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VW Amarok

VW Amarok

Deutscher Pick-up mit Platz, Komfort & niedrigem Verbrauch

Deutsche Autohersteller schielen schon seit langer Zeit auf den US-amerikanischen Markt, vor allem für üppig motorisierte Limousinen und Sportwagen. Dabei fahren die Amerikaner am liebsten Geländewagen. Und noch lieber die davon abgeleiteten Pick-ups mit offener Ladefläche. Diese typisch amerikanischen Autos führen normalerweise die Bestsellerlisten an. Da musste sich Volkswagen für den VW Amarok ganz schön was einfallen lassen, konnte sich für den eigenen Pick-up aber auch einiges abschauen. Weiterlesen

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Der 1. Pick-up aus Deutschland

Das Geschäft für Pick-ups entging vielen deutschen Firmen, weil sie im Gegensatz zur weltweit präsenten japanischen Konkurrenz lange Zeit gar internationales Offroad-Programm hatten. Das änderte sich erst mit den Sport Utility Vehicles (SUV), für die einige deutsche Hersteller in den USA sogar eigene Produktionsstätten aufbauten. Der Volkswagenkonzern war das erste deutsche Unternehmen, das im Zuge dieser Entwicklung eine eigene Baureihe mit echten Pick-ups aus der Nutzfahrzeugklasse auflegte. Zuvor hatte es bei VW nur eine kurze Phase der Lizenzfertigung beim Pick-up VW Taro gegeben. 2010 stellte VW dann seinen „richtigen“ Pick-up vor und taufte ihn „Amarok“ – nach einem wolfsähnlichen Wesen aus der Mythologie der Eskimos. Doch damit nahm der deutsche Konzern weder den US-amerikanischen noch den europäischen Markt ins Visier.

Produktionsstart & Markteinführung in Südamerika

Drei Gründe sprachen für die Entscheidung von VW, den Amarok zunächst in Mittel- und Südamerika anzubieten: die Vormachtstellung der amerikanischen Autokonzerne in den USA, die starke Präsenz japanischer Pick-ups auf den Straßen und nicht zuletzt die US-Steuerpolitik. Das neue Ziel bot viele potenzielle Käufer, eine weitestgehend gute Infrastruktur und eine freie Fertigungsstätte in Argentinien, sodass der VW Amarok 2010 den Start in Südamerika wagte. Zudem hatte Volkswagen den Weg in den 90er Jahren schon mit dem kleinen Pick-up VW Saveiro und vielen weiteren lokal produzierten Modellen geebnet.

Der Trend zu SUVs & Pick-ups in Europa

In Amerika waren Pick-ups wie der Amarok vor allem deshalb so beliebt, weil sie mit offener Ladefläche oder nachgerüstetem Hardtop sowie mit verschiedenen Kabinengrößen so vielseitig einsetzbar sind – zum Beispiel als Nutzfahrzeug, Familienauto, Zugmaschine für Boote oder Pferdeanhänger sowie Geländewagen mit viel Bodenfreiheit. Dazu kommt der Komfort im Innenraum, der einer Limousine entspricht. Für dieses Einsatzspektrum wurde auch der VW Amarok konzipiert. Und allmählich entdeckten auch die Europäer die Vorteile einer großen Ladefläche und einer geräumigen Kabine. Nach den SUVs wurden in Deutschland auch die Pick-ups zunehmend beliebter. Darauf reagierte Volkswagen mit der internationalen Ausweitung seiner Amarok-Produktion. Im Jahr 2011 richteten die Niedersachsen zunächst im Hannoveraner VW-Werk für Nutzfahrzeuge eine Fertigungsstraße für den Amarok ein. Darauf folgte gut sechs Jahre später die Produktion in Algerien, womit sich Volkswagen in Afrika mit den japanischen Pick-ups messen wollte.

4 Türen & 5 Sitze für Deutschland

Die Ansiedlung der Amarok-Produktion im VW-Werk für Nutzfahrzeuge gab schon die Richtung für den deutschen Markt vor. Anders als frühere Pick-up-Versionen auf der Basis des VW Golf, bekam der Amarok eine Leiterrahmenkonstruktion aus der LKW-Produktion. Darauf setzte VW eine klassische Pick-up-Karosserie aus verstärktem Stahl, die entweder als 2-Türer mit Single-Kabine oder als 4-Türer mit Crew-Cab und Platz für fünf Personen zur Auswahl stand. Je nach Aufbau kam der VW Pick-up in der 1. Generation auf 5,18 oder 5,25 Meter Länge. In einigen Ländern stand noch eine Version mit einer verlängerten Ladefläche von 5,90 Meter zur Verfügung.

Optionale Ausstattung für den Geländewagen

Erhöhte Bodenfreiheit, ein zuschaltbarer oder permanenter Allradantrieb als zusätzliche Option, robuste Blattfedern sowie eine Berganfahrhilfe – mit dieser Ausstattung ist der VW Amarok bestens als Geländewagen und Zugfahrzeug geeignet. Sogar eine zusätzliche Seilwinde ist möglich, die auf der Ladefläche oder an der Front montiert werden kann. Des Weiteren gibt es optionale Leiterträger für den Transport langer Zuladungen sowie eine Anhängevorrichtung mit Gespann-Stabilisierung, um Lasten bis zu 3,5 Tonnen ziehen zu können. Die Ladefläche mit über 2,5 Quadratmetern Stauraum ist für maximal eine Tonne ausgelegt.

Vom starken Zugfahrzeug zum komfortablen Offroader

Mit der 1. Generation zielte Volkswagen auf die Vorteile des Amarok als Nutzfahrzeug. Entsprechend wird er von den deutschen Finanzämtern als LKW eingestuft. Mit der Modellpflege 2016 schlug VW nun eine neue Richtung ein und machte den Pick-up fit für seine Rolle als markanter Offroader und vielseitiges Freizeitauto. Dazu zählen die neuen Komfortfeatures, die in vier verschiedenen Paketen verfügbar sind:

  • Comfortline
  • Highline
  • Aventura
  • Canyon

So bekamen der Amarok in der Canyon- und Aventura-Version serienmäßig Sportsbars, Schwellerrohre mit Trittflächen und einen sportlich designten Kühlerschutz mit schwarz lackiertem Gitter und Chromelementen – ganz nach US-Vorbild. Darüber hinaus bot Volkswagen verschiedene Styling-Pakete für den Amarok an. So ließen sich Anbauteile in Edelstahl oder schwarz beschichteter Oberfläche auswählen, um die Optik des Pick-ups aufzuwerten. Auch technisch legte VW nach, indem der überarbeitete Amarok in allen Modellversionen serienmäßig Allradantrieb und V6-Prestige bekam.

Der Wechsel auf V6-Dieselmotoren

In der 1. Bauphase nahm Volkswagen den Pick-up wahlweise mit Hinterradantrieb oder dem 4Motion-Allradsystem in sein Programm auf. Als Motorisierungen standen in der Zeit von 2010 bis 2016 je nach Baujahr der 2,0-Liter-TDI in den Leistungsstufen von 90 kW (122 PS) bis 132 kW (180 PS) zur Verfügung. Mit dem Übergang zum Modelljahr 2017 rüsteten die Niedersachsen die Motorisierung komplett von Vierzylinder- auf Sechszylinder-Dieselmotoren mit Common-Rail-Einspritzung um, die auch im Audi A6 und VW Touareg verbaut sind. Einerseits erfüllt der Amarok mit AdBlue-Abgasreinigung nun die Vorgaben der Euro-6-Norm, die seit September 2016 auf für leichte Nutzfahrzeuge gilt. Andererseits erreicht er dadurch auch mehr Leistung und kann hochwertiger positioniert werden. Zur Auswahl standen 2016 zwei jeweils mit einer Achtgangautomatik kombinierte 3,0-Liter-TDI-Motoren mit 150 kW (204 PS) und 165 kW (224 PS). 2017 kam noch eine kleinere Version des 3.0 TDI mit 163 PS und ohne 4Motion-Technologie hinzu, während 2018 der Dieselmotor von 224 PS auf 258 PS aufgerüstet wurde. Dieses Spitzenmodell ver-braucht 8,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer und schafft 195 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Pick-up-Vorreiter in Deutschland

Ein Blick zur Konkurrenz auf dem deutschen Markt zeigt, dass der VW Amarok als Pick-up-Vorreiter in diesem Segment immer noch die Nase vorn hat:

  • Der [Ford Ranger](/ford/ford-ranger/) läuft ziemlich rau, Federung und Bremsen arbeiten nicht ganz sauber und durch das 5-Gang-Getriebe hat er einen recht hohen Spritverbrauch.
  • In Sachen Verbrauch ist der [Toyota Hilux](/toyota/toyota-hilux/) schon deutlich besser als der Ford, fährt sich aber ebenfalls recht holprig, was im holprigen Gelände jedoch ideal sein kann.
  • Der kräftige NISSAN NAVARA liegt beim Verbrauch irgendwo im Mittelfeld, fällt aber mit einer unbequemen Rückbank und einer bockigen Federung auf.
  • Mit 1,36 Metern Ladefläche ist der [Mitsubishi L200](/mitsubishi/mitsubishi-l200/) recht kurz geraten, dafür aber auch recht günstig. Hier fehlen ebenfalls mehr als 5 Gänge.

Fazit

Es scheint so, als ob Volkswagen aus den Fehlern der Konkurrenz lernt und mit dem VW Amarok ein stimmiges Gesamtpaket in Sachen Pick-up vorlegt. In dem Fahrwerk steckt viel Abstimmungsarbeit, der Verbrauch kann sich für einen Pick-up wirklich sehen lassen, die Bremsen arbeiten top und der Innenraum bietet genug Komfort und Platz für alle Mitfahrer. Somit ist ein gebrauchter VW Amarok als Pendant zu den amerikanischen Vorbildern eine gute und hochwertige Alternative für Gewerbetreibende, die viel und schnell auf- und abladen müssen und trotzdem komfortabel von A nach B kommen möchten.

Fahrzeugbewertungen zu VW Amarok

11 Bewertungen

4,6