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Audi A6 3.0 TDI

Audi A6 3.0 TDI

Lange Zeit wurden Dieselmotoren nicht unberechtigt als laut, langsam, schwerfällig und gänzlich undynamisch angesehen. Dieser Zustand änderte sich erst in den 1990er Jahren, als die Selbstzünder anhand Direkteinspritzung und Turboaufladung auf Trab gebracht wurden: Freilich immer noch kein Vergleich zu den aktuellen Dampfhämmern, doch keineswegs auch mehr die kaltblütigen Nagler, die damals gerne mit Landwirten und subventioniertem Agrardiesel assoziiert wurden. Mit diesem Nachrüstbeschluss an der Peripherie strömten auch die Kunden in die Autohäuser, denn niedrige Tankrechnungen gefielen schon seinerzeit zahlreichen Menschen - aber eben nicht auf Kosten der Fahrdynamik. Audi gehörte neben Fiat und Mercedes zu den Pionieren, die die ehemaligen Nagelstudios zu kultivierten Kraftprotzen machten. Und weil die Premiumhersteller sich nicht zu schade waren, mit den noch wenige Jahre zuvor dafür untauglich wirkenden Motoren nun in ihre gehobenen Mittelklasse- und Oberklasse-Modelle zu befeuern, ließen auch die luxusorientierten Käufer nicht lange auf sich warten. So etwa beim Audi A6 3.0 TDI.

Der erste Audi A6 3.0 TDI rollte ab Februar 2004 mit Produktionsstart der Baureihe A6 C6 vom Band. Hier lagen 165 kW/224 PS bei 4.000 Umdrehungen 450 Nm Drehmoment zwischen 1.500 und 3.000 Touren. Ab April 2006 legte der 3.0 TDI V6 auf 171 kW/233 zu; Nenndrehzahl und Drehmoment blieben unverändert. Im August 2008 gab es für A6 Avant und Limousine die nächste Leistungsspritze auf 176 kW/240 PS bei 4.000 bis 4.400 Umdrehungen, während das maximale Drehmoment von 500 Nm zwischen 1.500 und 3.000 Touren zur Verfügung stand. Alle drei Leistungsstufen des Audi A6 3.0 TDI waren sowohl als Fronttriebler als auch mit dem quattro-Allradantrieb lieferbar. Je nach Kundenwunsch und Baujahr übernahm die Kraftübertragung ein manuelles Sechsgang-, ein stufenloses multitronic-Getriebe oder die Sechsstufen-Automatik namens tiptronic. Abhängig von der jeweiligen Motor-Getriebe-Antriebskonfiguration belaufen sich die Verbrauchswerte der gehobenen Mittelklasse-Modelle auf 6,7 bis 8,5 l/100 km, was CO2-Emissionen zwischen 179 und 232 g/km gleichkommt.

Als der Audi A6 C7 seinen Vorgänger ab 2010 ablöste, gab es wie zuvor die 2.0 TDI-Triebwerke, mit denen A6 Avant und Limousine bei voller Beladung und/oder Besetzung in höheren Temporegionen allerdings teilweise schwerfällig wirkten. Wer das seinem Business-Boliden nicht antun wollte, der orderte gleich den Audi A6 3.0 TDI. Der unmittelbar ab Marktstart erhältliche Topdiesel war mit zwei Leistungsstufen erhältlich: Der bei 3.500 bis 4.500 Umdrehungen 150 kW/204 PS leistende V6 wuchtete zwischen 1.250 und 3.500 Touren 400 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Wies der A6 3.0 TDI anstelle des serienmäßigen Front- den optionalen quattro-Allradantrieb auf, dann lagen im identischen Drehzahlbereich sogar 450 Nm an. Je nachdem, ob nun Kombi oder Limo, manuelles Sechsgang-, stufenloses multitronic- oder siebenstufiges S tronic-Getriebe: In 7,0 bis 7,9 Sekunden rauschten die Sechsyzylinder-Selbstzünder von 0 auf Tempo 100 und erzielten 223 bis 242 km/h Höchstgeschwindigkeit. Die Verbrauchswerte beliefen sich auf 5,1 bis 6,1 l/100 km, was 133 bis 159 g CO2/km bedeutet. Ausschließlich als Allradler mit S tronic war der 180 kW/245 PS bei 4.000 bis 4.500 Umdrehungen und 580 Nm zwischen 1.400 und 3.250 Touren mobilisierende Audi A6 3.0 TDI ebenfalls verfügbar. Er genehmigte sich im Schnitt gemäß NEFZ 5,9 bis 6,3 l/100 km und stößt 156 bis 165 g CO2/km aus. Damit geht es in 6,1 bis 6,7 Sekunden aus dem Stand auf dreistelligen Tachowert und weiter bis auf 236 bis 250 km/h Spitze. Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange - was mit einem Turbolader gut geht, läuft mit zweien noch besser: Der Audi A6 3.0 TDI Biturbo leistete 230 kW/313 PS zwischen 3.900 und 4.500 Umdrehungen und stemmte von 1.450 bis 2.800 Touren stramme 650 Nm Drehmoment. Ausschließlich mit quattro und Achtstufen-tiptronic verfügbar, flitzte der Power-TDI in 5,1 bis 5,6 Sekunden von 0 auf 100 und wurde bei 250 km/h elektronisch eingebremst. Der Kraftstoffkonsum fällt mit 6,4 bis 6,7 l/100 km um so moderater aus; die CO2-Emissionen liegen zwischen 169 und 176 g/km. Im Rahmen der Modellpflege wurde das Audi A6 TDI-Programm umstrukturiert: Seit September 2014 läuft der A6 3.0 TDI clean diesel mit 160 kW/218 PS zwischen 4.000 und 4.750 Umdrehungen sowie 400 Nm von 1.250 bis 3.750 Touren mit Front- oder Allradantrieb vom Band. Darüber rangiert der A6 3.0 TDI clean diesel quattro, der 200 kW/272 von 3.500 bis 4.250 Umdrehungen leistet und zwischen 1.500 und 3.250 Touren 580 Nm mobilisiert. Dieses A6-Trio kommt ab Werk mit Sechsgang-Handschaltung, ist aber optional mit Siebengang S tronic verfügbar. Anders die beiden Biturbo-TDI-Versionen: Regulär gibt’s hier von 3.900 bis 4.600 Umdrehungen 235 kW/320 PS, beim A6 3.0 TDI competition sogar 240 kW/326 PS zwischen 4.000 und 4.500 Umdrehungen. Beide Ausführungen wuchten zwischen 1.400 und 2.800 Touren 650 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle; die Kraftübertragung an obliegt in beiden Audi A6 3.0 TDI-Varianten allein der Achtstufen-tiptronic.