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Reliant Scimitar

Die sechziger Jahre waren für die britische Automobilindustrie eine schwierige Zeit. Einerseits gerieten die großen Hersteller international und auf dem heimischen Markt immer stärker unter Druck, während andererseits kleine und innovative Unternehmen mit sehr spezifischen Produkten Erfolge feierten. Besonderes Interesse fanden die englischen Sportwagenhersteller....Weiterlesen

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Es galt in Europa und in den USA als schick, einen Roadster oder gar einen "richtigen" Sportwagen zu fahren. Von diesem Trend profitierten zahlreiche Hersteller, auch wenn die Konkurrenz hart war. Wer jedoch mit neuen und aufregenden Konzepten in den Wettbewerb ging, der fand seine Kunden und seine Fans. So wie die Reliant Motor Company aus Tamworth in der Nähe von Birmingham. Ihnen gelang es, mit einem neuen Fahrzeugkonzept Kunden zu gewinnen, darunter an herausragender Position die Royals. Die Verschmelzung von Coupé und Kombi deutete sich schon bei anderen Herstellern an, wirklich konsequent umgesetzt wurde es mit dem Reliant Scimitar. Der "Krummsäbel" - das ist die englische Bedeutung von Scimitar - vereinigte nicht nur zwei bislang eigenständige Fahrzeugkonzepte, er wies auch den Weg in neue Fertigungsverfahren und neue Materialien im Fahrzeugbau.

Sechszylinder, Automatikgetriebe und Kunststoff

Über die Jahre entwickelte Reliant verschiedene Versionen des Reliant Scimitars mit Motoren von 2,5 bis 3 Litern Hubraum und Leistungen zwischen 88 bis 94 kW. Experimentiert wurde auch mit unterschiedlichen Radständen und Spurweiten, dem Einbau von Automatik-Getrieben oder der Verwendung damals neuer und "moderner" Werkstoffe wie Kunststoffen im Karosseriebau. Als wegweisend galt das Design, die Verbindung von Kombi und Coupé. Die Idee des "Kombicoupés" findet sich auch in aktuellen Fahrzeugen wie zum Beispiel beim aktuellen Scirocco III von Volkswagen. Die unterschiedlichen Versionen des Reliant Scimitars GT verkauften sich besonders in England sehr gut. Sicher ist, dass Kronprinzessin Anne nicht weniger als sieben Reliant Scimitar GT besaß, der Prinzgemahl Prinz Phillip bevorzugte die Prototypen des Scimitars. Die royale Aufmerksamkeit war gut für das Geschäft, wenn auch die Qualität und Verlässlichkeit des Krummsäbels bei den Kunden nachhaltig Anlass zur Kritik gaben.

Das Ende kommt mit der vierten Generation

Eine Vielzahl von Veränderungen galt der Anpassung der Fahrleistungen an die gesteigerten Kundenansprüche. Denen konnte der Hersteller Reliant immer weniger entsprechen und so begannen einige Kunden, ihren Reliant Scimitar nach eigenen Vorstellungen umzurüsten. Die Entfremdung zwischen dem Hersteller und seinen Kunden führte dazu, dass immer weniger Scimitar verkauft wurden. So kam das Ende für Reliant 1986. Im Folgejahr erwarb die Middlebridge Scimitar LTD aus Nottingham die Fertigungsrechte, ging aber schon 1990 in Konkurs. Daraufhin kaufte das Unternehmen Graham Walter LTD die Fertigungsrechte und baut bis heute den Scimitar in Einzelfertigung auf Wunsch. Insgesamt entstanden rund 15.000 Reliant Scimitar in den unterschiedlichsten Versionen.