Als der Ingolstädter Autohersteller Audi seine Produktpalette mit dem Audi A3 Mitte der 1990er Jahre nach unten erweiterte, nahmen die Bayern bald nach dem Start der neuen Baureihe auch leistungsstarke Modelle mit Turboaggregaten sowie mit der technisch aufwändigeren Allradausstattung quattro in ihr Programm auf. Für die sportlich positionierten 3-Türer der Reihe entwickelten die Ingenieure in der Tradition der Audi Sportmodelle darüber hinaus eine technisch und optisch modifizierte Allradversion, die in der intern 8L genannten Bauphase des Audi A3 ab dem Jahr 1999 unter dem Namen Audi S3 8L auf den Märkten eingeführt wurde. Der Audi S3 der Modellgeneration 8L lief in Ingolstadt bis ins Jahr 2003 vom Band und stellte in diesem Zeitraum als am stärksten motorisiertes Modell das Flaggschiff in der Kompaktklasse von Audi dar.
Wie bei den Sportmodellen der größeren Baureihen des Herstellers üblich, fuhren auch die Spitzenversionen der Audi-Kompaktklasse mit einer optisch angepassten Karosserie vor. Zur Ausstattung des Audi S3 8L gehörten etwa sportliche Anbauelemente wie ein dynamisch gewölbter Stoßfänger mit integrierter Frontschürze, in der sich die Lüftungsöffnung in einem Band fast über die gesamte Breite des Fahrzeugs zog. Diese Form griffen die Konstrukteure auch bei der Gestaltung der Heckpartie wieder auf, deren Dachabschluss durch einen Kantenspoiler sportlich aufgewertet wurde. Darüber hinaus erhielt der S3 8L serienmäßig in Wagenfarbe lackierte Türgriffe sowie blanke Seitenspiegel aus Aluminium. Den Innenraum des S3 8L stattete der Hersteller mit zweifarbig bezogenen Sportsitzen aus.
Als Motorisierung kam im Audi S3 8L ein Vierzylinderaggregat der 1,8 Liter Hubraumklasse zum Einsatz, das den Sportmodellen eine Leistung von zunächst maximal 154 kW (210 PS) zur Verfügung stellen konnte. In den letzten beiden Baujahren erhielt der S3 8L ein nochmals leistungsgesteigertes Turbotriebwerk mit bis zu 165 kW (225 PS). Mit dieser Motorausstattung legte der Audi S3 8L die Standardspurtstrecke in der Zeit von 6,6 Sekunden zurück. Die Höchstgeschwindigkeit des Sportmodells gab der Hersteller mit fast 245 Stundenkilometern an.
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