Wie viel kostet ein VW Caddy Maxi?
Bei den letzten Neuwagen im Modelljahr 2018 begann der aller günstigste VW Caddy Maxi bei EUR 22.342,25 in der Conceptline mit dem 102 PS-Benziner. In der höchsten Ausstattungsstufe Highline erreichte der teuerste Serien-Caddy als Maxi samt Allradantrieb und mit dem stärksten Motor etwas mehr als EUR 40.000,00.
Auf dem Gebrauchtwagenmarkt beginnen die günstigsten Modelle bei unter EUR 5.000,00. Der niedrige Preis ergibt sich wie üblich aus hohen Kilometerständen oder bereits vorhandenen Mängeln. Für deutlich solidere Gebrauchtwagen werden zwischen EUR 10.000,00 und EUR 20.000,00 fällig. Weitestgehend neuwertige Modelle sind ab EUR 25.000,00 zu haben.
Die Kontrahenten des VW Caddy Maxi
Die Konkurrenten des VW Caddy kommen allesamt ebenfalls aus Europa. Zu den beliebtesten Vergleichsmodellen zählen dabei der Opel Combo, der Citroen Berlingo, der Ford Tourneo, der Renault Kangoo und der Roomster vom VW-Schwester-Unternehmen Skoda. Sie alle halten preislich einen gewissen Respektabstand zum VW Caddy ein. Wer also mit ein paar Abstrichen in puncto Ausstattung leben kann, der könnte sich auch für die Konkurrenzmodelle kurz Zeit nehmen.
Die Geschichte des VW Caddy Maxi
Der erste Vorfahre des heutigen VW Caddy begann seine Karriere in Nordamerika. Für den dortigen Markt entwickelte Volkswagen auf Basis des Golf I einen Pickup. Im Jahr 1978 startete die Produktion im VW-Werk Westmoreland County in Pennsylvania. Erst fünf Jahre später schaffte es der VW Caddy über den großen Teich. Ab 1983 lief die europäische Version als VW Caddy 14D in Sarajevo vom Band. Im Vergleich zum amerikanischen Caddy gab es ein paar technische Änderungen im Bereich der Hinterachse und die Fahrerkabine war etwas anders aufgebaut. Optisch unterschieden sich die beiden Varianten hauptsächlich durch die Umstellung von eckigen auf runde Scheinwerfer. Im Jahr 1992 bedeutete der Bosnienkrieg jedoch ein abruptes Ende der ersten Caddy-Generation. Einzig in Südafrika liefen sogar noch bis 2007 Modelle dieses Typs vom Band.
Die zweite Generation bestand aus zwei Modellen: dem VW Caddy 9KV als Kastenwagen und Hochdachkombi, sowie dem VW Caddy 9U als Pickup. Bei beiden Varianten bediente sich Volkswagen bei seinen Partnerunternehmen. So basierte der 9KV auf dem fast baugleichen SEAT Inca. Lediglich an Front, Dachantenne, Instrumententafel und Sitzbezügen passte VW den neuen Caddy an. Im Gegenzug bekam das SEAT-Modell VW-Motoren unter die Motorhaube. Noch näher standen sich der VW Pickup und sein Basismodell der Skoda Felicia, denn hier tauschte VW lediglich das Logo aus. Der Rest blieb vollkommen identisch.
Die dritte Generation und der erste VW Caddy Maxi
Ab dem Jahr 2003 produzierte Volkswagen die dritte Generation des VW Caddy, den Typ 2K. Er basierte auf der Plattform des VW Golf V, sowie des VW Touran. Als klassisches Nutzfahrzeug war er als Kastenwagen erhältlich. Unter dem Modellnamen VW Caddy Life gab es zusätzlich einen PKW. Und hier stoßen wir auf die erste Langversion alias VW Caddy Maxi. Der altbekannte Pickup verschwand im Zuge dieser Generation aus dem Caddy-Programm. Mit dem VW Amarok erhielt er jedoch einen eindrucksvollen Nachfolger. In den Jahren 2010 und 2015 gab VW der dritten Caddy-Generation je ein Facelift mit auf den Weg. Viele sprechen bereits seit der letzten Modellpflege 2015 von der vierten Generation des VW Caddy.
Welche Motoren stehen beim VW Caddy Maxi zur Verfügung?
Im Modelljahr 2018 hatte der VW Caddy Maxi eine große Auswahl an Motoren zu bieten:
- 1,0-l-TSI-BMT, Benziner, 102 PS
- 1,4-l-TSI-BMT, Benziner, 125 PS
- 2,0-l-TDI-BMT, Diesel, 102 PS
- 2,0-l-TDI-BMT, Diesel, 122 PS
- 2,0-l-TDI-BMT, Diesel 150 PS
- 1,4-l-TGI-BlueMotion, Gas, 110 PS
Beim kleinsten Aggregat handelt es sich um einen 3-Zylinder Motor mit je 1,0 Liter Hubraum. Mit seinen 102 PS sowie 175 Nm maximalem Drehmoment ist er ausschließlich mit einem manuellen 5-Gang-Getriebe und Frontantrieb verfügbar. Beim 1,4-Liter-Benziner mit vier Zylindern besteht die Auswahl zwischen einer manuellen 6-Gang-Schaltung und dem 7-gängigen DSG Doppelkupplungsgetriebe. Bei den TSI-Ottomotoren sorgen Direkteinspritzung und Turboaufladung für die gewünschte Effizienz und Kraft.
Der erste Dieselmotor mit 102 PS bringt die volle Auswahl aller bisher genannten Getriebevarianten mit sich. Er hat ebenfalls vier Zylinder, 2 Liter Hubraum und leistet damit bis zu 250 Nm maximales Drehmoment. Der nächste Dieselantrieb bringt es auf 122 PS sowie maximal 300 Nm. Zu diesem Motor gibt es den Allradantrieb 4MOTION dazu. Der stärkste Motor im VW Caddy Maxi gehört ebenfalls zu den Dieselmotoren und treibt den extralangen Caddy mit 150 PS sowie 340 Nm maximalem Drehmoment an. Die Wahl zwischen den sechs Gängen geschieht hier entweder manuell oder automatisch. Beim Doppelkupplungsgetriebe steht zudem der Allradantrieb zur Verfügung.
Die Ausstattungsvarianten des VW Caddy Maxi
In Sachen Ausstattung bekam der VW Caddy Maxi im Modelljahr 2018 ebenfalls eine lange Liste an Ausstattungsvarianten mit auf den Weg:
- Conceptline
- Trendline
- Join
- Beach
- Comfortline
- Highline
Das Grundmodell Conceptline bringt folgendes in den VW Caddy Maxi:
- von außen verstellbare Außenspiegel
- Dachreling
- Heckklappe mit beheiztem Fenster
- Schiebetür rechts
- Abschließbarer Tankdeckel
- Grünes Wärmeschutzglas
- 15 Zoll Stahlräder
- Fahrer- und Beifahrerairbag
- Berganfahrassistent
- ESP, ABS, ASR, EDS und MSR
- Halogenscheinwerfer
- Multikollisionsbremse
- Tagfahrlicht
- 6 Verzurrösen zur Ladegutsicherung (speziell für VW Caddy Maxi: 6 statt 4)
- Mittelkonsole mit vier Becherhaltern (zwei vorne, zwei hinten)
- Tempomat
- Softtouch-Schließsystem
- Start-Stopp-System inklusive Rückgewinnung der Bremsenergie
Ab der Ausstattungsvariante Trendline kommen folgende Features in den VW Caddy Maxi:
- Elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel
- Zusätzliche Schiebetür links
- Kopfairbags für Reihe 2
- Klapp- und herausnehmbare Kofferraumabdeckung
- Komfortsitze vorne
- 3er-Sitzbank in Reihe 2 (klapp-, wickel- und herausnehmbar)
- 2er-Sitzbank in Reihe 3 (klappbar)
- Elektrische Fensterheber
- Composition Audio Radio
- 12V-Steckdose im Laderaum
Eine deutliche Aufwertung erhält der VW Caddy Maxi durch die Variante Join:
- Chrompaket II
- silberne Dachreling
- Seitenscheiben hinten abgedunkelt
- 16 Zoll Leichtmetallräder
- Halogen-Doppelscheinwerfer
- Nebelscheinwerfer
- Lenkrad, Handbremse und Schaltknauf mit Lederbezug
- Aluminum-Pedale
- Schubladen unter den Vordersitzen
- Car-Net-App-Connect
- Elektronische Sprachverstärkung
- Mobiltelefon-Schnittstelle
- Composition Media Radio
- USB- und AUX-Anschluss
Die Ausstattungsvariante Beach verwandelt den VW Caddy Maxi in eine Light-Version eines Wohnmobils. Eine Liegefläche für zwei Personen, zwei Taschenlampen, zusätzliche Innenbeleuchtung, Verdunklungsmöglichkeiten und einige weitere nützliche Extras machen den Caddy Beach zum idealen Begleiter für spontane, kurze Campingausflüge.
Die Comfortline wird ihrem Namen gerecht und bringt dem VW Caddy einige komfortable Extras wie einen automatisch abblendenden Innenspiegel, ein automatische Tagfahrlicht, eine verstellbare Mittelkonsole, eine Klimaanlage und einen Regensensor für die Scheibenwischer. Die höchste Ausstattungsstufe erreichen wir im VW Caddy Maxi Highline. Hier kommen Sitzbezüge in Alcantara-Lederoptik, eine 2-Zonen-Klimaanlage und ein Parkpilot im Heckbereich dazu. Für zusätzlichen Komfort sorgen das Multifunktions-Lederlenkrad sowie die vorderen Sitze mit Sitzheizung und Lendenwirbelstütze.
Für wen ist der VW Caddy Maxi am besten geeignet?
Durch sein Dasein als Langversion des normalen VW Caddy definieren sich mögliche Maxi-Interessenten mehr oder weniger von selbst. Alle, die den VW Caddy lieben und dabei eine gehörige Extra-Portion Platz möchten. Ob es als Familienauto für den möglichen Familienzuwachs oder für die Ausrüstung für das nächste sportliche Abenteuer ist. Die 47 cm zusätzliche Länge machen sich dabei auf jeden Fall bezahlt. Über das neue Platzangebot hinaus gibt es die bewährte Volkswagen-Qualität und hochwertige Ausstattungsvarianten.