Ein wenig im Schatten des Basismodells: Die BMW E66 Langversion
Das BMW-interne Kürzel E65 steht bekanntermaßen für die vierte Generation der 7er-Baureihe des Automobilherstellers BMW, sie war von 2001 bis 2008 in Produktion. Diese Generation der Flaggschiff-Baureihe BMW 7er markiert unter anderem den Einzug des wegweisenden Bedienkonzepts iDrive in die Fahrzeuge des bayerischen Premiumherstellers.
Ein Jahr nach der Markteinführung des Basismodells E65 wurde der E66 im Jahre 2002 quasi "nachgereicht". Er unterscheidet sich im Wesentlichen nur durch einen um 140 Millimeter erweiterten Radstand, der dadurch für mehr Platz und Komfort sorgt, vor allem im ohnehin schon geräumigen Fond dieser Oberklasse-Limousine. Wie bei vielen anderen Markteinführungen einer neuen BMW-Baureihe wurden auch bei der Doppel-Baureihe E65/E66 die angebotenen Motorisierungen sukzessive und nicht auf einen Schlag eingeführt. Zum Verkaufsstart des E65 waren nur zwei Motoren (735i und 745i) erhältlich, die Langversionen dieser Motorisierungen folgten zur Markteinführung des E66 und trugen die offiziellen Bezeichnungen 735Li beziehungsweise 745Li. Noch im selben Jahr (2002) folgten die ersten Dieselvarianten des Standard-7ers. Sie trugen die Verkaufsbezeichnungen 730d und 740d. Im Frühjahr des folgenden Jahres wurde sowohl die Motoren- als auch die Modellpalette durch 730i, 730Li, 760i und 760Li abgerundet. Interessenten an einer Langversion (E66) mit Dieselmotor mussten sich bis zum Herbst des Jahres 2005 gedulden, als die erste, und auch einzige, Langversion des E65 vorgestellt wurde: Der 730Ld.
2005: Groß angelegte Modellpflege für den heimischen Markt
Im Jahre 2005 erfuhren E65 und E66 eine von deutschen BMW-Freunden und unabhängigen Autoexperten gleichermaßen begrüßte Modellpflege, die in ihren massiven Ausmaßen aber eher einem grundlegenden Facelift nahe kam. Auf ausländischen Märkten war das Ursprungsdesign des E66 zwar gut angekommen, auf dem so immens wichtigen heimischen Markt tat sich das unbestrittene BMW-Spitzenmodell allerdings unerwartet schwer. Dies wurde zum größten Teil dem zumindest gewöhnungsbedürftigen Design des E66 zugeschrieben. Aus der turnusmäßig anstehende "Produktauffrischung" wurde so eine regelrechte Großbaustelle. Besonders groß waren die Veränderungen erwartungsgemäß an der Front- und Heckpartie des Fahrzeuges, fast alle Designelemente wurden im Rahmen des Facelift fließender und runder gestaltet. Auch der vielkritisierte, ursprünglich wie aufgesetzt wirkende Kofferraumdeckel, wurde nun harmonisch in das nun deutlich breiter wirkende Heck des Fahrzeugs integriert. Nach der 2005er Modellpflege zogen die Absatzzahlen des E66, wie von BMW erhofft, auch im Inland an.