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Plymouth Fury

Der Fury der historischen Chrysler-Marke Plymouth lief in den USA von 1959 bis 1978 als eigene Baureihe in unterschiedlichen Karosserievarianten vom Band. Kultstatus hat das 58er-Coupé Belvedere-Fury, dem Horrorautor Stephen King als selbstfahrendes Auto „Christine“ zu Starruhm verhalf. Für US-Verhältnisse niedrige Produktionszahlen machen die Fury zu raren Oldtimern für Fans amerikanischer Classic Cars und Plymouth-Sammler.

Plymouth Fury: Rare Oldtimer mit Starruhm für Fans von US Classic Cars

Der Fury im Konkurrenzvergleich und auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Chromschmuck und Heckflossen der 50er und 60er Jahre haben auch Modelle der Plymouth-Schwestermarke Dodge etwa mit dem Coronet oder Polara zu bieten. Ebenfalls aus dem Chrysler-Markenverbund kommen die DeSoto Fireflite und Firesweep. In der Ära der Fury Full-Size-Modelle der 70 Jahre tritt der Dodge Monaco gegen Plymouth an. Konkurrenten mit mehr Luxus sind die Imperial Crown und LeBaron. Im Vergleich dazu gilt der Fury zu seiner Anfangszeit als günstiges Einstiegsmodell, das Plymouth Ende der 50er Jahre für knapp 3000 US-Dollar im Angebot hat. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind Fury ab ca. 7500 Euro zu finden. Oldtimer der 50er Jahre werden in Europa zu Preisen über 50.000 Euro gehandelt.

Fury der Christine-Epoche und Modelle der ersten Fury-Generationen 1956 – 1968

Innerhalb seiner Baureihe Belvedere bietet Plymouth von 1956 bis 1958 die Ausstattung Fury an, die den sportlicheren Coupés vorbehalten ist. Kennzeichen der Modelle, die später die Vorlage für das Roman- und Filmauto Christine werden, sind V8-Motoren mit 5,0 bis 5,7 Litern Hubraum. Oldtimerkäufer sollten aber auf die Originallackierung achten: Die ersten Fury Coupés liefert Plymouth nur in den Farben Beige und Weiß mit goldenem Flankendekor aus. Heckflossendesign und Chromschmuck an der Front zeigen die Fury allerdings nur bis 1961/62, bis Plymouth das Design der 1959 zur eigenständigen Baureihe erhobenen Fury modernisiert. Diese Veränderungen gibt es von 1956 bis zur vierten Fury-Generation 1968:

  • Erste Generation ab 1959: Einführung der Limousinen, Cabriolets und Fury-Coupés, die nun alle in der Klasse der Full-Size-Cars antreten. Spitzenmodell wird das zweitürige Coupé Sport Fury mit rund 300 PS.

  • Zweite Generation ab 1960: Schlichtere selbsttragende Karosserie ohne Heckflügel ab 1961. Einführung kleinerer Sechszylindermotoren für die Einstiegsversionen als Alternative zu den V8-Aggregaten,

  • Dritte Generation ab 1962: Plymouth nutzt für den Fury eine neue Plattform mit kürzerem Radstand. Im Jahr 1964 ist der Fury mit einem neuen V8-Motor mit 7,0 Litern Hubraum und einer Leistung von gut 360 PS zu bekommen.

  • Vierte Generation ab 1965: Rückkehr zur größeren Bauplattform mit über drei Meter Radstand und Designüberarbeitung etwa mit zwei übereinander angeordneten runden Frontscheinwerfern. Ausdifferenzierung der Modellpalette je nach Ausstattung in Fury I bis Fury III. Zu Limousinen, Coupés und Cabrios kommt der Fury Kombi als 6-Sitzer oder 9-Sitzer mit einer Länge von über 5,40 Metern hinzu.

Der Fury im typischen US-Stil der 70er Jahre (1969 – 1978)

Mit dem Übergang in die 1970er Jahre verändert der Fury seinen Auftritt radikaler als bei all den schnell wechselnden Designüberarbeitungen des davor liegenden Jahrzehnts. Mit Einführung der fünften Generation streckt Plymouth die Karosserie im typischen Stil der US-Full-Size-Cars der 70er um mehr als zehn Zentimeter auf gut 5,46 Meter bei den Limousinen oder Coupés und rund 5,67 Meter bei den 1971 vorgestellten Kombis. In diesen Ausstattungslinien und Versionen bietet Plymouth den Fury in den Generationen von 1969 bis 1974 an:

  • Fury I: Mit dieser Basisausstattung liefert Plymouth vornehmlich die Fury-Limousinen aus, die als Viertürer und bis 1971 auch als Zweitürer angeboten werden.

  • Fury II: Höhere Ausstattungslinie ab 1971 auch für die als 6-Sitzer sowie 9-Sitzer gefertigten Kombis der Baureihe Fury.

  • Fury III: Höchste Ausstattungslinie für alle Karosserievarianten des Fury.

  • Gran Fury: Luxusversion der Coupés und Limousinen ab 1970 bzw. 1972.

  • Sport Fury: Coupé-Topmodell, ab 1970/71 auch als Limousine und Kombi.

Trennung der Fury-Baureihen 1975 – 1978

In der letzten Baugeneration ab 1975 läuft der Fury als Full-Size-Modell Gran Fury sowie in einer Version mit kürzerem Radstand in der Klasse der Mid-Size-Cars vom Band. Während die großen Limousinen Gran Fury weiter den Plymouth C-Body mit langem Radstand nutzen, bauen Coupés, Kombis und kleinere Limousinen als Nachfolger des Plymouth Satellite bis zum Jahr 1978 auf dem B-Body mit kurzem Radstand auf.

Der Fury für Oldtimerfans und Sammler von Plymouth-Modellen

Einmal quer durch die US-Automobilgeschichte mit nur einem Modell, das finden Oldtimerfans und Sammler nicht allzu oft. Mit seiner langen Bauzeit von fast 30 Jahren bietet der Fury genau diese Möglichkeit. Und Plymouth sorgt mit seiner Modellpolitik dafür, dass in keiner Epoche Langeweile aufkommt. Die zahlreichen Veränderungen am Design selbst innerhalb einer Generation machen den Fury zu einem der vielseitigsten US Classic Cars auf dem Markt für Gebrauchtwagen. Dazu garantieren Karosserievielfalt vom Cabriolet bis zum Riesenkombi und leistungsstarke Ausführungen wie der Sport Fury eine Menge Abwechslung. Fans von US-Oldtimern und speziell Sammler von in Europa durchaus seltenen Plymouth-Modellen kommen mit einem Fury gleich welcher Baugeneration auf ihre Kosten. Wer die beim Unterhalt reduzieren will, sollte anstelle der V8-Modelle lieber einen Fury mit Sechszylinder wählen. Wie immer bei einem Oldtimer sollten Gebrauchtwagenkäufer auf den Originalzustand und möglichst auf den Nachweis der Fahrzeughistorie achten. Einen besonderen Status haben ganz sicher die frühesten Fury der 50er Jahre, die als Roman- und Filmfigur verewigt wurden und deren Eigner Mitglied in exklusiven Fury-Clubs werden können.