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Tesla Model S

Stärken
  • Leistungsstarke Elektroantriebe
  • Keine lokalen Emissionen
  • Hohe Reichweiten
Schwächen
  • Mitunter Qualitätsmängel
  • Nur als Limousine erhältlich
  • Vergleichsweise hohe Preise

Luxus-Stromer der allerersten Stunde

Der Tesla Model S ist das zweite Serienmodell des erst 2003 gegründeten Autobauers Tesla. Tatsächlich ist die Obere Mittelklasse sogar das erste selbst entwickelte Fahrzeug der US-Amerikaner. Die Besonderheit des Model S ist jedoch eine andere: Die Limousine ist ausschließlich mit Elektroantrieb erhältlich. Weiterlesen

Alternative Modelle

Die häufigsten Fragen und Antworten.

Eingepreist ist der Tesla Model S ab genau 101.990 Euro. Der Tesla Model S Plaid mit 1.020 PS kostet mindestens 126.990 Euro.

Neu kostet der Tesla Model S übrigens mindestens 101.990 Euro** Gebraucht ist der Tesla bereits ab 30.000 Euro erhältlich.

Gute Gründe

  • Tesla macht vor, was beim Elektroauto möglich ist. Denn trotz E-Antrieb bietet das Model S je nach Akku eine recht hohe Reichweite.
  • Dennoch macht die Oberklasse keine Abstriche beim sportlichen Fahren oder gar beim Komfort.
  • Stattdessen begeistert Tesla seine Fans mit Technik der modernsten Generation und Innovation.
  • Etwa mit seinem Supercharger-Netzwerk, wo Tesla-Fahrer extrem schnell Strom ziehen können.
  • Die Zielgruppe ist damit klar: Umweltbewusste Autofahrer, die trotz Strom im “Tank” oft auf der Langstrecke und mit der Familie unterwegs sind.

Tesla Model S leistet bis zu 1.020 Elektro-PS

Allein beim Antrieb zeigen die mittlerweile nach Texas übergesiedelten Kalifornier ihre Expertise. Setzte Tesla zum Marktstart des Oberklasse-Stromers MItte 2012 noch auf Heck- oder (optional) Allradantrieb, ist seit 2019 Allrad Standard. Frelich kein Wunder: Zum Einsatz kommt seither eine Dualmotor- oder gar Tri Motor-Allradplattform. Entsprechend gibt es den Tesla Model S 2021 in zwei Antriebsversionen: Long Range und Plaid.

Der Tesla Model S Long Range ist mit zwei E-Motoren (Dualmotor) ausgestattet. Einer wirkt auf die Vorderachse, der andere auf die Hinterachse. So liegen im Allrad 670 PS Systemleistung an. Diese befeuern den Stromer in nur 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h sowie 250 km/h Spitze. Im Tesla Model S Plaid sind sogar drei E-Motoren (sogenannter “Tri-Motor”) verbaut, die zusammen 750 kW bzw. 1.020 PS mobilisieren. Damit gelingt der Spurt von null auf 100 km/h in nur 2,1 Sekunden. Die Spitze des Plaid nennt Tesla mit 322 km/h. Allerdings sind für diesen Wert “kostenpflichtige Hardware-Upgrades” nötig. Als Getriebe ist eine 1-Gang-Automatik verbaut.

Interessanter ist bei einem Elektroauto aber letzten Endes vor allem ein Punkt: die Reichweite. Wegen der schieren Power kann diese doch kaum üppig sein? Falsch: Die Oberklasse stromert als Long Range bis zu 652 km weit. Selbst der Tesla Model S Plaid schafft 637 km ohne Ladestopp. Kleines Aber: Die Reichweite markiert Tesla selbst als “geschätzt”. Die Kapazität des verbauten Akkus verschweigen die Amerikaner ebenfalls. Der letzte Stand der Technik (2019) waren 100 kWh. Top: Der Tesla Model S 2021 erlaubt bis zu 250 kW Ladeleistung. So ist innerhalb von nur 15 Minuten Strom für 322 km “gezapft”. Offizielle Daten zum Verbrauch nennt Tesla ebenfalls keine.

Ab Werk ist der Oberklasse-Stromer zudem nicht mit einer Anhängerkupplung versehen. Zum Nachrüsten ist eine solche aber durchaus zu haben. Die Anhängelast wird dann mit 750 Kilo ungebremst bei 75 Kilo Stützlast genannt. Die Dachlast des Tesla Model S 2021 beträgt 75 Kilo.

Abmessungen

Länge, Breite und Höhe des Tesla Model S betragen 4,98 Meter, 1,96 Meter bzw. 1,46 Meter. Der Radstand kommt auf recht üppige 2,96 Meter. Das Leergewicht gibt der Hersteller mit 2.069 (Long Range) bzw. 2.162 Kilo (Plaid) an. Das Ladevolumen ist jeweils gleich: 793 Liter. Der Clou: Das Model S hat sowohl hinten wie vorn einen Kofferraum, die gern als Trunk (englisch für Kofferraum) und Frunk (für Front Trunk) bezeichnet werden.

Platz bietet der US-Stromer also reichlich. Bis Ende 2018 gab es die fünftürige Schräghecklimousine optional sogar mit einer dritten (allerdings nur für Kinder bis 140 Zentimeter tauglichen) Sitzreihe und damit als Siebensitzer. Bei Nichtgebrauch konnten die Sitze im Kofferraumboden versenkt werden. Schon 2019 bestätigte Tesla-CEO Elon Musk, dass der neue Model S wieder als 7-Sitzer ausgelegt ist.

Varianten

Erhältlich ist der Tesla Model S 2021 als Long Range sowie Plaid. Letzterer stellt quasi die Sportversion und ist somit der Nachfolger des früheren Ludicrous. Kurzzeitig war 2021 außerdem ein Plaid+ mit 1.100 PS sowie 840 km Reichweite geplant. Diese Version wurde jedoch im Sommer 2021 schon wieder gestrichen.

Preis

Neu kostet der Tesla Model S übrigens mindestens 101.990 Euro. Der Tesla Model S Plaid startet sogar erst bei 126.990 Euro. Der prompt wieder eingestellte Plaid+ kostete noch mal gut 10.000 Euro mehr. Leasing ist für 1.099 (Long Range) bzw. 1.401 Euro (Plaid) möglich. Inbegriffen sind in diesem Fall eine Laufleistung von 10.000 km im Jahr sowie eine Vertragszeit von 48 Monaten bzw. vier Jahren. Außerdem verlangt Tesla eine Sonderzahlung von 6.500 Euro. Parallel bietet der Hersteller eine Finanzierung des Elektroautos über einen Ballonkredit an. Bei dieser zahlt der Kunde über 60 Monate 997 (Long Range) bzw. sogar 1.283 Euro (Plaid) pro Monat sowie eine einmalige Anzahlung von 10.297 bzw. 12.797 Euro. Am Ende der Laufzeit ist dann der sogenannte Ballon fällig, der beim Long Range eine Schlussrate von 43.856 Euro, beim Plaid sogar von 54.606 Euro vorsieht.

Entsprechend ist ein gebrauchter Tesla Model S die eindeutig bessere, weil günstigere Wahl. Gebrauchtwagen gibt es auf AutoScout24 je nach Baujahr und Ausstattung ab rund 30.000 Euro. Allerdings gilt bei einem Tesla Model S aus zweiter Hand Obacht. Je nach Baujahr und Version ist ein anderer Akku verbaut. Die ersten Modelle bot Tesla zum Beispiel auch mit einem nur 40 kWh großen Akku an. Entsprechend fällt bei einem solchen Modell die Reichweite mit nur 260 km eher mager aus. Oft handelt es sich bei den Gebrauchten aber um einen Tesla Model S 85 mit einem 85-kWh-Akku, der um die 430 km Reichweite erlaubt.

Wie schaut es mit den laufenden Kosten aus? Kfz-Steuer ist keine zu zahlen, sind Elektroautos doch bis 2025 befreit. Allerdings nur bei Erstzulassung. Bei einem Stromer aus zweiter Hand wird die Steuer dagegen nach dem zulässigen Gesamtgewicht berechnet. Ein Tesla Model S 2021 fällt in die zweite Klasse (2.001 bis 3.000 Kilo), in welcher pro angefangene 200 Kilo 6,01 Euro fällig sind. Ein Tesla Model S 2021 kostet somit 66,11 Euro, die der Bund großzügig auf 67 Euro aufrundet. Die Haftpflicht (SF 1) beträgt rund 400 Euro im Jahr, eine Vollkasko (mit 500 Euro Selbstbeteiligung) noch mal gut 1.000 Euro.

Tesla Model S ist auf Performance getrimmt ist

Das Design des Elektroautos ist von vorn bis hinten auf Performance - konkret auf Geschwindigkeit und Reichweite - ausgelegt. So kommt der Tesla Model S auf ein Luftwiderstandsbeiwert von gerade mal 0,208 cw. Zum Vergleich: Moderne Autos haben im Schnitt 0,3 bis 0,35 cw. Der Wunsch von maximaler Performance dürfte auch der Grund sein, warum der Model S allein als Limousine zu haben ist. Hier setzt Tesla zudem auf ein schnittiges Fließheck, weswegen das Fahrzeug als Fünftürer gilt. Gezeichnet ist die Oberklasse übrigens von Franz von Holzhausen, der zuvor für Volkswagen , General Motors und Mazda arbeitete.

Eher mager ist die Auswahl an Lackierungen. Standard ist Pearl White Multi-Coat. Alternativ stehen die Metallicfarben Solid Black, Midnight Silver und Deep Blue für 1.600 Euro Aufpreis sowie Red Multi-Coat für 2.900 Euro Aufpreis zur Option. Aufpreis kosten außerdem 21-Zoll-Felgen (Serie sind 19-Zöller). Immerhin: LED-Lichter samt Kurvenlicht, Nebelscheinwerfer oder Regensensor sind generell inbegriffen. Apropos: Der anfangs vorhandene, aber rein optische Kühlergrill verschwand mit dem Facelift 2016.

Interieur: Eine gut ausgestattete Oberklasse

Das Interieur des Tesla Model S 2021 ist in Serie ganz in Schwarz samt einem Dekor aus Ebenholz gehalten. Optional sind ein schwarz-weißes Interieur oder eines in Creme, jeweils mit Walnuss-Dekor erhältlich. Beide Varianten kosten 2.100 Euro Aufpreis. Standard sind ansonsten bereits im Long Range eine Klimaanlage samt 3-Zonen-Temperaturregler und HEPA-Luftfilter, elektrische Fensterheber vorn wie hinten, belüftete Vordersitze, Einparkhilfe, Radio samt DAB (digitaler Radioempfang), Navi, Lederausstattung, Freisprecheinrichtung oder die Einbindung von Smartphones via Apple CarPlay und Android Auto.

https://www.autoscout24.at/assets/auto/images/model/tesla/tesla-model-s/tesla-model-s-interior.jpg “Tesla Model S Interior”

https://www.autoscout24.at/assets/auto/images/model/tesla/tesla-model-s/tesla-model-s-frontseats.jpg “Tesla Model S Frontseats”

Infotainment und Komfort sind seit dem 2021er Facelift über einen 17 Zoll großen Farb-Touchscreen im Querformat (2.200 x 1.300 px) statt Hochformat zu steuern. Auch das klassisch runde Lenkrad ist seither durch ein Steuerhorn (Yoke) mit Multifunktionstasten ersetzt.

Die wenigen Extras nennt Tesla lediglich wie folgt:

  • Enhanced Autopilot (3.800 Euro) samt Spurwechsler und Autopilot,
  • autonomes Fahren (7.500 Euro) mit Basic Autopilot und Enhanced Autopilot sowie Ampel- und Stoppschilderkennung.

Beim Tesla Model S Plaid sind außerdem die Plaid-Upgrades inklusive. Diese beinhalten aber allein die technischen Upgrades auf 1.020 PS Leistung dank drei statt nur zwei E-Motoren und einem Drehmomentvektor.

Sicherheit

Sicherheit garantieren im Tesla Model S zahlreiche Airbags für Fahrer und Beifahrer oder Kopfairbags für vorn wie hinten. Dazu zählen zahlreiche moderne Assistenten zur Serie. Etwa ein City-Notbremser, Verkehrsschilderkennung, Kollisionswarner sowie Stau-, Brems-, Fernlicht- oder Spurwechselassistent. Kein Wunder also, dass die elektrische Oberklasse schon 2014 im Euro NCAP Crashtest mit fünf von fünf Sternen glänzen konnte. Für den Insassenschutz Erwachsener erhielt das Fahrzeug 82 Prozent, für den von Kindern 77 Prozent. Bei Fußgängerschutz und Sicherheitssysteme erhielt das Model S 66 bzw. 71 Prozent.

Alternativen

Lange Zeit war das Model S konkurrenzlos. In letzter Zeit wurde das Angebot allerdings besser. Konkurrenz findet der Amerikaner zum Beispiel in Mercedes EQS, Audi e-tron GT oder Porsche Taycan.

Wie unterscheidet sich der Tesla Model S vom Model 3?

Innerhalb der Familie ist schon der Tesla Model 3 ein Konkurrent. Allerdings stellt dieser lediglich eine Mittelklasse, ist somit kleiner als der Model S. Der Kofferraum bietet nur 649 Liter Ladevolumen. In punkto Reichweite sind je nach Modell 491 bis 614 km möglich, womit das Model 3 durchaus am Model S dran ist. Davon ab bietet der Model 3 ebenfalls Allrad und bis zu 261 km/h Spitze. Der Clou ist schließlich der Preis: Zu haben ist der Model 3 ab 42.990 Euro.

Tesla Model S vs. Mercedes EQS, Audi e-tron GT, Porsche Taycan

Der Mercedes EQS überzeugt bei 5,22 Meter Länge mit 3,21 Meter Radstand sowie einem Ladevolumen von 610 bis 1.770 Liter. Außerdem verspricht der Schwabe je nach Akku (90 oder 107 kWh) 529 bis 784 km Reichweite. Mit einem Basispreis von 97.866 Euro ist der Schwabe sogar etwas günstiger. Das Aber folgt prompt: Der EQS 350 liefert lediglich 292 PS und setzt auf Hinterradantrieb. Erst im Topmodell EQS 580 4Matic gibt es Allrad, allerdings kostet das 135.529 Euro. Mit maximal 523 PS ist der EQS auch etwas schwächer motorisiert als der Tesla.

Audi setzt dagegen bei seinem e-tron GT wie Tesla generell auf Allrad. Außerdem auf einen Akku mit 93,4 kWh. Mehr als 488 km sind mit diesem jedoch nicht möglich, womit Tesla rund 150 km mehr bietet. Das Ladevolumen ist ebenfalls magerer. Hinten verstaut der Audi e-tron GT 405 Liter, vorn immerhin noch mal weitere 85 Liter. Obwohl Länge (4,99 Meter) und Radstand (2,90 Meter) auf dem gleichen Niveau liegen. In der Leistung (350 kW bzw. 476 PS) hinkt Audi ebenfalls hinterher. Im Preis liegt er dagegen vorne: 101.600 Euro sind mindestens für den Ingolstädter Edel-Stromer fällig.

Der Porsche Taycan liefert je nach Version 408 bis immerhin 761 PS. So schafft das Topmodell Taycan S den Sprint von null auf 100 km/h in 2,8 Sekunden, womit Porsche nah an Tesla dran ist. Die Spitze nennt Porsche mit 250 km/h. Die 93,4-kWh-Batterie - wie bei der Konzernschwester Audi - erlaubt allerdings nur 335 bis maximal 484 km Reichweite. Auch der Radstand von 2,90 Meter erinnert an Audi. Kein Zufall, nutzen e-tron GT und Taycan doch die gleiche Plattform. Entsprechend bietet auch der Porsche einen vorderen Kofferraum mit 84 Liter. Ins Heck passen dagegen je nach Ausstattung 366 bis 407 Liter. Nicht viel, doch eben hier hat Porsche seinen USP. Mit dem Taycan Cross Turismo hat die VW-Tochter tatsächlich einen Kombi im Programm. Dieser verstaut 405 bis 1.212 Liter. Mit einem Startpreis von 85.543 Euro (Cross Turismo: 86.336 Euro) ist Porsche zudem günstiger. Allerdings nur auf dem ersten Blick. Denn die Topmodelle kosten mit 186.336 (Limousine) bzw. 187.764 Euro (Cross Turismo) deutlich mehr als bei Tesla sowie auch Mercedes und Audi.

Fahrzeugbewertungen zu Tesla Model S

10 Bewertungen

4,9