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Mercedes-Benz AMG GT

Mercedes-Benz AMG GT

Die zweite, kompakte Eigenkonstruktion von AMG

Nur wenige Automobilhersteller leisten sich den Luxus, eine eigene Motorsportabteilung zu unterhalten und spezielle Motoren und Modelle für die Rennstrecke zu entwickeln. Lange Zeit schien es so, als verzichte auch der Konzern Daimler auf das kostspielige Engagement, obwohl sich die Marke Mercedes-Benz mit dem Silberpfeil als Rennwagen schon einen legendären Ruf im Motorsport der 1930er Jahre aufgebaut hatte. Weiterlesen

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AMG-Tuner bauen Sportmodelle außerhalb der Reihe

Allerdings konnte Daimler in den 1950er Jahren nicht an den Erfolg anknüpfen und so blieb die Präsenz von Mercedes auf den internationalen Rennstrecken zunächst ein Intermezzo, das 1955 vorläufig endete. In den 1990er Jahren kehrte das Unternehmen dann Schritt für Schritt wieder in die Königsklasse der Formel 1 zurück – zunächst über Kooperationen mit etablierten Rennställen, ab 2010 dann mit einem eigenen Team. Den Anstoß dazu gaben unter anderem die sportbe-geisterten Gründer des Tuningunternehmens AMG: Hans Werner Aufrecht und Erhard Melcher. Die beiden Konstruk-teure schickten schon in den 1970er Jahren Mercedes-Benz-Fahrzeuge mit AMG-Motoren bei Tourenwagenrennen an den Start und holten beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps den 2. Platz in der Gesamtwertung. Im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit Mercedes-Benz Anfang der 1990er Jahre entwickelten sie zusammen mit dem Hersteller erste Serienmodelle als Sportversionen mit AMG-Ausstattung. Der Mercedes-Benz C 36 AMG war das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Ende der 1990er Jahre übernahm die Daimler AG 51 Prozent der Anteile von Hans Werner Aufrecht und erschuf mit der Merce-des-AMG GmbH eine eigene Unternehmenssparte, die sich um die Sportmodelle und die professionellen Renngeräte der Marke kümmern sollte. Aber mehr noch: Mit den Coupés und Roadstern der Baureihe Mercedes-Benz SLS AMG präsen-tierte die Daimler-Tochter im Jahr 2010 erstmals einen Supersportwagen aus eigener Konstruktion, der außerhalb des Serienprogramms von Mercedes-Benz veröffentlicht wurde. 2014 folgte dann das zweite von AMG selbstständig entwi-ckelte Fahrzeug: der Mercedes-AMG GT.

Kein Supersportwagen, sondern ein Gran Turismo

Mit ihren V12-Motoren und maximalen Leistungswerten von über 600 PS fielen die von AMG bearbeiteten Serienmodel-le von Mercedes-Benz nicht gerade durch Zurückhaltung auf. Sportliche Anbauteile wie Schweller, Spoiler oder Heckflü-gel sorgten insbesondere bei den Coupés und Roadstern der SL-Klasse dafür, dass sich die AMG-Modelle schon optisch von den Serienmodellen der Oberklasse unterschieden. Insofern mussten sich die Konstrukteure bei AMG schon etwas Spektakuläres einfallen lassen, wenn ihre eigenen Entwicklungen eine echte Alternative zu den herkömmlichen Merce-des-Sportversionen darstellen sollten. Ein besonderes Merkmal des SLS AMG sind die nach oben öffnenden Flügeltüren, die an die legendären Mercedes-Benz 300 SL aus den 1950er Jahren erinnern. Die Hommage an das historische Coupé war zweifelsohne ein gelungener Coup zum Einstieg in die eigene Modellentwicklung. Doch der GT als zweites AMG-Modell sollte sich bei Leistung, Verbrauch und Bauart eher an den Großserien-Coupés von Mercedes-Benz orientieren. Daher verzichtete AMG auf die Zutaten eines Super-sportwagens und knüpfte eher an die Tradition der klassischen Gran Turismo an, die die Eigenschaften eines Sportwa-gens mit dem Komfort eines Reisewagens vereinen.

Italienische GT-Sportwagen als Vorlage für das Design

In den Formen des Mercedes-AMG GT war der Vorgänger der SLS-Baureihe zwar noch zu erkennen, doch statt auf Muskelspiel und Showeffekt setzten die Entwickler lieber auf eine sachlichere Linie, die ihre Inspiration in den klassischen italienischen GT-Sportwagen fand. Die Frontansicht des Coupés ist durch einen ausgestellten Kühlergrill, eine endlose Motorhaube mit dezent angebrachten Entlüftungsöffnungen und schmale Scheinwerfer gekennzeichnet, die den Kontu-ren des Seitenbaus folgen. Direkt darunter sorgen auffällig groß dimensionierte Schächte dafür, dass dem Motor ausrei-chend Luft zur Verfügung gestellt wird. Über der weit hinten sitzenden Fahrgastzelle erhebt sich ein haubenartiges Dach, das in einer lang abfallenden Linie als Fastback endet. Harmonische Rundungen, eine weit heruntergezogene Rückschei-be und schlitzartige Leuchten mit integrierter LED-Lichtschiene bestimmen die Heckansicht. Seinen Sportwagencharakter zeigt der GT aus dieser Perspektive vor allem durch die farblich abgesetzte und weit ausgeschnittene Heckschürze, in die auch die zwei rechteckigen Endrohre der Abgasanlage integriert sind. Der Heckflügel des Mercedes-AMG GT kommt nur bei höheren Geschwindigkeiten zum Vorschein und drückt das Coupé zusätzlich auf den Asphalt, um die Stabilität zu ge-währleisten. Inzwischen gibt es den GT in verschiedenen Karosserie-Varianten: vom 2-sitzigen Coupé über den 2-sitzigen Roadster bis hin zum Viersitzer, der auf dem Genfer Auto-Salon 2018 vorgestellt wurde.

Kleiner, kompakter & ausgeglichener als der SLS AMG

Auch in Sachen Handling sollte sich der GT an einem klassischen Gran Turismo orientieren. Dazu machten die AMG-Konstrukteure den zunächst nur als Coupé gefertigten Wagen deutlich kompakter als seinen Vorgänger. So schrumpfte der Radstand um fünf Zentimeter auf 2,63 Meter und die GT-Karosserie fiel mit 4,54 Metern gleich zehn Zentimeter kürzer aus. Dafür ist für Fahrer und Beifahrer mehr Kopffreiheit vorhanden, da das Dach des 2-Sitzers auf einer Höhe von fast 1,29 Metern sitzt. Durch diese Bauweise sowie den tief liegenden Front-Mittelmotor konnte AMG das Gewicht im Verhältnis 47:53 zwischen Vorder- und Hinterachse aufteilen und so die Stabilität optimieren. Zusätzlich stehen meh-rere AMG-Sonderausstattungspakete zur Verfügung, mit denen sich Traktion, Dynamik und Bremsverhalten weiter optimieren lassen.

Leistungssteigerung durch neue Motoren von 462 bis 585 PS

So bietet der Hersteller für seine GT-Coupés ein zuschaltbares Sperrdifferenzial an der Hinterachse an, das vor allem bei schnellen Kurvenfahrten für mehr Grip sorgt. Ein regelbares Dämpfersystem, Keramik-Hochleistungsbremsen und ein AMG-Sportfahrwerk für den Einsatz auf der Rennstrecke sind ebenfalls lieferbar – exklusiv für die Performanceversio-nen der GT-Baureihe. Während AMG bei seiner ersten Eigenentwicklung noch auf hubraumstarke 6,3-Liter-Achtzylinder-Motoren setzte, entwickelten die hauseigenen Techniker für den GT ein kleineres Hochleistungsaggregat. Der neue V8-Motor hat nur noch vier Liter Hubraum an Bord und bringt entsprechend weniger Leistung auf die Straße. Zum Vergleich: Ein gebrauchter Mercedes-Benz SLS AMG ist in der Regel mit 571 PS unterwegs, während der Merce-des-AMG GT in der Basisversion nur bis zu 462 PS abrufen kann. Doch die AMG-Motorenbauer hatten auch gleich eine Alternative vorbereitet: Mit dem AMG GT S bekam das Coupé einen stärkeren Zwillingsbruder mit 510 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 310 km/h. 2017 wurden beide Motoren durch den überarbeiteten AMG GT und den AMG GT S ersetzt, sodass sie nun 476 und 522 PS Leistung erbringen. Noch schneller sind der AMG GT C mit 557 PS und der AMG GT R mit 585 PS unterwegs, die serienmäßig auch mit einer Allradlenkung ausgestattet sind.

Fazit

Wie der Mercedes-Benz SLS AMG stammt der Mercedes-AMG GT direkt aus der AMG-Schmiede und stellt unter den üblichen Modellen von Mercedes-Benz eine Besonderheit dar. Von Leistung und Größe her kann die zweite AMG-Eigenkonstruktion zwar nicht mit dem Vorgänger mithalten, aber der kompakte Gran Turismo ist trotzdem ein beliebter Sportwagen und bis 2018 schon über 6.000 Mal auf deutschen Straßen unterwegs. Ein gebrauchter Mercedes-AMG GT ist eine gute Alternative für bekennende Mercedes-Benz-Fahrer, die gern etwas mehr Leistung unter der Motorhaube haben und dafür auf Alltagstauglichkeit verzichten.

Technische Daten Mercedes-Benz AMG GT

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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