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Borgward BX5

Borgward BX5

Deutsche Tradition als chinesischer Kompakt-SUV

In den 1960er Jahren verschwand die deutsche Automarke Borgward aufgrund finanzieller Schwierigkeiten vom Markt. Seit 2005 will Christian Borgward die Marke wiederbeleben und ist dafür eine Kooperation mit der chinesischen Beiqi Foton Motor Company eingegangen. Im ersten Schritt fokussierten sich die Partner auf ein wachstumsstarkes Segment, das früher jedoch nie zum Borgward-Portfolio gehörte: die SUVs. 2015 präsentieren sie den Borgward BX7 und ein Jahr später den Kompakt-SUV Borgward BX5. Weiterlesen

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Borgward-SUVs von China für China

Auf der IAA 2015 in Frankfurt stellte die deutsch-chinesische Kooperation ihr erstes Modell vor: den Borgward BX7. Auf dem Genfer Auto-Salon 2016 legte die Traditionsmarke gleich mit dem kleineren BX5 und dem Konzeptfahrzeug Borg-ward BX6 TS als Crossover zwischen SUV und Coupé nach. Bisher werden die Borgwards in ihrem Heimatland China produziert und sind auch hier hauptsächlich anzutreffen. Bis 2019 konnten 110.000 Fahrzeuge in 20 Länder verkauft werden, hauptsächlich in Südostasien, Südamerika und im Mittleren Osten. In Deutschland gab es bisher nur eine limitierte Version des BX7 als Benziner zu ergattern.

Geländewagen mit Premium-Anspruch

Der Borgward BX5 basiert so wie der Huansu S5 auf dem Senova X55, der ebenfalls aus China stammt. Das Frontdesign hat er sich vom großen Bruder BX7 abgeschaut, wobei alle drei BX-Modelle bereits den German Design Award gewonnen haben. Der Kühlergrill weckt Erinnerungen an den früheren Borgward P100. Mit 4,48 Meter Länge ist der Kompakt-SUV BX5 jedoch gut 20 Zentimeter kürzer als der BX7. Bei beiden Geländewagen muss man zunächst keine Angst vor chinesi-scher Billig-Qualität haben, denn die SUVs gehen mit einem Premium-Anspruch auf den Markt. Ein aufwändiges Fahr-werk mit Mehrlenker-Hinterachse, eine Vielzahl an hilfreichen Assistenzsystemen und ein modernes Infotainment-System mit Apple CarPlay bietet der Konkurrenz die Stirn.

Umkämpfter Markt bei den Kompakt-SUVs

So ein selbstbewusster Auftritt ist auch notwendig, denn der SUV-Bereich verzeichnet in Deutschland seit Jahren ein star-kes Wachstum – aber auch starke Konkurrenten. Der unangefochtene Platzhirsch ist der VW Tiguan , der sich an die Spitze der meistverkauften Kompakt-SUVs gesetzt hat. Doch die Mitstreiter sind ihm knapp auf den Fer-sen und inzwischen hat jede größere Automarke einen Vertreter in diesem Segment:

  • Opel Mokka X
  • [Renault Captur](/renault/renault-captur/)
  • [Nissan Qashqai](/nissan/nissan-qashqai/)
  • [Audi Q2](/audi/audi-q2/)
  • [Ford Kuga](/ford/ford-kuga/)
  • [Hyundai Tucson](/hyundai/hyundai-tucson/)
  • [Mazda CX-3](/mazda/mazda-cx-3/)
  • [BMW X1](/bmw/bmw-x-reihe/bmw-x1/)
  • [Peugeot 2008](/peugeot/peugeot-2008/)

Eine deutsche Traditionsmarke in chinesischer Hand

Obwohl die Marke ursprünglich aus Deutschland stammt, hat der chinesische Hersteller gar nicht in erster Linie den deutschen Markt im Fokus. Stattdessen soll der Kompakt-SUV zunächst in China, Indien sowie dem Nahen und dem Mittleren Osten verbreitet werden, wo die Marke Borgward noch gar nicht vertreten ist. Somit wird das Emblem auf deutschen Straßen erst einmal weiterhin eine Seltenheit bleiben. Zwischen 1939 und 1963 stellte das deutsche Unternehmen in Bremen Personen- und Lastkraftwagen her und war damit einer der größten Ar-beitgeber der Stadt. 1963 musste das Unternehmen Konkurs anmelden und verschwand vom Markt. Seit 2005 möchte Christian Borgward die Marke zurückbringen, gründete 2008 die Borgward AG und verkaufte 2014 die Markenrechte an die chinesische Beiqi Foton Motor Company. Ende 2018 verkaufte das Unternehmen seine 67 Prozent Anteil an das chinesische Start-up Ucar weiter. Der neue Schirmherr wird auch darüber entscheiden, wann der Verkauf der Borg-wards auf dem deutschen Markt startet und ob dafür der traditionelle Standort in Bremen wiederhergestellt wird. Aktu-ell sitzt die europäische Unternehmenszentrale von Borgward in Stuttgart.

150 bis 224 PS mit drei Benzinmotoren

Die Otto- und Dieselmotoren für die neuen Borgward-SUVs entwickelte Christian Borgward seit 2010 zusammen mit dem Ingenieurdienstleister FEV GmbH in Aachen. Langfristig soll in Aachen ein Institut zur Motorenforschung entstehen, um die Partnerschaft zu vertiefen. Herausgekommen ist zum Marktstart des BX5 in China ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit Direkteinspritzung, Vorderradantrieb, 6-Gang-Automatikgetriebe und 190 PS. Optional ist auch der Allradantrieb verfügbar. Ein halbes Jahr später erweiterte Borgward die Motorenpalette mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 150 PS nach unten und einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 224 PS nach oben. Der große Motor ist schon aus dem Borgward BX7 bekannt und nur mit Allradantrieb verfügbar. Das kleine Modell hat wie-derum nur Vorderradantrieb, dafür kann man hier zwischen manuellem und automatischem 6-Gang-Getriebe wählen.

In Deutschland nur mit Elektromotor

Für die deutsche Markteinführung ist der BX5 mit einem Elektromotor geplant, ggf. auch mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der Elektroantrieb soll den Kompakt-SUV 250 Kilometer weit tragen. In der Hybrid-Variante arbeitet ein 1,4-Lite-Vierzylinder-Motor mit 143 PS, unterstützt von einem 115 PS starken Elektromotor, der alleine eine Reichweite von 55 Kilometern schafft. Der Antrieb erfolgt über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe und 19-Zoll-Räder. Natürlich ist eine Bremsenergie-Rückgewinnung an Bord und insgesamt sollen acht verschiedene Plug-in-Hybrid-Betriebsmodi zur Verfügung stehen.

Per Knopfdruck Direktverbindung zu „Isabella“

Dank zahlreicher Sicherheits- und Assistenzsysteme ist der Borgward BX5 auf dem neusten Stand der Technik. Stabile Fahrgastzellen, Seitenairbags, Notbremsassistenten, Abstandsmesser, 360-Grad-Rundumsicht über das Display und Fußgängerschutz bis 70 km/h Geschwindigkeit fasst Borgward im Insassenschutz-Konzept „Protect“ zusammen. Dazu kommen die vielseitigen Möglichkeiten im Infotainment-Bereich, die hier unter dem Stichwort „Multiple Interaction“ laufen. Dazu gehören ein integrierter WLAN-Hotspot mit bequemer Einwahlmöglichkeit für verschiedene Betriebssyste-me sowie eine Servicetaste im Dach, über die der Fahrer den Serviceagenten „Isabella“ aktivieren kann. Der Name ist eine Anspielung auf den Mittelklasse-Wagen Borgward Isabella, der von 1954 bis 1961 als erfolgreichstes Modell der Borgward-Gruppe produziert wurde. Der Concierge-Service organisiert Hotelzimmer, zeigt die Route zum nächsten freien Parkplatz an oder stellt im Notfall die Verbindung zu einer geschulten Servicekraft her.

Fazit

Unter den ganzen Konkurrenten erfindet der BX5 den Kompakt-SUV wahrscheinlich nicht neu. Trotzdem bringt ein ge-brauchter Borgward X5 mit Premium-Anspruch frischen Wind ins Segment und verbindet den deutschen Qualitätsan-spruch mit einem günstigen Preis dank chinesischer Fertigung. Mit der modernen Ausstattung und dem hohen Komfort im Innenraum ist der Kompakt-SUV sowohl für den Alltag als auch für lange, bequeme Reisen geeignet und damit durch-aus eine Alternative zum VW Tiguan und Co. – vor allem für Einsteiger ins SUV-Segment, die sich noch nicht an den gro-ßen Borgward BX7 herantrauen. Mit den neuen elektrischen Antriebskonzepten könnte Borgward in Zukunft zu den Pionieren im SUV-Segment gehören.