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BMW M6

BMW M6

PS-starkes Sportcoupé mit eigenem Kopf

2003 belebte BMW seine 6er-Reihe aus den 70er- und 80er-Jahren wieder – mit einer Coupé-Variante (E63) und einem Cabriolet (E64). Zwei Jahre später stellte das Tochterunternehmen BMW Motorsport GmbH den sportlicheren BMW M6 dazu, ebenfalls als Sportcoupé und kurz darauf als Cabriolet. In BMW M-Programm versammeln sich die höchstmotorisierten Versionen der jeweiligen Baureihen. Entsprechend sportlich kommt ein BMW M6 Gebrauchtwagen mit 507 bis 600 PS daher. Weiterlesen

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Der sportliche Bruder des BMW 6er

Auf dem Genfer Auto-Salon 2005 feierte der BMW M6 als Coupé der Oberklasse (BMW M6 E63) seine Premiere. Zwei Jahre zuvor führte BMW die zweite 6er-Reihe ein und damit die Vorlage für die Sportvariante. Das leistungsstärkere Modell hat eine andere Kühlergestaltung, breit ausgestellte Radkästen und eine Frontschürze mit Splitter und Lufteinlässen. Auf der anderen Seite zeugen verchromte Doppelendrohre sowie ein Heckdiffusor von viel Power. Die vier Ledersitze im Inneren werden von einem Carbon-Dach mit Klarlackversiegelung geschützt. Diese Leichtbauweise reduziert Gewicht und verlagert den Schwerpunkt des Wagens nach unten. Ein Jahr nach dem Coupé folgte auf der British International Motor Show 2006 die Premiere für das BMW M6 Cabrio (BMW M6 E64). Auch hierfür gibt es schon einen Vorgänger beim BMW 6er. Im klassischen Stil offener Modelle ist das Cabrio mit einem Stoffdach ausgestattet.

Mit Hinterradantrieb hinter der Konkurrenz

Im Bereich der Limousinen-Coupés mit acht Zylinder, über 500 PS Leistung und rund zwei Tonnen Gewicht ist der BMW M6 nicht allein. Porsche hielt dieses Segment lange Zeit besetzt und hat mit dem Porsche Panamera Turbo auch einen starken Konkurrenten für den BMW im Programm. Doch Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes-Benz machen dem Stuttgarter Hersteller das Leben immer schwerer. Inzwischen gibt es mehrere Alternativen wie den Audi RS 7 Sportback und den Maserati Ghibli – auch auf dem Gebrauchtwagen-Markt. In dieser Premiumklasse sind zum Beispiel der Mercedes-Benz S 63 AMG und der Mercedes-Benz CLS 63 AMG anzutreffen. Die Limousinen überzeugen mit einem Gesamtpaket aus erstklassigem Komfort, präziser Fahrdynamik, starker Bremsen und kraftvoller Leistung. Dagegen fällt der laute und eigenwillige BMW M6 direkt auf. Das Fahren macht Spaß, keine Frage. Allein schon wegen des feurigen Motorsounds. Doch der M6 verlangt dem Fahrer auch ganz schön was ab. Ein ständiger Kampf, wer hier seinen Kopf letztendlich durchsetzen kann. Vor allem bei Nässe ist Obacht geboten. Ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz: Der Allradantrieb wird in diesem Segment immer wichtiger, um über alle vier Räder Leistung auf die Straße zu bringen und auch bei der Beschleunigung ordentlich wegziehen zu können. Doch während es in der 6er-Reihe von BMW durchaus Modelle mit Allradantrieb gibt, setzt der BMW M6 unbehelligt weiter auf den Hinterradantrieb.

Gran Coupé & GT3 als neue Varianten

In der 1. Generation von 2005 bis 2010 wurden insgesamt über 14.100 Exemplare des BMW M6 produziert – etwas zwei Drittel Coupés und ein Drittel Cabrios. Danach ging der BMW 6er in die 3. Generation über und beim BMW M6 war erst einmal zwei Jahre Pause. 2012 startete er dann auf dem Genfer Auto-Salon wieder bis 2018 durch – mit dem Coupé F13 als Nachfolger vom E63 und gleichzeitig mit dem Cabrio F12 als Nachfolger des E64. Das Coupé behielt sein Carbon-Leichtbaudach, Änderungen sind vor allem an den Schweinwerfern zu erkennen. Bei beiden Varianten konnte BMW außerdem den Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 % senken. 2013 kam mit dem BMW M6 Gran Coupé auch noch eine viertürige Limousine auf den Markt – mit der gleichen Technik wie der F13 und der F12 sowie ebenfalls mit einem Carbon-Dach. In China erschien 2017 zudem eine GT3-Version des BMW M6 F13, gestaltet von der chinesischen Künstlerin Cao Fei. Der Rennwagen für den Kundensport der GT3-Gruppe löste den seit 2010 eingesetzten BMW Z4 GT3 ab. Im Gegensatz zum kleineren BMW Z4 mit kürzerem Radstand und nur sechs Zylindern war der BMW M6 als Vorlage für die neue Rennsport-Version wesentlich schwerer und größer. Deshalb musste er zunächst über 600 kg abspecken, die Sitzposition mehr in die Mitte verschieben und ein Transaxle-Getriebe an der Hinterachse bekommen, um das Gewicht optimal zu verteilen. Den 4,4-Liter-Motor mit M-TwinPower-Turbolader vom BMW M6 Coupé behielt der GT3 bei, nur Ölversorgung und Ladeluftkühlung wurden angepasst.

600 PS mit dem „Competition Paket“

Bei einem M-Modell von BMW spielen Leistung und Geschwindigkeit eine besonders große Rolle. Hier kann auch der BMW M6 auftrumpfen. Der 5,0-Liter-Zehnzylinder-Motor geht mit 507 PS an den Start und schafft eine Beschleunigung auf 100 km/h in 4,6 Sekunden. Bei 250 km/h ist zunächst Schluss, da wird der BMW elektronisch abgeregelt. Gegen Aufpreis kann die Höchstgrenze jedoch auf 305 km/h angehoben werden – inklusive Fahrertraining auf der Rennstrecke. Ganz ohne Begrenzung käme der M6 auf 318 km/h Spitzengeschwindigkeit. In der 2. Generation ab 2012 hat der BMW einen neu konstruierten 4,4-Liter-Achtzylinder-Ottomotor mit zwei Turboladern und 560 PS an Bord. Damit schafft das Sportcoupé die 100 km/h schon in 4,3 Sekunden. Allerdings ist trotzdem bei 250 km/h Schluss, wobei auch diese Grenze gegen Aufpreis auf 305 km/h angehoben werden kann. Bei der Technik achtete BMW vor allem auf einen geringen Verbrauch und arbeitet mit einer Bremsenergierückgewinnung. So braucht der M6 nur noch 10,3 Liter auf 100 km, 3,5 Liter weniger als noch in der 1. Generation. Wem 560 PS noch nicht reichen, der kann einen BMW M6 Gebrauchtwagen mit „Competition Paket“ ab 2013 ins Auge fassen. Hier hat BMW noch einmal am Fahrwerk und einer Leistungssteigerung geschraubt und 15 PS mehr unter die Motorhaube gepackt. 2018 ging es für den BMW M6 Competition sogar noch einmal ein Stück nach oben, auf 600 PS und eine Beschleunigung von 4 Sekunden auf 100 km/h. Das gelingt durch eine Erhöhung des Ladedrucks von 0,3 auf 1,3 bar, sodass das Drehmoment um 20 Nm auf 700 Nm steigt. Dazu gibt es:

  • eine straffere Feder-Dämpfung,
  • ein abgestimmtes Hinterachsdifferential,
  • angepasste Stabilisatoren,
  • eine sportlichere Lenkungskennlinie,
  • 20-Zoll-Mischbereifung.

Fahrverhalten optimal einstellen

Aus dem Motorsport stammt auch das 7-Gang-SMG (Sequenzielles Manuelles Getriebe), welches eine elektronische Schaltung in 150 Millisekunden ermöglicht, ohne dafür kuppeln zu müssen. Dazu kommen einige Technologien, mit denen der Fahrer das Verhalten des Sportcoupés anpassen kann und die teilweise schon aus dem BMW M5 stammen. So lassen sich Stoßdämpfer, Schaltgeschwindigkeit des SMGs, Motorleistung, Stabilitätskontrolle und das Ausbrechen des Fahrzeugs per MDM (M Dynamic Mode) einstellen. Auf diese Weise passt sich der BMW M6 per Knopfdruck an die Strecke und die Fahrweise an.

Fazit

2018 wurde der BMW 6er eingestellt und mit ihm der BMW M6. Als Nachfolger gilt der BMW 8er, für den ein sportliches M8-Modell bereits in den Startlöchern steht – mit rund 650 PS und Allradantrieb. Ein gebrauchter BMW M6 rangiert im sportlichen Luxusbereich und zeigt was er hat und was er kann. Wer mit ordentlich PS lieber in Ruhe dahingleiten will, der sollte sich eher bei der Konkurrenz umschauen. Doch wer die Leistung spüren und die Rennsport-Technik austesten möchte, der kann den Kampf mit dem PS-starken Sportcoupé gerne aufnehmen.

Fahrzeugbewertungen zu BMW M6

6 Bewertungen

4,8

Technische Daten BMW M6

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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