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Brilliance BS6

Der Brilliance BS6 wird im Jahr 2007 in Europa eingeführt

Seit die chinesische ökonomie sich mit hohen Wachstumsraten als globale Wirtschaftsmacht etabliert hat, schwärmen die Fahrzeugproduzenten in Nordamerika, Japan und Europa von den außergewöhnlichen Absatzchancen, die sich angesichts des riesigen chinesischen Binnenmarktes und des dort entstehenden Mittelstandes entwickeln. Fast alle großen internationalen Hersteller wollten daher eigene Produktionsstätten in China etablieren, um direkt vom Boom profitieren zu können. Die Chinesen ließen ausländisches Kapital gerne ins Land, allerdings stellten sie eine grundlegende Bedingung: Die chinesische Fahrzeugproduktion ausländischer Marken sollte in Form von Joint Ventures aufgebaut werden. Das sicherte eine gewisse nationale Kontrolle über Unternehmen und Kapital, gleichzeitig brachte es den Austausch von Technologien in Schwung. Der deutsche Hersteller BMW beispielsweise kooperierte seit dem Jahr 2003 mit dem chinesischen Autobauer Brilliance, sodass im gemeinsamen Unternehmen die BMW 3er und 5er-Reihe produziert werden konnten. Zugleich ging Brilliance jedoch auch eigene Wege und entwickelte zur Jahrtausendwende mit dem Brilliance BS6 eine Limousine, die 2007 auch in Europa eingeführt wurde. Im Jahr 2009 lief die Produktion des Brilliance BS6 aus.

Italienisches Design für den Brilliance BS6 aus China

Obwohl der Brilliance BS6 in dem gemeinsam mit BMW aufgebauten chinesischen Werk hergestellt wurde, handelte es sich bei der Limousine um eine eigenständige Entwicklung von Brilliance, die weder vom Design noch von der Motortechnik her Gemeinsamkeiten mit Modellen des deutschen Partners aufwies. Für die Gestaltung der Karosserie verpflichteten die Chinesen Stylisten der italienischen Spezialisten Italdesign und Pininfarina. Die Italiener gestalteten eine Stufenheck-Limousine im klassischen Design, die knapp 4,90 Meter lang war und mit ihrem Radstand von gut 2,80 Metern ein für die Mittelklasse großzügigen Innenraum für fünf Passagiere bereitstellte. Auf dem Heimatmarkt galten die Sicherheitsstandards des Brilliance BS6 als ausreichend. Für den Import wurden die Limousinen im Jahr 2008 nach ersten schlechten Ergebnissen in einem Crashtest optimiert. Zwar war auch weiterhin kein ESP für die Fahrzeuge vorgesehen, doch einen Pluspunkt konnte der Brilliance BS6 im Modellvergleich für sich verbuchen: Er erhielt bereits serienmäßig Ausstattungsmerkmale, die bei anderen Herstellern nur gegen Aufpreis zu haben waren.

Die Motorisierung des Brilliance BS6

Bei der Motorausstattung des Brilliance BS6 setzten die Chinesen auf eine Kooperation mit dem japanischen Mitsubishi-Konzern, der die Aggregate zulieferte. Verbaut wurde im Brilliance BS6 ein 2,0 Liter Triebwerk, das der Limousine bis zu 90 kW (122 PS) zur Verfügung stellte und das den anfangs angebotenen 2,4 Liter Motor mit maximal 95 kW (129 PS) ablöste.

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