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VW Jetta

VW Jetta

Der VW Jetta: Liebling in Amerika, Stiefkind in Deutschland

Ende der 1970er Jahre gab Volkswagen dem VW Golf ein Stufenheck mit auf den Weg und machte daraus den VW Jetta. An den erfolgreichen Start konnten in Deutschland die folgenden Generationen leider nie anschließen. Anders sah das in den USA aus. Dort ist er seit jeher eine große Erfolgsgeschichte. Was macht ihn auch bei uns zu einem interessanten Gebrauchtwagen? Weiterlesen

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Beim Jetta liegen Erfolge und Misserfolge für Volkswagen eng zusammen

Wie viel kostet ein VW Jetta?

Als Neuwagen kostete die letzte Jetta-Generation bei uns mindestens EUR 24.750,00. Für den kostspieligsten Jetta mit dem stärksten Dieselmotor und der Highline-Ausstattungsvariante wurden schon EUR 34.060,00 fällig.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt bringt die lange Historie des Jetta eine entsprechende Breite an Preisen. Ganz alte Modelle lassen sich bereits um wenige hundert Euro finden. Die teuersten Gebrauchtwagen aus der jüngsten Generation kosten zwischen EUR 25.000,00 und EUR 30.000,00. Dazwischen lassen sich für alle Budgets mehr oder weniger junge Jetta-Modelle finden.

Die Kontrahenten des VW Jetta

Bei seinen schleppenden Verkaufszahlen könnten böse Zungen behaupten, der Jetta wäre selbst sein größter Kontrahent. Doch auch andere Hersteller versuchen sich regelmäßig mit der Umwandlung von Schräg- zu Stufenhecklimousinen. So gibt es auch Stufenheckvarianten des Ford Focus, des Opel Astra, des Toyota Corolla und des Mazda 3. Doch auch diese Konkurrenten kämpfen mit ähnlichen Problemen wie der VW Jetta.

Die Geschichte des VW Jetta

Es gab eine Zeit, als Volkswagen gerne aus bestehenden Schrägheckmodellen Stufenheckmodelle gemacht hat. Mit ein paar Anpassungen an der Optik und einer eigenen Bezeichnung sollte ein deutlicher Unterschied zum Basismodell entstehen. Zusätzlich hat VW die Ausstattung etwas aufgewertet und so endgültig ein ideales Modell für die anvisierte, konservative Zielgruppe geschaffen. So machte Volkswagen 1977 aus dem Polo den VW Derby und 1981 aus dem Passat den VW Santana. Dazwischen bekam im Jahr 1979 der Golf sein eigenes Stufenheckmodell, den VW Jetta.

Selbstverständlich bezieht sich auch bei diesem Modell der Name auf das Thema Wind. So stammt die Bezeichnung Jetta von Jetstreams, besonders starken Luftströmen in hohen Luftschichten. Im Zuge seiner mittlerweile sieben Generationen bekam der VW Jetta jedoch immer wieder abweichende Namen wie Vento, Bora, Atlantic, Fox oder Sagitar. Nur in den USA blieb der Name seit jeher unverändert. Über den Namen hinaus pflegt der Jetta eine ganz spezielle Beziehung zum nordamerikanischen Markt. Als sportliche Limousine ist der Jetta in den USA das erfolgreichste VW-Modell und zudem das beliebteste europäische Auto überhaupt. Vollkommen anders sah das in Deutschland aus. Das Premierenjahr 1979 ist bis heute das erfolgreichste Jahr auf dem deutschen Markt mit rund 90.000 verkauften Modellen. Diesen Wert konnte Volkswagen nie wieder erreichen, geschweige denn übertreffen.

Die Generationen des VW Jetta

Nach ersten Studien für einen VW Golf mit Stufenheck im Jahr 1976 dauerte es noch drei Jahre bis 1979 die erste Generation des VW Jetta an den Start gehen konnte. Auf Basis des Golf I entwickelte VW den ersten Jetta und änderte dafür die Form der Scheinwerfer zu einem Rechteck, wertete die Ausstattung auf und verlieh dem neuen Modell durch das Stufenheck einen deutlich größeren Kofferraum. Der ungewohnte Anblick ließ das Heck etwas künstlich angebaut wirken und verpasste dem ersten Jetta auch den Spitznamen „Rucksack-Golf“.

Fünf Jahre später war es Zeit für die zweite Generation des VW Jetta. Dieses Mal entwickelte VW den Golf und den Jetta zeitgleich. Dadurch wirkte die zweite Jetta-Generation wesentlich stimmiger und konnte mit noch mehr Kofferraumvolumen glänzen. Volkswagen baute die zweite Generation von 1984 bis 1992. Kuriosum: ab 1997 wurde in China auf Basis dieser Generation ein eigener VW Jetta gebaut und bis 2013 immer wieder aktualisiert.

Das Jahr 1992 brachte neben der dritten Generation auch einen neuen Namen für den Jetta in Deutschland. Als VW Vento sollte das Stufenheckmodell neuen Aufschwung bekommen. An den weiterhin dürftigen Verkaufszahlen konnte jedoch auch der neue Name nichts ändern. Erneut lief es für den VW Jetta nur in den USA weiterhin prächtig. Die vierte Generation von 1998 bis 2005 brachte erneut einen neuen Namen. Als VW Bora wagte Volkswagen rund um die Optik die bis dahin größte Unterscheidung vom Golf und brachte zusätzlich einen Variant Kombi ins Rennen. Zwischen 2005 und 2010 kehrte mit er fünften Generation der Name Jetta auch in Deutschland zurück. Das blieb auch bis 2018 im Zuge der sechsten und damit letzten in Deutschland verfügbaren Version des VW Jetta so. Er war der erste Jetta mit einer komplett eigenständigen Karosserie ohne Teile des VW Golf übernommen zu haben. Im Vergleich zum nordamerikanischen Modell hat Volkswagen den Jetta für den deutschen Markt an vielen Stellen stark aufgewertet, was ihn auch spürbar teurer gemacht hat.

Mit der sechsten Generation ist die Geschichte des Jetta (vorerst) in Europa zu Ende. Die siebte Generation des VW Jetta wird seit 2018 nur mehr für den nordamerikanischen Markt produziert.

Welche Motoren stehen im VW Jetta zur Verfügung?

Zum Ende der sechsten Generation des VW Jetta standen fünf verschiedene Motoren zur Auswahl: dreimal Benzin und zweimal Diesel.

  • 1.2 TSI, Benziner, 105 PS
  • 1.4 TSI, Benziner, 125 PS
  • 1.4 TSI, Benziner, 150 PS
  • 2.0 TDI, Diesel, 110 PS
  • 2.0 TDI, Diesel, 150 PS

Bei den Benzinern handelt es sich um 4-Zylinder-Reihenmotoren mit Direkteinspritzung und Turbocharger. Der kleinste von ihnen leistet mit seinen 1,2 Litern Hubraum 105 PS sowie 175 Nm maximales Drehmoment. Er ist ausschließlich mit dem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe verfügbar. Für die beiden anderen Ottomotoren gibt es zusätzlich eine siebenstufige Automatik. Sie kommen mit ihren 1,4 Litern Hubraum auf 125 bzw. 150 PS und 200 sowie 250 Nm Drehmoment. Den Verbrauch gibt VW mit 5,0 bis 5,4 Litern auf 100 Kilometern an.

Die beiden Common-Rail-Dieselmotoren sind ebenfalls 4-Zylinder-Dieselmotoren mit einem Abgasturbolader. Mit ihren 2,0 Litern Hubraum schaffen sie 110 und 150 PS sowie 250 und 340 Nm maximales Drehmoment. Die Kraft überträgt beim kleineren Diesel entweder eine manuelle 5-Gang-Schaltung oder das siebenstufige Automatikgetriebe. Beim größeren Dieselmotor besteht die Wahl zwischen einer manuellen 6-Gang-Schaltung und einer Automatik mit sechs Gängen. Der Verbrauch sollte bei gerade einmal 4,1 Litern auf 100 Kilometern liegen. Alle fünf Motoren entsprechen der Euro 6 Abgasnorm. Ein wichtiger Bestandteil des niedrigen Spritverbrauchs ist die eingebaute BlueMotion Technologie samt Start-Stopp-Automatik und Bremsenergie-Rückgewinnung.

Die Ausstattungsvarianten des VW Jetta

Zum Ende seiner Ära standen beim VW Jetta drei Ausstattungsvarianten zur Auswahl: Trendline, Comfortline und Highline.

Die Grundvariante Trendline besteht unter anderem aus folgenden Dingen:

  • Elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel
  • Berganfahrassistent
  • ESC, ABS inklusive Bremsassistent, ASR, EDS, MSR
  • Höhenverstellbarer Fahrersitz
  • Elektrische Fensterheber vorne und hinten
  • Heck- und Tankklappe mit Fernbedienung
  • Halogen-Scheinwerfer
  • ISOFIX
  • Verzinkte Karosserie
  • Klimaanlage
  • Komfortblinker
  • Nichtraucherausführung
  • Radio „Composition Colour“ mit 8 Lautsprechern, AUX, TFT-Display mit 12,7 cm und Touchscreen
  • Reifenkontrollanzeige
  • Staub- und Pollenfilter
  • Grüne Wärmeschutzverglasung seitlich und hinten

In der Comfortline bekommt der VW Jetta zusätzlich angenehme Ausstattungsmerkmale wie höhenverstellbare Komfortsitze vorne inklusive Lendenwirbelstützen, verschiedene Chromverzierungen im Innenraum, verstellbare Mittelarmlehne mit Ablagebox, Müdigkeitserkennung und einer 12-Volt-Steckdose im Kofferraum.

Die höchsten Ausstattungsgefühle erreichen wir im VW Jetta Highline mit:

  • Ambientebeleuchtung
  • Chromverzierungen im Innenraum
  • Tempomat
  • Handbremshebel mit Lederbezug
  • 2-Zonen-Klimaautomatik
  • 16 Zoll Leichtmetallräder
  • Verstellbare Mittelarmlehne mit Ablagebox und zwei Ausströmern nach hinten
  • Multifunktionsanzeige Premium
  • Multifunktions-Lederlenkrad
  • Müdigkeitserkennung
  • Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht
  • Schalthebel mit Lederbezug
  • Sportsitze vorne mit Lendenwirbelstützen
  • 12-Volt-Steckdose im Kofferraum

Für wen ist der VW Jetta am besten geeignet?

Der VW Jetta besetzt eine Nische, die in Deutschland leider sehr klein ausfällt. Während in den USA solche Modelle sehr gefragt sind, liegen sie bei uns vermutlich schon zu nahe an den nächstgrößeren Modellen, wie den VW Passat. Wer dennoch gerne eine nicht allzu große Limousine sucht und dabei noch deutlich mehr Kofferraum als in der Kompaktklasse haben möchte, der findet mit dem Jetta genau das richtige Auto.

Fahrzeugbewertungen zu VW Jetta

21 Bewertungen

4,5

Technische Daten VW Jetta

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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