Mit den Audi S4 Sportmodellen begründete der Ingolstädter Autohersteller Audi in den 1990er Jahren die Tradition seiner leistungsgesteigerten Serienversionen in der Mittelklasse. Während die seit dem Baujahr 1997 auf der Baureihe der Audi A4 basierenden Hochleistungsvarianten zunächst nur als Sportkombis oder Sportlimousinen gefertigt wurden, erweiterte der Hersteller nach dem Übergang zur B6 genannten A4-Generation das sportliche Programm um eine weitere Karosserievariante. So kamen die im Baujahr 2003 präsentierten Audi S4 B6 erstmals auch in einer offenen Bauform auf den Markt. Die Audi S4 B6 wurden als Limousine, Kombi und klassisches Cabriolet mit Stoffverdeck bis zum Ende des Jahres 2004 produziert. Da auf Basis der B6-Generation keine Audi RS-Modelle entstanden, waren die Audi S4 B6 in dieser Zeit die Spitzenmodelle in der Mittelklasse von Audi.
Äußerlich unterschieden sich die Audi S4 B6 durch die von den Audi-Sportmodellen gewohnten Besonderheiten von den Großserienversionen. So bekamen die S4 B6 die für die S-Versionen typischen Aluspiegel, Kotflügelverbreiterungen und eine vierflutige Abgasanlage. Technisch zeichneten sich die Audi S4 B6 durch ein tiefer gelegtes Sportfahrwerk, eine verstärkte Bremsanlage und einen serienmäßig verbauten Allradantrieb aus. Als Motorisierung der Sportmodelle diente ein 4,2 Liter V8-Motor, der den Audi S4 B6 eine Leistung von bis zu 253 kW (344 PS) zur Verfügung stellen konnte. Je nach Karosserieform und gewählter Getriebeart legte der Audi S4 B6 damit die Strecke aus dem Stand zur Hundertermarke in rund 5,6 Sekunden zurück.
4,6