Gebrauchte Caterham Super 7 bei AutoScout24 finden

Caterham Super 7

Caterham super 7

Die Roadster von Lotus begründen die Tradition der Super 7 von Caterham

Als der britische Kleinserienhersteller Lotus in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre einen ohne Türen, Verdeck und sonstige Komfortausstattung konzipierten Ultraleicht-Roadster auf den Markt brachte, war das mehr als nur eine spleenige Idee von Firmengründer Colin Chapman. Der ehemalige Rennfahrer wusste vielmehr, worauf es den Fans puristischer offener Zweisitzer ankam: Kompakte Abmessungen für gutes Handling sowie auf das Wesentliche reduzierte Anbauteile und kleine Motoren für möglichst große Gewichtsvorteile...Weiterlesen

Finden Sie jetzt Ihr Wunschauto.

Aus über 2,4 Mio. Fahrzeugen im europaweit größten Online-Automarkt.

 Der als Lotus 7 oder Seven vermarktete Roadster war nach genau diesen Vorstellungen entwickelt worden. So konnte er auf der Straße und Rennstrecke zum Einsatz kommen, und dass Lotus seine Seven-Roadster meist als Bausatz zum Selbstbau auslieferte, störte die Fangemeinde von Chapman nicht im Geringsten. Hinter der Fertigungsstrategie der Kit Cars standen eher steuerliche Gründe. Doch wer in den 50er Jahren einen Lotus Seven fuhr, der war meist ohnehin ein Schrauber, der im Zusammenbau eine Herausforderung sah und bei dieser Gelegenheit gleich noch ein paar individuelle Änderungen vornehmen konnte.

Caterham gehört zu den größten Herstellern von Lizenzbauten des Super 7 von Lotus

Der Lotus mit der Ziffer 7, die Ende der 1960er Jahre dann auch den Kühlergrill der Roadster zierte, besetzte zwar nur eine Nische, diese jedoch beharrlich. Nachdem Lotus in den 70er Jahren die Lizenz für den Bau des 2-Sitzers verkauft hatte, wurde der Super 7 gewissermaßen zum Prototypen eines Nachbaumodells, das mit unterschiedlicher technischer Ausstattung in den Werkstätten zahlreicher Kleinhersteller in vielen Ländern der Welt zusammengebaut wurde. Zu den bekanntesten und größten Produzenten der Super 7 Lizenzbauten gehörte das britische Unternehmen Caterham, das im Laufe der Zeit unterschiedliche Leistungsvarianten des Super Seven auf den Markt brachte.

Mit dem Super 7 versteht sich Caterham als Bewahrer der Lotus-Tradition

Ein zigarrenförmiger, gestreckter Frontaufbau, separat von der Karosserie montierte Kotflügel und Rundscheinwerfer, weit hinten platzierte Sitze, seitlich montierter Auspuff und ein kofferartiger Heckabschluss, das waren bereits zu Lotus-Zeiten die Erkennungsmerkmale der Seven-Roadster. Und an dieser Grundkonzeption änderten weder die meisten Kleinproduzenten noch Caterham etwas. Kein Wunder, verstand sich Caterham doch als ehemaliger Lotus-Vertragshändler und mit seiner ursprünglichen Firmenbezeichnung Seven Cars als oberster Hüter der Roadster-Tradition von Lotus. Zumal die Caterham-Versionen keine bloßen Nachbauten waren, sondern als offizielle Nachfolger der Roadster-Baureihe von Lotus galten.

Caterham nutzt für die Super Seven die dritte Generation der Lotus 7 Roadster

Die Basis für die Caterham-Versionen des Zweisitzers lieferte in der Regel die dritte Generation des Chapman-Roadsters, deren Modelle Lotus im Jahr 1968 für kurze Zeit selbst auf den Markt gebracht hatte, bevor ein optisch veränderter Nachfolger in der Produktion nachrückte. Nachdem Caterham die Lizenz für den Bau des Seven erworben hatte, produzierten die Briten zunächst Modelle der vierten Generation, bevor sie im Jahr 1974 zu den Konstruktionsplänen der 60er-Jahre-Vorgänger zurückkehrten. Der Hintergrund: Aufgrund ihres Designs waren diese weitaus näher an den Originalen, die Lotus im Jahr 1957 erstmals produziert hatte. Technisch jedoch entwickelte Caterham die Roadster im Gewand der Ur-Modelle in vielen Punkten weiter.

Trotz technischer Veränderungen bleibt der Super 7 bei Caterham ein Leichtgewicht

So brachte Caterham nach der Wende zum neuen Jahrtausend einen Super 7 mit einem um gut zehn Zentimeter verbreiterten Fahrgestell auf den Markt, mit dem das Passagierabteil vergrößert werden konnte. Darüber hinaus führte Caterham mit Veränderungen etwa bei Dämpfungssystem und Achskonstruktion Modernisierungen für mehr Komfort und besseres Handling ein. Um den strengeren Sicherheitsanforderungen zu genügen, musste im Laufe der Produktionszeit des Super 7 zudem das Chassis in seiner Verwindungssteifigkeit gestärkt werden. Einige diese Maßnahmen gingen zu Lasten des Gewichts. Dennoch blieb der Super 7 aus der Caterham-Produktion weiter ein ausgesprochenes Leichtgewicht: Je nach Ausstattung und Baujahr brachten die Roadster zwischen rund 500 und 560 Kilogramm auf die Waage und sorgten mit diesen Werten dafür, dass die Lotus-Tradition auch in dieser Hinsicht gewahrt wurde. Zusätzlich brachte Caterham in den 1990er Jahren eine im Gewicht reduzierte Modellreihe unter dem Namen Superlight in den Handel.

Als Gebrauchter ist der Super 7 von Caterham in vielen Motorausstattungen zu finden

Auf dem Markt für Gebrauchtwagen tauchten die Super 7 Roadster der unterschiedlichen Jahrgänge mit verschiedenen Motorisierungen auf. Der Grund: Die Briten nutzten wie zuvor Lotus zuerst von Ford zugelieferte Vierzylinder, die dann zu Beginn der 1980er Jahre durch Triebwerke des englischen Motorenbauers Crosworth ersetzt wurden. Weitere Ausstatter für die Motorisierung des Super 7 waren General Motors und Rover sowie Honda oder Suzuki, die Antriebe ihrer Motorradbaureihen als Ausstattung für die Caterham Roadster der Serie Super 7 lieferten.

Die aktuelleren Seven Roadster des Produzenten Caterham

In den neueren Baujahren bot Caterham mit dem Seven 160 eine Basisversion seines Roadsters an, die mit einem 0,6 Liter Suzuki-Motor ausgestattet war. Im Modell Seven 270 verbauten die Briten ein 1,6 Liter Aggregat von Ford. Vom selben Zulieferer stammte die 1,9 Liter Motorisierung des Caterham Seven 360, der als Seven 420 und 620R zudem in leistungsgesteigerten Ausführungen im Programm stand.