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Audi e-tron GT

Stärken
  • Sportliche Fahrleistungen
  • Sehr gutes (optionales) Luftfahrwerk
  • Hochwertiger Innenraum
  • Durchdachte Bedienung
Schwächen
  • Teuer in der Anschaffung
  • Kleiner Kofferraum
  • Fond mit erschwertem Einstieg

Der Tesla-Jäger von Audi

Audi ist, wie viele seiner Mitbewerber, zunächst mit einem SUV in die neue elektrische Antriebswelt gestartet. Anfang 2021 reichten die Ingolstädter dann ihre erste Batterie-Limousine nach. Der Audi e-tron GT quattro basiert weitestgehend auf dem Porsche Taycan und teilt sich mit ihm auch den 800-Volt-Technikbaukasten „J1“. Für wen sich der mindestens 99.800 Euro teure e-tron GT lohnt, zeigt unsere Übersicht. Weiterlesen

Alternative Modelle

Audi e-tron GT startet ab 99.800 Euro

Der knapp fünf Meter lange Audi e-tron GT wird zum Marktstart Anfang 2021 in zwei verschiedenen Varianten, aber mit nur einer Batteriegröße von 93,4 kWh angeboten. Die Basis-Version „quattro“ (ab. 99.800 Euro) verfügt über einen Dualmotor-Allradantrieb mit einer Dauerleistung von 350 kW/476 PS, wobei die Reichweite seitens Audi mit 452 bis 487 Kilometer angegeben wird. Das vorläufige Top-Modell lautet auf den Namen Audi RS e-tron GT (ab 138.200 Euro), besitzt eine dauerhafte Allrad-Systemleistung 440 kW/598 PS und soll 433 bis 472 Kilometer weit kommen.

Alle Varianten, Reichweiten und Preise des Audi e-tron GT im Überblick:

  • Audi e-tron GT quattro | 350 kW/476 PS | 452-487 km Reichweite | ab 99.800 Euro*
  • Audi RS e-tron GT | 440 kW/598 PS | 433-472 km Reichweite | ab 138.200 Euro*

*Herstellerangaben

So weit kommt der Audi e-tron GT im Alltag

Der Audi e-tron GT quattro verfügt über eine brutto 93,4 kWh große Lithium-Ionen-Batterie, wovon 83,7 kWh wirklich für aufladbaren Fahrstrom genutzt werden können. Das im Fahrzeugboden integrierte Akkupack ist identisch mit jenem, welches auch im Porsche Taycan (mit Performance Batterie Plus) zum Einsatz kommt. Mit diesem sollen laut Audi Reichweiten von 452 bis 487 Kilometer überbrückt werden können, wobei die im Alltag erzielbaren Reichweiten vom persönlichen Fahrstil und äußeren Gegebenheiten abhängig sind.

In zwei AutoScout24 Tests konnten wir mit dem e-tron GT alltagsnahe Reichweiten von 360 bis 400 Kilometer ermitteln, die Verbrauchswerte lagen zwischen 19,9 und 30 kWh auf 100 Kilometer – jeweils abhängig vom individuellen Fahrverhalten. Damit ist der Audi auch hier vergleichbar mit dem Porsche Taycan, die sich allerdings beide dem Tesla Model S geschlagenen geben müssen. So soll der Amerikaner laut Herstellerangaben bis zu 652 Kilometer weit kommen. Unseren Fahrbericht zum Erstkontakt mit dem Audi e-tron GT quattro findest du hier.

So schnell kann der Audi e-tron GT laden

Dank starker 800-Volt-Technik verfügt der in Neckarsulm gebaute e-tron GT über eine theoretische Ladeleistung von 270 kW am DC-Schnelllader (Gleichstrom), was einen Ladevorgang von fünf auf 80 Prozent in knapp 23 Minuten ermöglichen soll. Neben dem Audi kann nur noch der Porsche Taycan so schnell geladen werden. Die ebenfalls mit 800-Volt-Technik ausgerüsteten Modelle Hyundai Ioniq 5 und Kia EV6 erreichen maximal 220 kW.

https://www.autoscout24.at/assets/auto/images/model/audi/audi-etron-gt/Audi-e-tron-GT-Ionity.jpg “Ionity-Ladestation”

Steht dagegen nur eine einfache Wechselstromsäule (AC) zum Aufladen bereit, fließen im Normalfall lediglich 11 kW pro Stunde in die Batterie. Die Verdopplung der AC-Ladeleistung auf 22 kW ist seitens Audi nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und ist unter anderem abhängig von der gewählten Ladesäule. Der CCS-Anschluss des Audis befindet sich derweil auf der rechten Seite im vorderen Kotflügel, ein weitere Typ-2-Anschlussmöglichkeit befindet sich auf der gegenüberliegenden Fahrzeugseite.

Serienmäßig mit verbrauchssenkender Wärmepumpe

Um auch im energieintensiven Winterbetrieb den Stromverbrauch so niedrig wie möglich zu halten, ist der Audi e-tron GT serienmäßig mit einer Wärmepumpe ausgerüstet. Mit ihr wird die Abwärme bestimmter Fahrzeugkomponenten effizient genutzt, um den Innenraum auf die gewählte Temperatur zu erwärmen. Dadurch ist im Fahrbetrieb mit einem niedrigeren Stromverbrauch zu rechnen.

Audi e-tron GT mit sportlichen Fahrleistungen

Im Gegensatz zu vielen anderen Elektroautos will die elektrische Audi Limousine Vernunft mit Fahrspaß verbinden. Das verdeutlicht auch der sogenannte Boost-Mode, der allen e-tron GT Modellen kurzzeitig zusätzliche Leistung zur Verfügung stellt. Der Audi e-tron GT kommt so auf eine Maximalleistung von 390 kW/530 PS und der Audi RS e-tron GT sogar auf einen Boost-Peak von 475 kW/646 PS. Anders als die meisten E-Autos, setzt der Ingolstädter zudem auf ein 2-Gang-Getriebe an der Hinterachse, das als Mittler zwischen niedrigen und hohen Geschwindigkeiten dient.

Aber nicht nur die schiere Antriebsleistung soll ein sportliches Fahrvergnügen vermitteln. Auch das in der Härte verstellbare Serienfahrwerk, das optional durch ein adaptiv geregeltes Luftfahrwerk ersetzt werden kann, trägt spürbar zum dynamischen Anspruch des Gran Tourers bei. Der aus zwei permanenterregten Synchronmaschinen bestehende elektrisch Allradantrieb ist dahingehend heckbetont ausgelegt, eine optionale und vollvariable Hinterachsdifferenzialsperre soll überdies für gesteigerte Kurvenperformance sorgen. Die ebenfalls gegen Aufpreis erhältliche Allradlenkung des Audi e-tron GT ermöglicht dagegen nicht nur das platzsparende Rangieren im Stadtbetrieb, sondern erhöht bei Hochgeschwindigkeitsfahrten aktiv die Fahrstabilität.

So ausgerüstet steht dem Erreichen der Werksangaben nichts mehr im Wege. So sprintet der Audi e-tron GT quattro in 4,1 bis 4,5 Sekunden von null auf Tempo 100; der RS e-tron GT erledigt jene Paradedisziplin bereits in 3,3 bis 3,6 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist beim Basis-Modell bei 245 km/h und beim sportlicheren RS bei 250 km/h erreicht.

Kleiner Kofferraum, aber ein Frunk für die Kabel

Anders als von vielen erwartet, öffnet beim Audi e-tron GT nicht die gesamte Heckpartie. Nur eine kleine Luke gibt den Blick auf den Kofferraum frei, der lediglich über ein Stauvolumen von 405 Liter verfügt. Dafür können Kabel oder kleinere Gepäckgegenstände im 85 Liter großen „Frunk“ im Vorderwagen verstaut werden.

Im Vergleich mit einem gleichlangen Audi A7 hat der e-tron GT hier das Nachsehen. Sein Verbrenner-Kollege schluckt bereits 535 Liter Gepäck mit aufgestellter Rücksitzbank. Durch die insgesamt größere und weiter zu öffnende Heckklappe gelingt das Be- und Entladen zudem einfacher. Noch besser erledigt Ladeaufgaben das Tesla Model S, das sowohl über eine große Kofferraumöffnung als auch über 745 Liter Stauvolumen verfügt.

https://www.autoscout24.at/assets/auto/images/model/audi/audi-etron-gt/Audi-e-tron-GT-Rearseats.jpg “Audi e-tron GT Rücksitze”

Lederfreier Innenraum mit „Foot Garage“

Audi-typisch hochwertig präsentiert sich der Innenraum des Audi e-tron GT. Fahrer und Beifahrer sitzen tief eingebaut in gut konturierten Sportsitzen, die sich nurmehr optional mit Echtleder beziehen lassen. Wer den gesamten Innenraum weitestgehend frei von tierischen Produkten haben will, wählt Stoffbezüge, zum Großteil aus recycelten PET-Flaschen hergestellt und das optionale Alcantara-Sportlenkrad.

Bedingt durch die Bauart als coupéhafte Limousine müssen beim Ein- und Ausstieg in die zweite Sitzreihe gewisse Komforteinbußen in Kauf genommen werden. Doch selbst Großgewachsene finden im Fond ihren Platz, wobei die Füße platzsparend unter den Vordersitzen in der sogenannten „Foot Garage“ platziert werden.

Audi-Innenraum weiterhin mit echten Schaltern

Anders als viele Mitbewerber verzichtet Audi auf eine weitestgehend knopf- und schalterlose Bedienung. Taster für die Klimasteuerung erleichtern die tägliche Handhabung ebenso wie echte Druckknöpfe am Lenkrad. Als Informationszentrale dienen zum einen das 12,3 Zoll große Audi virtual cockpit und zum anderen das MMI Navigation plus touch System im Durchmesser von 10,1 Zoll. Das optionale Head-up Display spielt fahrzeugrelevante Informationen zudem in den aktiven Sichtbereich des Fahrers ein.

https://www.autoscout24.at/assets/auto/images/model/audi/audi-etron-gt/Audi-e-tron-GT-Tacho.jpg “Audi e-tron GT Tacho”

Wer lieber die von seinem Smartphone bekannten Bediensysteme nutzt, kann darüber hinaus Android Auto und Apple CarPlay nutzen – ab iOS 9 können iPhones darüber hinaus kabellos mit dem e-tron GT verbunden werden. Zum Laden stehen derweil USB-C-Anschlüsse sowie serienmäßig eine induktive Ladeschale bereit.

Die (teils optionalen) Ausstattungs-Highlights des Audi e-tron GT im Überblick:

  • 10,1 Zoll MMI Navigation touch
  • Kabellose iPhone Verbindung
  • Head-up Display
  • Komfortzugang (Keyless-Go)
  • Bang & Olufsen Premium Sound System
  • Lederfreie Sportsitze
  • Adaptive air suspension
  • Allradlenkung
  • Ambiente-Lichtpaket plus
  • Assistenzpaket plus

Hohes Sicherheitsniveau, bislang kein NCAP-Crashtest

Neben zahlreichen Airbags, inklusive Seitenairbags vorne und hinten sowie Knieairbags, verfügt der e-tron GT nur über ISOFIX-Halteösen auf den äußeren Rücksitzen. Die Einparkhilfe plus ist Serie, optional gibt es eine Rückfahrkamera, weitere Umgebungskameras und sogar ein Nachtsichtsystem. Der Spurverlassenswarner, ein Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer sowie ein Notbremsassistent sind Serie. Audi bündelt weitere Assistenzsysteme in Form von Ausstattungspaketen wobei das allumfassendste Angebot unter dem Assistenzpaket plus zusammengefasst ist. Dann ist auch das assistierte Fahren inklusive Spur- und Abstandhaltesystem bis 250 km/h enthalten. Eine NCAP-Crashtest-Wertung liegt für den e-tron GT nicht vor, der nahezu baugleiche Porsche Taycan erreichte 2019 hingegen volle fünf Sterne.

Die Mitbewerber des Audi e-tron GT

Basierend auf der in Zusammenarbeit zwischen Audi und Porsche entstandenen J1-Plattform sind bislang zwei verschiedene Automodelle erschienen. Der Porsche Taycan ist dabei das legitime Schwestermodell des Audi e-tron GT, wobei nachfolgende Modelle wahrscheinlich auf der, weiterentwickelten PPE-Plattform (Premium Platform Electric) von VW aufbauen werden. Auch das Segment elektrisch betriebener Limousinen steigt stetig und so muss sich der Audi e-tron GT mit folgenden Mitbewerbern messen:

  • Porsche Taycan | Preise ab 85.543 Euro | bis zu 464 km Reichweite*
  • Tesla Model S | Preise ab 96.990 Euro | bis zu 652 km Reichweite*
  • BMW i4 M50 | Preise ab 69.900 Euro | bis zu 521 km Reichweite*
  • Mercedes-Benz EQS | Preise ab 135.529 Euro | bis zu 780 km Reichweite*

*Herstellerangaben

Das sagt die AutoScout24 Test-Redaktion

von Maximilian Planker

Der Audi e-tron GT ist ein Elektroauto nah an der Perfektion. Die Beschleunigungswerte sind auch als Nicht-RS über jeden Zweifel erhaben. Veritable Reise-Reichweiten sind dank der üppig dimensionierten Batterie und dem effizienten Stromverbrauch kein großes Problem. Die Verarbeitungsqualität ist gut, die Bedienung und Handhabung unkompliziert. Wer einen Elektro-Sportwagen mit vier Türen sucht, dürfte am e-tron GT damit kaum vorbei kommen - es sei denn, er mag den Porsche Taycan doch lieber. Da kommt’s dann wohl doch auf den ganz persönlichen Schlüsselmoment an. Hier findest du den vollständigen Testbericht zum Audi e-tron GT quattro.