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BMW i8

BMW i8: Supersportwagen mit Plug-in-Power

Mit dem BMW i8 bietet der bayerische Autobauer erstmalig seit den 1980er-Jahren wieder einen Supersportwagen an. Und beim i8 kann man trotz 362 PS ohne Gewissensbisse kräftig aufs Gaspedal treten. Schließlich handelt es sich dabei um einen sparsamen Plug-in-Hybrid.

Zurück in die Zukunft mit dem BMW i8

Auf den ersten Blick scheint der BMW i8 ein typischer Sportwagen mit Mittelmotor sein, dem lediglich die charakteristische Schnauze abhandengekommen ist. Doch auf den zweiten Blick offenbart sich das futuristische Design: Der BMW i8 ist flach wie eine Flunder, die beiden Flügeltüren verleihen dem Sportwagen etwas geradezu Spektakuläres und dank der Luftführungen am hinteren Kotflügel kommt der i8 ganz ohne Heckspoiler aus. Wie bei allen Modellen der i-Familie zieht sich zudem ein schwarzer Gürtel – der Black Belt – von der Motorhaube über das Dach bis zum Heck. Dieser Supersportwagen ist nicht wie die anderen: Wer mit dem BMW i8 durch die Stadt fährt, zieht unweigerlich die Blicke der Passanten auf sich, ein schnelles Beweisfoto mit dem Smartphone inklusive.

In vier Jahren vom Konzeptfahrzeug zur Serienreife

Der BMW i8 basiert auf einem Konzeptfahrzeug, das der bayerische Autobauer 2009 auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) präsentierte. Die dort vorgestellte Studie namens BMW Vision Efficient Dynamics sollte zeigen, dass sich auch ein hubraumstarker Sportwagen mit sparsamem und umweltschonendem Verbrauch verträgt. Für das Konzeptauto gab es von den IAA-Besuchern viel Zuspruch. Auch die Politik, die gerade den Nationalen Entwicklungsplan zur Elektromobilität beschlossen hatte, lobte den Entwurf als Schritt in eine energie- und ressourcensparende Richtung. Designer Benoit Jacob fiel die Aufgabe zu, die Vision in die Serienreife zu überführen. Auf der IAA 2011, also gerade einmal zwei Jahre später, präsentierte BMW mit dem i8 Concept bereits einen straßentauglichen Prototyp. Ende 2013 ging der BMW i8 schließlich in die Serienfertigung, die ersten Exemplare wurden ab Mitte 2014 ausgeliefert.

Plug-in-Hybrid mit bis zu 362 PS Leistung

Als dynamischer Supersportwagen mit grünem Gewissen kombiniert der BMW i8 zwei Elektromotoren mit einem konventionellen Antrieb. Das unterscheidet den i8 zum Beispiel vom Tesla Model S, bei dem es sich um einen reinen Elektro-Sportwagen handelt. Das Plug-in-Prinzip des BMW i8 erlaubt es zudem, die für den elektrischen Betrieb notwendigen Lithium-Ionen-Akkus an der heimischen Steckdose aufzuladen. Der Turbo-Benziner mit drei Zylindern und beschaulichen 1,5 Litern Hubraum leistet bis zu 231 PS und treibt trotz Downsizing die Hinterräder kraftvoll an, während der Elektro-Antrieb mit 131 PS auf die Vorderräder übertragen wird. Das ergibt in der Summe 362 PS, wodurch der BMW i8 im allradangetriebenen Hybridbetrieb innerhalb von 4,4 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Der i8 kommt in der Kombination aus elektrischem und konventionellem Antrieb auf eine Reichweite von 500 bis 550 Kilometern.

Drei Fahrmodi und Leichtbauweise mit Carbon

In der Spitze schafft der BMW i8 bis zu 250 km/h. Alles, was darüber hinaus noch möglich wäre, wird elektronisch abgeregelt. Zur Auswahl stehen verschiedene Fahrmodi: eDrive, Comfort, Sport. Der eDrive-Modus ist der nachhaltigste, denn in ihm fährt der Sportwagen rund 37 Kilometer rein elektrisch. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 km/h begrenzt. Da er fast lautlos durch Wohngebiete cruisen würde, brummt der i8 künstlich wie eine Turbine, um Fußgänger zu warnen. Schwindet die Akku-Power oder tritt man das Gaspedal kräftig durch, schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. Besonders rasant ist der Sport-Modus: Er ist der einzige, der die vollen 362 PS bereitstellt, den Turbolader auf Touren bringt und den Gangwechsel per Hand möglich macht.

Doch überall wird möglichst viel Energie gespart. So gewinnt die Rekuperationsbremse die freigesetzte Bremsenergie und lädt damit die Akkus auf. Das hohe Gewicht der Lithium-Ionen-Packs macht der BMW i8 an anderer Stelle wett. Die Fahrgastzelle ist in Leichtbau-Technologie gefertigt, BMW verwendet als einziger Hersteller Carbon für ein Serienfahrzeug. Der kohlenstofffaserverstärkte Kunststoff (CFK) ist sehr teuer und wird sonsten nur für Formel-1-Wagen oder Luxus-Sportwagen wie dem Ferrari LaFerrari verwendet. So kommt der BMW i8 im Hybridbetrieb auf einen Verbrauch von 2,1 Liter auf 100 Kilometer, der Schadstoffausstoß beläuft sich auf 49 g CO2 pro Kilometer. Er ist also nicht ganz so emissionsfrei wie der BMW i3, der kleine Bruder des i8, aber für einen Supersportwagen sind diese Werte sehr beachtlich.

Der BMW i8 ist auch innen ein Hingucker

Bevor man losfahren kann, ist eine sportliche Einlage gefragt. Denn so stylish die Schmetterlingstüren auch aussehen, das Einsteigen erleichtern sie nicht gerade. Doch wer es geschafft hat, wird mit bequemen Schalensitzen belohnt. Ungewöhnlich für einen Supersportler sind die 2+2 Sitze, allerdings handelt es sich bei den Sitzgelegenheiten auf der Rückbank um Notsitze. Der Kofferraum ist mit 154 Litern kaum der Rede wert. Das Cockpit bringt automobile Traditionalisten zum Umdenken: Hier leuchtet nicht nur ein karibikblaues 3D-Display, sondern befinden sich auch die Knöpfe zum Starten (und Stoppen) der Motoren sowie für die Handbremse, ein Druckschalter zum Wechseln der Fahrmodi, und auf dem Getriebe thront ein kleiner Joystick. Interieur- und Außendesign gehen Hand in Hand, beide sind so aufeinander abgestimmt, dass möglichst wenig Energie verbraucht wird. Zum Beispiel wurden die Lüftungsdüsen mittig vor jedem Sitz positioniert, um den Luftstrom möglichst effizient nach innen zu leiten.

Der BMW i8 überzeugt als Supersportwagen sowohl in technischer als auch in gestalterischer Hinsicht. Gleichwohl ist er der überzeugendste Beweis, dass auch diese Art rasanter Flitzer im beginnenden Zeitalter der Elektroautos eine glorreiche Zukunft vor sich hat.