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Puch G

Sobald von dem Puch G gesprochen wird, erwähnt man im gleichen Zuge die Mercedes Benz G-Klasse – eine Fahrzeugklasse mit besonders hoher Qualität. Die Puch G Klasse ist eine Automobilentwicklung, die sich als geländetauglich, robust und vor allem individuell erweist. Heute gilt der Puch G als einer der besten Geländewagen, der in Österreich je gebaut wurde, wenngleich er nach dem Ende der Kooperation im Jahre 2000 von Mercedes und Puch in der Form nicht mehr gebaut wird.

Der Puch G im Portrait – damals und heute

Die Beschreibung Puch G wurde durch den Zusammenschluss zweier Hersteller herbeigeführt: Daimler-Benz und Steyr-Daimler-Puch. Sie entwickelten 1972 ein gemeinsames Fahrzeug, das im Iran für Grenzpatrouillen sowie als Jagdwagen zum Einsatz kommen sollte – den W 460. Durch die Fusion mit der österreichischen Daimler-Motoren AG und den Puch Werken – die primär Fahrräder, Motoren und auch Automobile produzierten – entstand 1979 schließlich der Puch G in den Autowerken in Graz. Dort werden die G-Modelle von Mercedes noch heute mit einem großen Anteil manueller Arbeit gefertigt.

Die Bezeichnung Puch G findet man heute nur noch im Gebrauchtwagensektor, denn im Jahre 2000 wurde die vertragliche Verbindung zwischen den beiden Konzernen aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt wurden jedoch bereits 10 % der Fahrzeuge der Mercedes Benz G-Klasse mit dem Puch Emblem ausgestattet und in verschiedenen Ländern als Puch G vertrieben. Seit dem Ende der Kooperation zählt der Puch G standardmäßig mit zur G-Klasse von Mercedes Benz und wird kontinuierlich für Privatpersonen sowie für das Militär weiterentwickelt. Wer auf das Puch G Emblem nicht verzichten möchte, der hat im Puch Kompetenzzentrum die Gelegenheit ein Emblem zu erwerben und umzurüsten.

Veränderungen gab es an der Grundform des Puch G bis 2018 wenige. Technisch betrachtet wurde der Puch G jedoch im Laufe der bisherigen Geschichte in puncto Leistung, Ausstattung und Sicherheit weiterentwickelt. Die altbewährte Form scheint sich bewährt zu haben, denn bis Juli 2017 baute Mercedes Benz von dieser Fahrzeugklasse 300.000 Exemplare.

Zahlreiche Modellvarianten mit unterschiedlicher Ausstattung

Im Wesentlichen wurde die Puch G-Klasse in vier Baureihen produziert: W 460 (seit 1979), W 461 und W 462 (seit 1991) sowie W 463 (Seit 1989). Das erste Modell trug die Bezeichnung W 460 und besaß aufgrund des Einsatzes als Nutzfahrzeuges nur eine spartanische Ausstattung mit einem Zweispeichenlenkrad, zahlreichen Schaltern und bis zu 10 Sitzplätzen. Sie wird jedoch bis heute von Liebhabern wertgeschätzt. Mit einem Aufpreis konnten zivile Käufer ein abschließbares Handschuhfach, Servolenkung, Halogenscheinwerfer sowie eine Uhr erwerben.

Mit der wachsenden Anzahl an Käufern steigt schließlich auch der Komfort, denn seit 1980 war das Cabriolet mit kurzem Radstand mit einem Hardtop erhältlich, um das Fahrzeug wintertauglich zu machen. Der 280 GE und 300 GD können schließlich mit einem vierstufigen Automatikgetriebe, Klimaanlage, Webasto-Zusatzheizung und Recaro-Sportsitze erworben werden. Für professionelle Geländewagenfahrer waren schließlich noch weitere Features mit einem Aufpreis erhältlich, darunter:

  • Seilwinde
  • Gewehrhalterungen
  • Zusatztanks in den hinteren Kotflügeln mit einer Kapazität von 30 Litern
  • ein Tropendach für heiße Länder
  • ein Wischwasch-System für die Hecktür
  • Längssitzbänke für die Ladefläche
  • Scheinwerferschutzgitter

Zwischen 1990 und 1992 wurde der W460 schließlich von dem W461 und dem W463 abgelöst. Ersterer wird mit zuschaltbarem Vierradantrieb mit Differenzialsperren an der Hinterachse und überschaubarer Ausstattung vertrieben, während der W463 grundsätzlich mit Allradantrieb und einer gehobenen Ausstattung bis heute verkauft wird. Aktuelle Modelle der G-Klasse von Mercedes verfügen über weitaus mehr technische Details und Komfort in der Serienausstattung. So verfügt das Modell W 463 aus dem Jahre 2018 exemplarisch über eine Einzelradaufhängung statt einer Starrachse und über das aus der S-Klasse bekannte digitale Cockpit.

Starke Otto- und Dieselmotoren für den Puch G

Die erste Generation der Puch-G Klasse W 460 war mit Otto- bzw. Dieselmotoren ausgestattet, die eine Leistung zwischen 72 und 156 PS bzw. 53 kW und 115 kW lieferten. Sie besitzen zwischen 2,0 l und 3 l Hubraum und wurden bis 1990 eingebaut.

Neuere Modelle, die seit 1990 bzw. 1992 gebaut wurden, wurden von zahlreichen Otto- und Dieselmotoren angetrieben, die weitaus mehr Leistung aufwiesen. Exemplarisch leistete der G 280 CDI Worker aus der W461-Serie bereits 135 kW und 184 PS. Der G 65 AMG der Generation W 463 lieferte hingegen 450 kW und damit 612 PS. Die neuesten Modelle G 500 und Mercedes-AMG G 63 von Mercedes Benz sind seit 2018 erhältlich und mit einem V8-Ottomotor mit Direkteinspritzung und 3.982 cm3 Hubraum ausgestattet. Sie leisten nun 422 bzw. 585 PS.

Konkurrenzmodelle der Puch G-Klasse

Damals galt der VW Iltis als direkter Konkurrent des Puch G, dessen Abnehmer primär die deutsche Bundeswehr war. Doch auch der Land Rover 90 aus dem Jahre 1983 stellt einen unmittelbaren Konkurrenten des Puch G dar, der insbesondere mit seiner großen Achsverschränkung punkten konnte. Die Hersteller des Puch G konnten die geringe Achsverschränkung zwar mit drei Differentialsperren ausgleichen, jedoch waren Modelle des britischen Herstellers Land Rover weitaus bekannter. Schließlich verkauft die Marke seit 1948 hochqualitative Geländewagen und gilt als Klassiker in der Automobilgeschichte.

In puncto Leistung war der Land Rover 90 mit einem 2,5-Liter-Dieselmotor mit 68 PS bzw 51 kW ausgestattet, während der Puch G in der damaligen Version 230 GE mit einem 2,3 l Mercedes-Benz M 102 mindestens 90 kW und damit 122 PS leistete. Auch der VW Iltis konnte den Puch G weder mit seinem Ottomotor noch mit seinem Dieselmotor übertrumpfen. Sie leisteten bei 1,7 und 1,6 l nur 55 und 52 kW und damit 75 und 70 PS. Nach der Einstellung des VW Iltis im Jahre 1988 ersetzte die Bundeswehr schließlich ihre Iltis-Fahrzeuge durch den Wolf gl – einem Wagen, der auf der Mercedes-Benz G-Klasse basiert.

Die Weiterentwicklung des Puch G nach Mercedes

Mercedes Benz hat die G-Modelle mit der Zeit immer weiter insbesondere in puncto Technik und Ausstattung verbessert. Bis heute kann man die Grundform der Puch G Modelle W 460 erwerben. So gilt der W 463 seit 2018 als G500 und AMG G 63 als neustes Modell der G-Klasse von Mercedes Benz. Das Modell kann mit einigen besonderen Kenndaten überzeugen: So lässt sich die Version als V8 Variante mit Direkteinspritzung erwerben. Zudem ist ein Biturbo vorhanden, sodass maximale Leistungen von 422 bis 585 PS beim AMG Modell möglich werden. In den Modellen aus dem Jahre 2018 findet man nun ein 9 Stufen-Getriebe sowie Versionen mit Allradantrieb.

Neu sowie gebraucht ein kostspieliger Geländewagen

Wer den Puch G gebraucht erwerben möchte, sollte nicht mit einem Schnäppchen rechnen, denn ältere und gut gepflegte Puch G Fahrzeuge werden heute noch zu Liebhaberpreisen zwischen 15.000 und 30.000 € verkauft. Doch auch ein neuer Wagen der G-Klasse wie der G 500 von Mercedes, der 2018 vorgestellt wurde, ist sehr kostspielig: Hier kostet ein Neuwagen mindestens 107.040 €.

Fazit: Ein robuster Geländewagen, der sein Geld wert ist

Empfehlen kann man den Puch G Gebrauchtwagen für zahlreiche Liebhaber, wenn ein Fahrzeug mit hoher Leistung und Stabilität gewünscht ist. Nutzer, die viel im Gelände unterwegs sind und den Geländeklassiker schätzen, können sich von der Robustheit selbst überzeugen. Da auch einige gut gepflegte Gebrauchtwagen im Umlauf ist der Kauf eines gebrauchten Puch G durchaus eine Option, um Geld zu sparen. Auch die neu entwickelten Modelle von Mercedes sind weiterhin robuste Geländewagen, die die Grundform des Puch G W 460 behalten haben, jedoch weitaus besser ausgestattet sind und mehr Komfort bieten.