupé (C 124), Cabriolet (A 124) sowie Sonderfahrzeuge mit kurzem (F 124) und langem Radstand (VF 124) für Krankentransporter und Bestattungsunternehmen. Im Gegensatz zu späteren Baureihen gab es die Ausstattung noch nicht in Paketen, sondern jedes Extra musste einzeln gewählt werden – von elektrischen Fensterhebern über elektrische Sitzverstellung bis hin zu Klimaautomatik und Standheizung.

2. Generation: Baureihe 210 (1996–2003) – Neues Design mit runden Scheinwerfern

Wenn ein Mercedes der Baureihe 124 neben einem Exemplar der Baureihe 210 steht, dann muss man schon ganz genau hinsehen, um die Zusammengehörigkeit zur E-Klasse zu erkennen. In der zweiten Generation hat der Hersteller eine neue Formensprache eingeführt, die kontrovers diskutiert wurde. Weichere Linien und vier runde Scheinwerfer statt zwei eckigen geben den E-Klasse-Modellen einen dynamischeren Auftritt, der sich bis zu den aktuellen Fahrzeugen durchzieht. Die neue Erscheinung hat den Red Dot Design Award gewonnen und sorgt für einen niedrigeren Luftwider-stand mit einem cw-Wert von 0,27. Dafür ist diese Baureihe nur noch als E-Klasse Limousine (W 210) und als Kombi (T-Modell S 210) unterwegs – Cabrios und Coupés wurden an die C-Klasse und die CLK-Klasse abgegeben. Von der C-Klasse hat die E-Klasse wiederum ihre Design- und Ausstattungslinien “Classic”, “Elegance” und “Avantgarde” übernommen, sodass nicht mehr jedes Extra einzeln ausgewählt werden muss. Bei den Motoren ist der Hersteller seinem Konzept treu geblieben und bietet eine große Antriebspalette an – vom 2,0-Liter-Vierzylinder-Diesel E 200 mit 65 kW (88 PS) Leistung bis hin zum 4,3-Liter-Achtzylinder-Benziner E 430 mit 205 kW (279 PS) Power unter der Motorhaube. Über 1,6 Millionen Exemplare sind von der zweiten Baureihe der E-Klasse vom Band gelaufen, wobei nach mehreren kleinen Modellüberar-beitungen bei einer großen Modellpflege im August 1999 über 1.800 Bauteile erneuert wurden. Trotzdem leidet das Image der Baureihe 210 unter Rostproblemen, die über die Jahre aufgetreten sind.

3. Generation: Baureihe 211 (2002–2009) – Sparsamkeit bei den Motoren

Bereits im Sommer 2001 tauchten erste Fotos der neuen Baureihe 211 auf, die bei den Dreharbeiten zu dem Film “Men in Black II” gesichtet wurde. Daraufhin brachen die Verkaufszahlen der vorherigen Baureihe ein und der Hersteller ver-legte den Verkaufsstart um drei Monate nach vorne. Auch in dieser Generation standen nur die Limousine (W 211) und der Kombi (S 211) als Karosserievarianten zur Verfügung. Außerdem gab es wieder die drei bekannten Ausstattungsli-nien sowie das Sportpaket AMG und einige Sonderausstattungspakete, die verschiedene Sonderausstattungen zusam-menfassen. Denn in der Baureihe 211 kamen viele Neuentwicklungen zum Einsatz, die erstmals in einem Mercedes-Benz zu finden waren oder teilweise aus der S-Klasse übernommen wurden. Bei den Motoren blieb der Hersteller seiner Viel-falt treu und stellte eine Palette vom 1,8-Liter-Vierzylinder-Benziner E 200 mit 120 kW (163 PS) bis zum 4,0-Liter-Achtzylinder-Diesel E 420 mit 231 kW (314 PS) zusammen, die im Jahr 2006 nochmals überarbeitet wurde. Mit dem E 300 Bluetec führte Mercedes-Benz einen der saubersten und sparsamsten Dieselmotoren der Welt ein, mit dem E 350 CGI tauchte erstmals die Benzindirekteinspritzung in der E-Klasse auf. Alle Vielfalt bei Motoren und Ausstattungen kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Baureihe über die Jahre überdurchschnittlich viele Mängel aufwies.

Ausstattung der Baureihe 211:

  • Classic: Klimaautomatik, CD-Player, Leichtmetallräder, Multifunktionslenkrad, Fahrlichtassistent, ABS, ESP, SBC, Regensensor
  • Elegance: lederbezogenes Lenkrad, Chrom-Zierteile, dimmbare Ambiente-Innenbeleuchtung, Kühlergrill mit vier Lamellen
  • Avantgarde: strafferes Fahrwerk, 15 mm tiefergelegt, Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Heckleuchten, Kühlergrill mit fünf Lamellen
  • Sportpaket AMG: Sportsitze mit ausgeprägter Seitenführung, Sportlenkrad, Seitenschweller, Diffusoren am Heck

4. Generation: Baureihe 212 (2009–2016) & 207 (2009–2017) – Erstes Auto mit Neungangautomatik

Etwas kantiger und wuchtiger kommt die vierte Generation der Mercedes-Benz E-Klasse Limousine und des T-Modells daher. Die typischen Vier-Augen-Scheinwerfer gibt es zwar noch, aber sie sind wesentlich schärfer geschnitten als die runden Vorgänger. Der Kühlergrill ist größer, die hinteren Radkästen sind durch Sicken betont. Mehr Komfort gibt es im Mercedes-Benz E-Klasse T-Modell sowie der Limousine durch bessere Sitze, ein neues Fahrwerk und Stoßdämpfer, die sich automatisch an die Fahrsituation anpassen. Alle Motoren arbeiten mit Direkteinspritzung und können dadurch bis zu 23 Prozent beim Kraftstoffverbrauch sparen. Gleichzeitig sinkt der Luftwiderstand auf einen cw-Wert von 0,25, wodurch das Auto zu den windschlüpfrigsten in seiner Klasse zählt. Bei den Motoren bietet der Hersteller wieder eine breite Aus-wahl von Benzinern und Dieselmotoren, wobei es bei den Dieseln keinen Achtzylinder mehr gibt. Dafür reiht sich 2013 mit dem E 350 BlueTEC das weltweit erste Auto mit einer Neungangautomatik bei den Dieselmotoren ein. 2013 erhielt die Baureihe auch eine umfangreiche Modellüberarbeitung, bei der unter anderen die Vier-Augen-Scheinwerfer wieder zu zwei einheitlichen Scheinwerfern zusammengefasst wurden. Außerdem hielten viele neue Assistenz- und Sicherheitssys-teme Einzug, wodurch die Mercedes-Benz E-Klasse weiter ihre Pionierrolle in Sachen Sicherheit ausbauen konnte. Paral-lel zur Baureihe 212 mit der Limousine (W 212) und dem T-Modell (S 212) kam die Baureihe 207 mit dem E-Klasse Coupé (C 207) und dem E-Klasse Cabriolet (A 207) auf den Markt. Die Baureihe 207 ersetzte damit die CLK-Klasse, übernahm aber nur rund 60 Prozent seiner Bauteile von der E-Klasse, der Rest (wie die Bodengruppe) stammt aus der C-Klasse. So ist beispielsweise die Luftfederung Airmatic nicht für Coupé und Cabrio verfügbar.

5. Generation: Baureihe 213 & 238 (seit 2016) – Auf der modularen MRA-Plattform

Auch in die fünfte Generation startete der Hersteller mit einer Limousine (W 213), einem E-Klasse T-Modell (S 213) sowie einem Coupé (C 238) und einem Cabrio (A 238) aus der separaten Baureihe. Allerdings stehen Coupé und Cabrio nun auf der Bodengruppe aus der E-Klasse. Zu den Karosserien gesellt sich noch eine Offroad-Version des T-Modells: der All-Terrain (X 213), der gegen den Audi A6 allroad quattro antreten soll. Das De-sign der Mercedes E-Klasse wurde wieder etwas runder und geschwungener, wodurch es sich an die C-Klasse und S-Klasse anpasste. Alle drei Klassen stehen nun auf der modularen MRA-Plattform von Daimler. In der Karosserie kommt mehr Aluminium statt Stahl zum Einsatz, was zugunsten des Gewichts geht. Ein kleinerer Tank und ein kleinerer Koffer-raum für den Kombi sorgen zusätzlich für Gewichtseinsparungen. Im Innenraum ist der Wagen erstmals mit einem Head-up-Display und zwei Touchpads am Multifunktionslenkrad ausgestattet. Wie schon der Vorgänger, hat auch diese Baureihe neben zahlreichen Otto- und Dieselmotoren verschiedene Plug-in-Hybrid-Modelle im Angebot. Im Sommer 2020 kamen die überarbeiteten E-Klasse-Modelle in den Handel. Die Modellpflege bezog sich hauptsächlich auf optische Anpassungen, zum Beispiel an Scheinwerfern, Heckleuchten, Kühlergrill und Stoßfänger. Auch die Motorenpalette wur-de etwas angepasst, unter anderem mit einer komplett überarbeiteten Neungangautomatik.

Fazit

Trotz Tradition ist die Mercedes-Benz E-Klasse schon lange nicht mehr allein auf dem Markt – Audi A6 , BMW 5er und Volvo S90 sind ihr hart auf den Fersen. Doch die Kombination aus elegantem Design, komfortabler Ausstattung und leistungsstarken Motoren zieht immer noch viele Käufer an, vor allem Privatper-sonen. Dabei unternimmt die E-Klasse immer wieder innovative Ausflüge in Sachen Technik und schaut sich auch viel von der höher gestellten S-Klasse ab, sodass in dieser Baureihe immer eine gewisse Eleganz und einen Hauch von Luxus mit-fährt.