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Seat Panda

Seat Panda

Der Panda ist ein Fahrzeugtyp des spanischen Kraftfahrzeugproduzenten Seat. Der Seat Panda war ein Kleinwagen mit drei Türen, der in der Karosserie und zum Teil auch in der Motorisierung dem italienischen Pendant Fiat Panda der ersten Baureihe entsprach. Seat und Fiat hatten sich 1979 auf die Zusammenarbeit bei der Fertigung eines weiteren gemeinsamen Modells geeinigt. Allerdings hatten die Italiener bereits zur Präsentation des neuen Seat Panda im Sommer 1980 den Kooperationsvertrag gekündigt und erhoben in der Folgezeit für das dann dennoch in die Herstellung gegangene Modell italienischer Entwicklung hohe Lizenzgebühren.

Der Seat Panda 45 verfügte, wie sein italienisches Schwestermodell, über einen den 903-Kubikzentimeter-Motor des Seat 127, der in der Leistung auf 40 PS beschränkt war. Darüber hinaus bot der Hersteller noch den Seat Panda 35 an, der mit dem 843-Kubikzentimeter-Motor des Seat 133 ausgerüstet war. Der Motor dieses Fahrzeugs brachte es auf 34 PS Leistung. Dagegen wurde der Panda 30 mit dem Zweizylindermotor des Fiat 126 aus italienischer Fertigung nicht übernommen.

Sondermodelle des Seat Panda

Eine spanische Besonderheit war der so genannte Seat Panda Furgoneta Comercial, dessen hintere Seitenfenster durch Blech ersetzt waren. Wie schon bei dem entsprechenden Modell des Seat 600 fehlte die hintere Rücksitzbank, sodass dass der Panda auch als kleiner Lieferwagen verwendet werden konnte. In der Folge brachte Seat 1983 als ersten Schritt weg von Fiat und hin zum Volkswagen-Konzern, der die Leitung in Barcelona übernommen hatte, die Sondermodelle Seat Panda Bavaria, Seat Panda Marbella und Seat Panda Montana mit einem Facelift und besserer Ausstattung heraus.

1985 wurde ein Panda mit hinterem geschlossenem oder verglastem Kastenaufbau für die Furgoneta Comercial der Seat Trans lanciert. Im Herbst 1985 präsentierte der Hersteller die Nachfolgemodelle Seat Terra und Marbella. Bei diesen Modellen wurde die Überarbeitung des Fahrwerkes des Fiat Panda nicht mehr übernommen.

Idee und Entwicklungsgeschichte des Fiat/Seat Panda

Der Fiat Panda ist das Modell eines Kleinwagens von Fiat, dessen erste Generation von Frühjahr 1980 bis Herbst 2003 über vier Millionen Mal produziert wurde. Damit zählt das Fahrzeug zu den erfolgreichsten Modellen der Marke Fiat. Der Wagen wurde von seinem Designer Giorgio Giugiaro als "Haushaltsgerät auf Rädern" beschrieben. Der Panda fiel durch seine glattflächige, kantige Form auf. Aufgrund der spartanische Innenausstattung und dieses Designs konnte der Kleinwagen besonders preisgünstig hergestellt und angeboten werden. 2000 war der Panda in Italien für etwa 5.000 Euro erhältlich. Dabei ähnelten die Sitze aus bespannten Stahlrohrrahmen, die in der ersten Generation und bei späteren Basismodellen zur Ausstattung gehörten, an Campingmöbel.

Außer in Italien nahm Fiat den Panda Ende 1996 von den europäischen Märkten, was auf die verschärften Sicherheitsvorschriften und Abgasnormen zurückgeführt wurde. Der Panda steht mit seinem funktional orientierten, minimalistischen Konzept in der Tradition von Renault 4 und Citroën 2CV. Wie diese Fahrzeuge war er nicht nur ein "Auto für alle", sondern sein Besitz galt vielen auch als Ausdruck einer konsumkritischen und nonkonformistischen Lebenshaltung, die Statussymbole ablehnt oder keinen Wert legt. In Deutschland unterstrich dies auch eine sehr populäre Werbekampagne - "Fiat Panda - die tolle Kiste" -, die Ökonomie, Alltagstauglichkeit und Ökologie in den Vordergrund stellte.

Das Schwestermodell des Seat Panda - der Fiat Panda

Auch der knapp 700 Kilogramm schwere Fiat Panda wurde ab März 1980 ausschließlich als Dreitürer mit großer Heckklappe angeboten. Optional war ein zweiteiliges Faltdach erhältlich. Zur Auswahl standen drei Motoren: Die kleinste Variante war ein luftgekühlter Parallel-Twin mit 650 Kubikzentimetern und einer Leistung von 30 PS aus dem Vorgängermodell Fiat 126. Darüber hinaus bestand die Motorenpalette aus einem wassergekühlten Vierzylinder mit 847 bzw. 903 Kubikzentimetern und einer Leistung von 34 oder 45 PS, die bereits beim Fiat 850 im Einsatz waren.

Fiat produzierte den Panda ab 1986 mit so genannten "FIRE-Motoren" - für Fully Integrated Robotized Engine. Diese Antriebe wurden von Robotern gefertigt und montiert. Die FIRE-Motoren wiesen weniger bewegliche Teile als der ältere OHV-Motor, eine fünffach gelagerte Kurbelwelle und eine zahnriemengetriebene obenliegende Nockenwelle auf. Sämtliche Antriebe dieser Art im Fiat Panda sind 8-Ventiler mit 769/999/1108 Kubikzentimetern Hubraum und 34/44, 45/50 und 55 PS.