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Jaguar 420: Inbegriff einer kompakten Sportlimousine

Der Jaguar 420 (ausgesprochen „four-twenty“) wurde erstmals im Oktober 1966 anlässlich der London Motor Show vorgestellt und als ultimativer Ausdruck einer „kompakten Sportlimousine“ gehandelt. Er schloss die Nische zwischen dem Jaguar S-Type, welcher weiterhin produziert wurde, und der großen Limousine Mark X. Der Jaguar 420 kostet ca. 200 £ mehr als sein Vorgänger. Die Produktion beider Modelle wurde im Jahr 1968 eingestellt, da sie von ihrem Nachfolger, dem Jaguar XJ6, vom Markt verdrängt wurden.

Die Modellgeschichte des Jaguar 420s

Bereits im Jahr 1963 präsentierte der britische Automobilhersteller den Jaguar S-Type als einen Nachfolger des Mark II. Der Jaguar 420 stellt wiederum ein Bindeglied zwischen dem Mark II und dem Mark X dar. Besonders in puncto Antriebstechnik ähnelt der Oldtimer sehr dem Mark X. Aus technischer Sicht hat sich der Jaguar 420 kaum zu seinem unmittelbarem Vorgänger, dem S-Type, verändert. Lediglich den 4,2 Liter großen Sechszylinder-Reihenmotor, den man wiederum im Mark X serienmäßig einbaute, konnte der S-Type noch nicht vorweisen. Um den Jaguar 420 mit dem Triebwerk versehen zu können, verlängerten die Konstrukteure schlichtweg den Vorderwagen. Aus optischer Sicht hat der Wagen mit dem Mark II lediglich nur noch die Fahrgastzelle gemein. Die Heckpartie des Jaguar S-Types, welche bereits der des Mark II entsprach, wurde übernommen. Bezüglich der Frontpartie, die bei den Modellen S-Type und Mark II identisch ist, entschied man sich bei der Konstruktion der neuen kompakten Limousine für das Modell des Mark Xs. Grob kann man demnach festhalten, dass es sich bei dem Jaguar 420 um einen Mark X handelt, welcher das Mittelteil eines Mark II aufweist.

Der 4235 Kubikzentimeter große Motor wurde detailliert modifiziert. Wies das Triebwerk im Jaguar E-Type und im Mark X noch einen Dreifach-SU-Vergaser auf, stattete man das neue Model nun mit einem Zweifachvergaser aus, was die relativ geringe PS-Zahl von 183 kW erklärt. Als Kraftübertragung offerierte der Konzern eine, von dem amerikanischen Automobilzulieferer BorgWarner entwickelte, Automatik oder wahlweise ein selbst konstruiertes Vierganggetriebe mit Mittelschaltung und fakultativem Overdrive - ein Getriebe, welches bereits 1965 für den Jaguar S-Type entwickelt worden war. Auch in puncto Bremsen und Servolenkung entschloss man sich zu einer Überarbeitung. Die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich beim Jaguar 420 auf 198 km/h.

Das Interieur der Limousine

Überwiegend aus Sicherheitsgründen kam man dazu überein, das Design des S-Types zu überarbeiten. So wurde der Jaguar 420 beispielsweise mit Holzleisten an den Türen versehen. Auch die Armaturen wurden technisch auf den neuesten Stand gebracht. Die Uhr versah man mit einer eigenen Batterie. Die Sitzgarnitur ähnelt im Wesentlichen der des S-Types - lediglich die Proportionen sind leicht verändert.

Der Motor - Herzstück eines jeden Wagens

Den 4,2-Liter-XK-Motor stattete Jaguar mit einem geraden Kanal Zylinderkopf und 3/8-Zoll Liftnocken aus. Die Kompressionsverhältnisse von 7:1, 8:1 und 9:1 legte man für den Jaguar 420 nach der örtlichen Kraftstoffqualität fest.

Der Daimler Sovereign - Synonym für Jaguar 420

Der Jaguar 420 wird auch unter dem Namen Daimler Sovereign gehandelt. Während man im Jahr 1968 die Produktion des Jaguar 420s einstellte, hielt sich der Daimler Sovereign bis 1969 auf dem Markt, wo er zeitgleich mit dem Jaguar XJ 6 gehandelt wurde. Aus technischer Sicht entsprach der Daimler zu 100 Prozent dem Jaguar. Anders als die Mark II-Version des Daimlers, der Daimler 250 V8, wurde der Daimler Sovereign nicht mit einem eigenen 2,5 Liter großen Achtzylinder angeboten. Es kursieren Gerüchte, dass es nachträglich diverse Konversionen durch externe Werkstätten gegeben haben soll. Rein äußerlich kann man den Jaguar 420 vom Daimler Sovereign durch eine andere Ausstattung und einem veränderten Kühlergrill unterscheiden. In puncto Preis ist der Daimler höher dotiert als der 420. Besonders bei der links gelenkten Sovereign-Version handelt es sich um ein extrem seltenes Exemplar der Modellfamilie. Lediglich 355 Wagen dieses Modells wurden produziert. Von den rechtslenkenden Daimler Sovereigns gibt es ganze 5476 Stück. Der rechts lenkende Jaguar 420s wurden in den Jahren 1966-1968 7172 Mal produziert. Insgesamt 2629 links lenkende Jaguar 420s verließen die Werkhallen der britischen Kultmarke.

Der große Bruder des Jaguar 420s

Beim Jaguar 420 G handelt es sich um den „großen Bruder“ des S-Type Nachfolgers Jaguar 420. Der Grandseigneur ging unter dem Namen „The Big Gee“ in die Geschichte der Jaguar-Limousinen der 1960er Jahre ein. Die aufwendige Konstruktion stand in keinem Vergleich zu seinem Verkaufspreis, sodass 1970 die Produktion des Wagens eingestellt wurde.