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VW Bus

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Vom Hippie-Bulli zum komfortablen Reisebus

Als Bulli ist er bis heute bekannt: Der VW Bus T1 gilt als Kultfahrzeug einer ganzen Generation. Er wird nicht nur mit Flower Power, Frieden und Freiheit assoziiert, sondern viele Besitzer machen aus ihrem VW Bus ein ganz persönliches Kunstwerk. Nach dem VW Käfer (VW Typ 1) war er ab 1950 die zweite Baureihe von Volkswagen für den Privatgebrauch und diente als Vorlage für viele spätere Reisemobile. Weiterlesen

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Der VW Bus T1 als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders

T1 – Ein Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder

Während seiner Bauzeit nahm der erste VW Bus mit insgesamt 1,8 Millionen verkauften Modellen die Position als Marktführer ein und gilt daher bis heute als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders. Es gibt ihn als Pritschen- und Kastenwagen, als Klein- und Campingbus sowie als Einsatzfahrzeug. Offiziell heißt das Modell VW Transporter und werksintern VW Typ 2 T1.

T2 – Die Bulli-Ära bis Ende der 70er

Der zweite als “Bulli” bezeichnete VW Bus war der T2 (intern: VW Typ 2 T2) und löste den VW T1 im Jahr 1967 ab. Die „bullige“ Form blieb weitestgehend bestehen und ist bis heute Namensgeber für die liebevolle Bezeichnung „Bulli“. Änderungen und Verbesserungen zum Vorgänger sind vor allem im Bereich der Technik, beim Fahrwerk und bei der Karosserie zu finden. Neu beim T2 waren etwas stärkere Motoren und später auch Scheibenbremsen sowie eine Dreigang-Automatik. 1974 kam ein verstärktes Fahrwerk hinzu. Außerdem erhielt der 2. VW Bus eine komfortablere Fahrerkabine. Das Konzept ging auf: Mit mehr als 2,5 Millionen produzierten Fahrzeugen, von denen ein Großteil exportiert wurde, überragte der T2 in seiner Beliebtheit sogar noch seinen Vorgänger.

T3 – 13 Jahre in Produktion

Der 3. VW Bus T3 löste 1979 den VW T2 ab. Das Modell wurde komplett neu entwickelt und unterschied sich durch die kantigere Form auch optisch deutlich von den beiden Bullis. In Sachen Karosserie und Innenraum ähnelt der T3 deutlich mehr den späteren Modellen T4 und T5. Vor allem in der Breite und somit auch im Platzangebot legte der T3 deutlich zu. Außerdem gab es einige technische Neuerungen: eine neue Zahnstangenlenkung, eine Vorderradaufhängung und eine Schräglenker-Hinterachse. Später kamen ein Dieselmotor, ein wassergekühlter Ottomotor und viele der heute gängigen Standardausstattungen hinzu. Mit 13 Jahren Produktionszeit war die 3. Generation des VW Bus von allen Modellen am längsten auf dem Markt.

T4 – Das Ende des Heckantriebs

Auch in der 4. Generation schlug der VW Bus T4 (intern: VW Typ 7H) neue Wege ein: Der Bus wurde wieder komplett neu konstruiert und ließ ab 1990 nach 34 Jahren sowohl Heckmotor als auch Heckantrieb hinter sich. Stattdessen kam ein vorne quer verbauter Reihenmotor zum Einsatz, der nun die Vorder- anstatt der Hinterräder antrieb. Auf diese Weise konnte nun endlich eine durchgehende Ladefläche geschaffen werden. Zugleich rutschte die Fahrerkabine etwas nach hinten, sodass Fahrer- und Beifahrertür nun hinter den Vorderreifen angebracht sind. Ab 1996 erhielt der 4. VW Bus ein Facelift (VW T4 GP), das nicht nur den ersten TDI-Motor an Bord holte, sondern im Zuge einer neuen Motorenpalette auch Leistungen bis 150 PS ermöglichte. Ab 2000 waren durch einen VR6-Motor sogar 204 PS möglich.

T5 – Eine große Auswahl für jedermann

Die Einführung des 5. VW Bus T5 brachte nur wenige Neuerungen mit sich. Wie schon der T2 auf dem T1 aufbaut, so hat auch der T5 den T4 als Vorbild und unterscheidet sich optisch nur wenig vom Vorgänger. Neu waren unter anderem die allesamt mit Turbolader ausgestatteten Dieselmotoren und eine ganze Reihe an neuen Ausstattungslinien, um jede Preisklasse bedienen zu können. Im Herbst 2009 erhielt der VW Bus T5 im Zuge einer Modellpflege einen neuen Biturbo-2,0-Liter-Dieselmotor, der in mehreren Leistungsstufen verfügbar ist, sowie einen V6-Motor mit 3,6 Litern Hubraum und einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.

T6 – Abgasnachbehandlung für Euro-6-Norm

2015 bekam der T5 eine weitere Überarbeitung – und wurde in diesem Zuge gleich zum VW Bus T6 umbenannt. Beim Design gab es wieder Änderungen an den Schweinwerfern, Rückleuchten, Stoßfängern, vorderen Kotflügeln und der Motorhaube. Die Assistenz- und Infotainmentsysteme wurden überarbeitet und für den Innenraum gab es ein neues Lenkrad sowie ein modifiziertes Armaturenbrett. Bei den Motoren kam die neue Diesel-Baureihe VW EA288 hinzu, ein modularer Dieselbaukasten mit drei bzw. vier Zylindern und Common-Rail-Einspritzung. Für die Abgasnorm Euro 6 musste eine SCR-Abgasnachbehandlung hinzugefügt werden, die mit 13 Litern Harnstofflösung AUS 32 eine Reichweite von etwa 7.000 km hat. Zusätzlich wurden Fahrwerk und Geräuschdämmung für den T6 optimiert.

In sechs Generationen von 25 auf über 200 PS

Die ersten VW Transporter T1 gingen 1950 mit 25 PS und 85 km/h Höchstgeschwindigkeit an den Start. Bis 1967 konnte die Leistung des Vierzylinder-Boxermotors mit jedem T1-Modell gesteigert werden, bis der VW Bus der 1. Generation 44 PS und 110 km/h erreichte. Die 2. Bulli-Generation war ab 1967 weiterhin mit einem Vierzylinder-Boxermotor unterwegs, startet aber schon mit 47 PS und schaffte bis Ende der 70er Jahre die 70 PS sowie 127 km/h Spitzengeschwindigkeit. In den 13 Jahren T3 kamen verschiedene Motoren zwischen 50 und 112 PS zum Einsatz – mit Luft- oder Wasserkühlung, mit Boxer- oder Reihenmotor, mit Benzin oder Diesel, mit drei, vier oder fünf Gängen. In den 90er Jahren legte der VW Transporter T4 mit 4-, 5- und 6-Zylinder-Motoren ordentlich an Leistung zu. Die beiden Topmotoren 2.8 V6 mit 204 PS (Ottomotor) und 2.5 TDI mit 151 PS (Dieselmotor) waren jedoch nur für die Ausführungen Caravelle, Multivan und California erhältlich. Die Standard-Busse der 4. Generation sind mit 60 bis 115 PS unterwegs. In der 5. und 6. Generation ab 2009 gab es vor allem bei den Dieselmotoren eine große Auswahl, zum Beispiel Motoren über 200 PS Leistung, Allradantrieb (4motion), 7-Gang-Direktschaltgetriebe, Bi-Turbolader usw. Mit dem Facelift 2015 erfüllen die Motoren nun auch die Abgasnorm Euro 6.

Der VW Bus bekommt Konkurrenz

Durch seine Geschichte, seine lange Entwicklung und seine Vorreiter-Position ist der VW Transporter weiterhin Platzhirsch im Bus-Segment. Er verbindet den Platz eines Transporters mit dem Komfort eines Personenwagens. Daran sind bisher viele Konkurrenten gescheitert, weil ein umgebauter Lieferwagen eben noch kein „Bulli“ ist. Doch die 6. Generation bekommt immer mehr Mitbewerber:

  • Hyundai H-1: Ein klassischer Van mit Platz für 8 Personen, komfortabler Ausstattung, aber ohne moderne Assistenzsysteme, der jedoch kaum Anklang bei der reisenden Zielgruppe gefunden hat.
  • [Peugeot Traveller](/peugeot/peugeot-traveller/): Ein rollendes Wohnzimmer für bis zu 9 Personen, mit einer breiten Leistungspalette und vielen Ausstattungsmöglichkeiten. Besonders geeignet für Familien.
  • [Citroën Spacetourer](/citroen/citroen-spacetourer/) & Toyota Proace: Durch Kooperation sind diese beiden Modelle sehr stark mit dem Peugeot Traveller verwandt und haben alle identische Technik aus Nordfrankreich eingebaut.
  • [Renault Trafic](/renault/renault-trafic/), [Opel Vivaro](/opel/opel-vivaro/), [Fiat Talento](/fiat/fiat-talento/), [Nissan NV 300](/nissan/nissan-nv300/): Auch diese vier Modelle sind durch verschiedene Allianzen miteinander verwandt. Ihr Ambiente ist eher sachlich, Assistenzsysteme eher rar, übliche Komfortextras können optional hinzugefügt werden.
  • [Mercedes-Benz V-Klasse](/mercedes-benz/mercedes-benz-v-klasse/): Drehbare Vordersitze, eine umklappbare Sitzbank und ein Tisch in Kombination mit moderner Technik machen die V-Klasse zu einem ernsthaften Konkurrenten für den VW Bus.
  • [Ford Tourneo Custom](/ford/ford-tourneo/ford-tourneo-custom/): Hier ist noch der [Ford Transit](/ford/ford-transit/) als Vorgänger erkennbar, denn durch viele verschiedene Sitz-Konfigurationen mit bis zu 9 Personen eignet sich der Ford als Geschäfts- und als Familienwagen.

Fazit

Der VW Transporter hat einen Ehrenplatz in der deutschen Autogeschichte. Vor allem wer sich einen gebrauchten Bulli aus den ersten beiden Generationen als Oldtimer zulegt, der spürt beim Fahren noch die Freiheit der Hippie-Bewegung und möchte sofort den nächsten Campingplatz ansteuern. Die neueren Generationen entsprechen schon eher der Vorstellung eines modernen Campingwagens und eignen sich besonders zum komfortablen Reisen für Familien und kleine Gruppen. Ein VW Bus Gebrauchtwagen ist immer auf der Höhe seiner jeweiligen Generation und überzeugt mit einem durchdachten Fahrzeugkonzept und vielen Variationen – bis hin zum Wohnmobil. So kann der nächste Roadtrip kommen.

Fahrzeugbewertungen zu VW Bus

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