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Toyota Supra

Ein „günstiger“ Sportwagen mit Kultstatus

Über 200 Toyota Supra rollen in Deutschland noch über die Straßen. Nach Produktionsende im Jahr 2002 ist die Zahl stetig gesunken, aber in den letzten Jahren stabil. Denn ein gebrauchter Toyota Supra aus Japan ist in Deutschland nicht nur ein recht seltenes Liebhaberstück, sondern auch eine günstige Alternative zu den hochklassigen Sportwagen von Porsche und Ferrari. So wurde der leistungsstarke Supra von Anfang an auf dem Markt platziert. Der neue GR Supra setzt diese Tradition fort. Weiterlesen

Das Spitzenmodell des Toyota Celica

Die Anfänge des Toyota Supra reichen bis ins Jahr 1970 zurück, als der Toyota Celica seine Markteinführung hatte. Der Sportwagen wurde ursprünglich als Untermodell der Celica-Reihe entwickelt und 1979 kam die 1. Generation unter dem Namen „Celica XX Supra“ heraus. Der Zusatz „Supra“ bedeutet so viel wie „übergeordnet“, was das Supra-Modell mit wahlweise 125 und 140 PS an der Spitze der Celica-Modelle positionierte. Dies war der Anfang des Sportwagens, auf den drei weitere Generationen folgten, bis er 2002 eingestellt wurde. Ein Jahr zuvor erlangte er noch einmal große Popularität, als er im Actionfilm „The Fast and the Furious“ beim finalen Rennen gegen den Dodge Charger von Dominic Toretto (Vin Diesel) antrat. Bereits 1996 stoppte der Verkauf in Deutschland, 1999 der Verkauf weltweit. Auch die 2. Generation lief noch unter dem Namen „Celica Supra“ vom Band. Durch den internationalen Erfolg fiel bei Toyota 1986 dann die Entscheidung, den Toyota Supra als eigenständige Baureihe zu vermarkten. Ab diesem Zeitpunkt war er unabhängig vom Celica Coupé.

Eine günstige Alternative zu Porsche, Ferrari & Co.

Ein markanter Sportwagen aus dem Hause Toyota ist keine Überraschung. Der 1937 gegründete Hersteller hat schon immer verschiedene Bauarten im Repertoire – von kompakten Familienwagen über kräftige Allrad-SUVs bis hin zu leistungsstarken Sportwagen wie dem Toyota Supra. Schon in den 80er Jahren positionierte sich der Supra als preiswerte Alternative zu Edelsportwagen wie dem Porsche 944 und setzte in Sachen Motorisierung neue Maßstäbe. In den 90er Jahren stand er mit dem Porsche 911 Carrera, dem Ferrari 348 GTB und der Chrysler Viper RT/10 auf einer Stufe. Zur Markteinführung der 4. Generation kostete der Toyota Supra MKIV mit 110.000 DM nur knapp die Hälfte eines vergleichbaren Ferraris – damit ging der Plan von Toyota auf. Im Vergleich mit der Konkurrenz kann der Supra vor allem in den Bereichen Bremsleistung (35,7 m Bremsweg bei 100 km/h), Kreisgeschwindigkeit und Elastizitätswerten punkten. Bei der Beschleunigung auf 100 km/h macht sich das Mehrgewicht des Supra bemerkbar. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit muss er zurückstecken, diese ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt. Auffällig ist zudem die etwas gewöhnungsbedürftige Optik der 4. Generation. Der gigantische Heckflügel, die aufgesetzte Hutze auf der Motorhaube und diverse Lufteinlässe stechen sofort ins Auge und unterscheiden den Sportwagen deutlich von der Eleganz eines Porsche oder Ferrari. Jedoch ermöglicht das funktionale Design überhaupt erst, dass der Toyota in dieser Liga der Spitzen-Sportwagen mitfahren kann.

In Deutschland nur mit Targadach & Turbomotor

Die 1. Version des Toyota Supra wurde ab 1978 als Celica XX Supra zunächst nur für Japan gebaut, später auch für die USA. Im Vergleich zum normalen Toyota Celica hat der Wagen einen verlängerten Radstand, eine umfangreichere Ausstattung und Leichtmetall-Zylinderköpfe im Motor – mit zwei obenliegenden Nockenwellen und einer Saugrohreinspritzung. 1981 ging der Celica Supra MA60/61 schon in der 2. Supra-Generation an den Start. Auch hier ist noch der Toyota Celica Liftback erkennbar, doch der Antrieb lief mit dem 2,8-Liter-Sechszylinder-Motor 5M-GE bereits komplett eigenständig. Auch an der breiteren B-Säule und der angepassten Front erkennt man den Unterschied. 1986 war der Toyota Supra MA70/MA71 mit der 3. Generation dann endlich unabhängig vom Celica. Die Trennung wurde auch durch ein komplett neues Design und den Antrieb verdeutlicht: der Toyota Supra wurde weiter von den Hinterrädern angetrieben, während der Toyota Celica 1986 auf Frontantrieb umstellte. 1988 kam die 1. Überarbeitung an Front und Heck, zeitglich wurde der Saugmotor aus der Palette gestrichen. 1991 folgte die 2. Überarbeitung mit einem neuen Toyota-Emblem, den 5-Stern-Felgen und einem stärkeren 238-PS-Motor. Mit dieser Generation führte Toyota das Targadach ein. Das italienische Wort „Targa“ bedeutet „Schild“ und ist eine von Porsche eingetragene Marke für Automodelle, die das Dachmittelteil herausnehmen können. Im Gegensatz zum Cabrio ist die Heckscheibe fixiert. In Deutschland erschien der Supra nur in der Targadach-Variante, während in Japan und den USA unter anderem auch eine Schiebedach-Variante im erhältlich war. Im Juli 1993 erblickte die 4. Generation des Toyota Supra die Straßen der Welt. Intern „Supra JZA80“ genannt, international unter dem Namen „Supra MKIV“ bekannt. Diese Version wurde von Japan aus nur noch in wenige Länder exportiert, da die Nachfrage stark nachließ. Ursprünglich als Coupé- und Targa-Variante erhältlich, gab es den Supra in Deutschland nur mit Targadach, Vollausstattung und Turbomotor. 1996 war denn erst einmal Schluss für Europa.

Die Generationen des Toyota Supra im Überblick:

  • Celica XX Supra / MK I (1978–1981)
  • Celica Supra MA60/61 / MK II (1981–1985)
  • Supra MA70/MA71 / MK III (1986–1992)
  • Supra JZA80 / MKIV (1993–2002)
  • SGR Supra (seit 2019)

Viel Ärger um den Turbo-Supra

Mit den verschiedenen Generationen und Überarbeitungen blieb der Toyota Supra motortechnisch immer auf dem aktuellen Stand. Das 1. Modell startete 1978 mit einem 2,6-Liter-Sechszylinder-Motor und 110 PS. In einigen Regionen war auch ein 2,0-Liter-Sechszylinder-Motor mit Turboaufladung und 145 PS verfügbar. In der 2. Generation kam der Celica Supra mit dem 2,8-Liter-Sechszylinder-Motor 5M-GE mit 170 PS nach Europa. 1984 steigerte Toyota die Leistung von 125 auf 133 kW. Aufgrund von Abgasvorschriften wurde der 5M-GE-Motor in der Schweiz durch den 5M-E-Motor mit 140 PS aus dem Toyota Crown ersetzt. Mit 30 PS weniger verfügte der 5M-E jedoch über einen Katalysator. Mit der 3. Generation vergrößerte sich die Motorenpalette auf 210 bis 280 PS, jedoch hauptsächlich in Japan und den USA. Mit dieser Generation wurde 1987 auch der beliebte Toyota Supra mit Turbomotor eingeführt. 235 PS sorgten in 6,3 Sekunden für 100 km/h und 245 km/h Höchstgeschwindigkeit. In Deutschland ist dieses Modell fast nur als Rechtslenker unterwegs, da es aus Japan importiert wurde. Allerdings geriet der Turbomotor schnell wegen seiner technischen Probleme in Verruf. Der Turbolader wurde einfach auf den bestehenden Motor montiert, ohne die restlichen Komponenten zu verstärken. Entsprechend kam es zu Motorproblemen und durchgebrannten Dichtungen. Vom Turbo-Supra gibt es auch das auf 500 Exemplare limitierte Sondermodell Turbo-A, welches 277 PS unter der Haube hat. Toyota musste diese Anzahl produzieren, um im Motorsport zu verschiedenen Wettbewerben zugelassen zu werden. In der 4. Generation ab 1993 ging der Supra mit dem 2JZ-GE-Saugmotor mit 220 PS und dem 2JZ-GTE-Turbomotor mit 330 PS an den Start.

Supra-Nachfolger nach 16 Jahren Pause

Nach 16 Jahren Pause wurde 2018 die neue Supra-Generation vorgestellt. Seit 2012 entwickelte Toyota zusammen mit BMW an dem neuen Sportwagen. Entsprechend gibt es eine Roadster-Variante, die bei BMW in der Z4-Reihe als BMW G29 erschienen ist, und eine Coupé-Variante für Toyota, die über dem Toyota GT86 positioniert wird. Hinterradantrieb und über 300 PS sind sicher, im Innenraum glänzt der neue Supra mit hochwertigem BMW-Komfort.

Supra-Nachfolger nach 17 Jahren Pause

Nach 16 Jahren Pause wurde auf dem Genfer Auto-Salon 2018 die neue Supra-Generation als Supra Racing Concept vor-gestellt. Seit 2012 bastelte Toyota zusammen mit BMW an dem neuen Sportwagen. Dementsprechend gibt es eine Roadster-Variante, die 2018 bei BMW in der Z4-Reihe als BMW G29 erschienen ist, und eine Coupé-Variante für Toyota, die als GR Supra über dem Toyota GT86 positioniert wurde. Auf der Detroit Auto Show 2019 präsentierte Toyota dann endlich das fertige Ergebnis: einen selbstbewussten Zweisitzer mit kompakter Karosserie, lang gestreckter Motorhaube, kurzem Achsabstand und 340 PS Leistung. Im Vergleich zum sportlichen Design des Toyota wirkt der verwandte BMW Z4 fast schon langweilig. Vorne geben zwei große Lufteinläs-se, breite Kotflügel und scharf geschnittene Scheinwerfer den Ton an. Das Dach hat zwei Wölbungen, um den Luftwider-stand zu reduzieren und dabei genug Kopffreiheit für die Insassen zu bieten. Nach hinten fällt das Dach in dynamischer Linie bis zum Heck ab. Ein bogenförmiger Heckspoiler drückt das Geschoss auf den Asphalt. Der neue Toyota GR Supra schießt wie ein Pfeil über die Fahrbahn.

Außen Sportwagen, innen BMW

Seine Leistung holt der Sportwagen aus einem 3,0-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor mit Direkteinspritzung und Twin-Scroll-Abgasturbolader. Der Motor stammt wie das Interieur von BMW. Wenn auf dem Lenkrad nicht das Toyota-Emblem angebracht wäre, könnte man den neuen Supra glatt mit dem neuen Z4 verwechseln. Sportliche Fahrer werden sich über das fehlende Schaltgetriebe wundern. Doch das 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF macht beim Fahren einen super Job und schaltet die Gänge sehr zügig durch. Außerdem lässt sich das Schaltverhalten noch durch zwei Fahrmodi beeinflussen. In Europa ist der Supra mit einem aktiven Differenzial ausgestattet, der die Kräfte zwischen den vier Rä-dern optimal verteilt. Dank direkter Lenkung lässt sich der Supra auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher und mit viel Freude über die Straße steuern. Die niedrige Sitzposition rund 30 cm über dem Asphalt macht jedoch das Ein- und Aus-steigen etwas beschwerlich und lässt auch jede Unebenheit auf der Fahrbahn deutlich spüren. Preislich liegt der Toyota unterhalb des BMW Z4, allerdings fehlen da auch die drei Jahre Garantie. Beim Kauf empfiehlt sich der Aufpreis für das Premium-Paket, denn Head Up-Display, Soundsystem, Lederausstattung und induktive Ladeschale sind für den Preis durchaus sinnvolle Ergänzungen für den Sportwagen.

Fazit

Der Toyota Supra wurde von Anfang an als günstiger Sportwagen und Konkurrent von Porsche, Ferrari und Co. konzipiert. Entsprechend sieht er auch deutlich nach Sportwagen aus, da nicht viel Budget für eine elegante Verkleidung übrig war. Aufgrund der niedrigen Exportzahlen nach Europa ist der japanische Sportwagen in Deutschland recht selten unterwegs. Dann aber mit Vollausstattung und Turbomotor, sodass das Fahren richtig viel Spaß macht. Somit ist ein Toyota Supra Gebrauchtwagen nicht gerade günstig, aber eine gute Alternative zu hochklassigen Sportwagen. Außerdem ist er inzwischen zum Liebhaber- und Kult-Auto geworden, sodass einem neugierige Blicke von Passanten gewiss sind. Auch der neue GR Supra zieht seit 2019 durch sein sportliches Erscheinungsbild die Blicke auf sich. Im Innenraum und beim Motor kommt dann deutlich der Einfluss von BMW durch.

Fahrzeugbewertungen zu Toyota Supra

2 Bewertungen

5,0