Der Wartburg 311 wurde zwischen den Jahren 1955 und 1965 im Automobilwerk in Eisenach in Thüringen, Deutschland, hergestellt. Nachdem der Hubraum des Wagens im Jahre 1962 vergrößert wurde, war das Fahrzeug auch unter dem Namen Wartburg 1000 bekannt. Das Auto wurde in zahlreichen Varianten produziert und war unter anderem als Limousine, Pick-up oder Cabrio erhältlich. Aufgrund seiner ästhetischen Form, der modernen Karosserie und seinem praktischen Nutzen war der Wagen auch außerhalb der DDR beliebt. Kritisiert wurde allerdings der Zweitaktmotor des Gefährts, der aufgrund seiner Abgasentwicklung als Manko galt. Dennoch war das Auto begehrt und galt als Exportschlager. Der Wartburg 1000 lief insgesamt 247 368 Mal vom Band.
Der ab 1962 produzierte Wartburg 1000 wurde mit Hilfe eines Dreizylinder-Zweitakt-Vergasermotors angetrieben. Die Thermosiphonkühlung der Vorgänger wurde durch eine Wasserkühlung ersetzt. Die Leistung des Wagens wurde von 29 kW und 40 PS auf 33 kW und 45 PS erhöht. Zudem erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 125 Kilometer pro Stunde und verbrauchte rund 9,5 Liter auf einer Strecke von 100 Kilometern. Betankt wird der Wagen mit einem Zwei-Takt-Gemisch namens VK 79.
Wer sich auf die Suche nach einem Wartburg 1000 macht, der wird schnell feststellen, dass dieser in einer Vielzahl von Varianten hergestellt wurde. Die Limousine war das häufigste Modell und wurde bis 1965 verkauft. Typisch für diese Ausführung ist der einfarbige Lack sowie das oft farblich abgesetzte Dach. Die Luxus-Variante des Autos überzeugte beispielsweise durch verchromte Teile, Zierrahmen sowie durch Polsterbezüge aus hochwertiger Wolle. Diese Ausführung wurde bis zum Produktionsende rund 55 660 Mal produziert. Begehrt war auch das Cabrio mit dem Faltschiebedach. 14 749 Exemplare liefen vom Band. Auch heute zählt das Cabriolet zu den beliebtesten Wartburg 1000 Modellen und ist bei Oldtimer-Freunden innig und heiß begehrt.