Gebrauchte BMW E30 bei AutoScout24 finden

BMW E30

BMW E30

Ein Klassiker mit purer Freude am Fahren

Es gibt Autos, die prägen eine ganze Generation. Autos, die legendär werden. Der BMW E30 ist genau so ein Auto. Er steht für puren Fahrspaß. Er weckt Emotionen. Die zweite Reihe des 3er BMW hatte viele Gesichter. Ganz klassisch als 2- und 4-Türer, als Touring Kombi, als Cabriolet und besonders sportlich als M3. Auch im Motorsport sorgte er für viel Aufsehen. Jede Menge Stoff für eine echte Legende, die bis heute als Gebrauchtwagen und Oldtimer beliebt ist. Weiterlesen

Finden Sie jetzt Ihr Wunschauto.

Aus über 2,4 Mio. Fahrzeugen im europaweit größten Online-Automarkt.

Der Autobauer BMW ohne eigene Cabriomodelle - das war tatsächlich lange Realität

Wie viel kostet ein BMW E30?

Einen konkreten Preis festzulegen fällt in diesem Fall etwas schwer. So ein legendärer Klassiker ist nach so vielen Jahren in unzähligen sehr unterschiedlichen Ausführungen und vor allem Zuständen verfügbar. So gibt es bereits Exemplare um wenig tausend Euro. Für zumindest auf den ersten Blick wirklich vernünftige Modelle werden EUR 10.000,00 bis EUR 15.000,00 fällig. Bei solchen Oldtimer-Gebrauchtwägen ist eine ausführliche Kontrolle mit einem gut geschulten Auge ein absolutes Muss, um hier keine Dauerbaustelle zu kaufen.

Die Konkurrenz von anno dazumal

Auch dieser Klassiker hatte zu „seiner“ Zeit ein paar hartnäckige Konkurrenten. Allen voran war der Audi 80, der etwas später zum bis heute erfolgreichen Audi A4 wurde, einer der wichtigsten Mitstreiter. Neben Audi hat vor allem Mercedes-Benz den Münchnern das Leben schwer gemacht. Dafür schickten sie das Mercedes-Benz Modell 190 und ab 1996 die Mercedes-Benz C-Klasse als Kombi ins Rennen.

Geschichte des BMW E30

Die Geschichte des legendären BMW E30 begann im Jahr 1982 als BMW 323i. Die Bezeichnung E30 steht für die zweite 3er-Reihe von BMW. Sein Vorgänger war der reine Zweitürer BMW E21. Der BMW E30 startete ebenfalls als Zweitürer, wurde jedoch ab Anfang 1983 durch eine Variante mit vier Türen ergänzt. Das Baur Topcabriolet war ab 1983 ebenfalls Teil der Modellpalette. Drei Jahre später folgte hier eine Weiterentwicklung zu einem Cabrio mit vollständig versenkbarem Dach und ohne Überrollbügel.

Im Jahr 1987 bekam die Baureihe E30 Zuwachs in Form einer Kombivariante namens Touring. Sportlich wurde es 1986 mit dem BMW M3. Dieser schaffte es sogar in die DTM. Zwischen 1982 und 1994 wurden in den BMW-Werken in München und Regensburg insgesamt 2,34 Millionen BMW E30 in den verschiedenen Varianten gebaut. Im August 1990 wurde der BMW E36 als Nachfolger für den E30 vorgestellt.

In der Ära des BMW E30 gab es zwei wichtige Modellpflegen. Die erste erfolgte im September 1985. Änderungen an der Frontschürze, Frontspoiler und Bereifung waren dabei am auffälligsten. Im Inneren tat sich vor allem an den Sitzpolstern und der Führung der Sicherheitsgurte etwas. Zwei Jahre später erfolgte die größte Modellpflege des BMW E30. Die wichtigste Neuerung war dabei die Kombilimousine namens „Touring“. Zudem wurde die Frontschürze erneut stark verändert. Nach dem Facelift war sie voluminöser und aus Kunststoff. Die Heckschürze wurde gemeinsam mit den Heckleuchten ebenso vergrößert wie das Tankvolumen.

Der BMW E30 mit Elektromotor und im Motorsport

Während heute alle Welt von Tesla & Co spricht, hat BMW bereits 1987 zumindest zu Forschungszwecken an einem BMW E30 mit Elektroantrieb gearbeitet. Den Gleichstrommotor lieferte ABB und er leistete rund 30 PS. Die damalige Reichweite betrug gerade einmal 150 km im Stadtverkehr, die Höchstgeschwindigkeit 100 km/h. Die Heizung funktionierte allerdings nicht elektronisch, sondern über eine Warmwasserheizung, die mit Dieselöl angetrieben wurde.

Der BMW E30 konnte auch im Motorsport für Aufsehen sorgen. Als M3 ging er unter anderem beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an den Start. Es folgten vier Siege hintereinander zwischen 1989 und 1992. Eine weitere wichtige Rolle spielte der M3 in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft – kurz: DTM. Roberto Ravaglia wurde dabei 1989 sogar Meister.

Welche Motoren standen im BMW E30 zur Verfügung?

Zu Beginn hat BMW die Motoren größtenteils aus dem Vorgängermodell BMW E21 übernommen und an den richtigen Stellen überarbeitet. Über die gesamte Ära des BMW E30 standen insgesamt 27 Motorvarianten zur Auswahl. Den Einstieg machte der 316. Zusätzlich gab es die Varianten 316s und 316i. Sie hatten entweder 1,6 oder 1,8 Liter Hubraum und leisteten zwischen 75 und 102 PS. Das höchste Drehmoment von 143 Nm brachte ein 316i Modell mit 1,6 Litern Hubraum und 102 PS.

Beim BMW 318i existierten vier Varianten mit je 1,8 Litern. Sie brachten es auf 102 bis 136 PS. Der stärkste unter ihnen war der 318is mit 136 PS und 172 Nm Drehmoment. Besonders war hier die Vierventiltechnik. Mehr Hubraum brachte der 320i. Mit 2 Litern Hubraum und bis zu 192 PS als 320is war hier unter der Haube schon etwas mehr los. Den nächstgrößeren BMW 323i mit 2,3 Litern gab es wahlweise mit 139 oder 150 PS, wobei die schwächere Variante nach wenigen Monaten aus dem Programm genommen wurde.

In eine sportlichere Richtung ging es mit den stärksten Motoren des BMW 325i/x bzw. 325e, sowie mit dem M3. Vor allem der 325e sorgte für Aufsehen, da er besonders drehmomentstark und dennoch sparsam konzipiert wurde. Das höchste der Motorengefühle erreichte BMW mit den M3 Varianten. Die eingebauten S14 B23 bzw. B25 Motoren leisteten zwischen 195 und 238 PS und brachten es auf ein Drehmoment von 230 bis 245 Nm.

Die verschiedenen Ottomotoren teilten sich in 4- und 6-Zylindervarianten auf. Die Modelle 316, 318, 320is und alle M3 Motoren hatten vier Zylinder. Dazwischen bestanden die Motoren der Modelle 320, 323 und 325 aus sechs Zylindern.

Die beiden Dieselmotoren und weitere Besonderheiten

Bei den Dieselmotoren standen zwei Modelle zur Auswahl: der 324d und der 324td. Zum ersten Mal in der BMW-Geschichte wurde ein Dieselmotor mit und ohne Turbolader hergestellt. Der Saugdiesel 324d leistete 86 PS und 152 Nm Drehmoment. Beim zwei Jahre später erschienenen Turbodiesel 324td waren es 115 PS und 220 Nm. Beide Dieselaggregate waren 6-Zylindermotoren.

Zusätzlich brachte BMW erstmals seit den 1930er Jahren wieder einen eigenen Allradantrieb auf den Markt. Ab 1985 stand der BMW 352iX mit Allradantrieb zur Auswahl.

Die Modellvarianten des BMW E30

Der BMW E30 war in den folgenden Karosserieformen erhältlich.

  • Limousine mit zwei Türen
  • Limousine mit vier Türen
  • Baur Topcabriolet
  • Cabriolet
  • M3
  • Touring (Kombi)
  • Z1 Roadster
  • diverse Allradvarianten
Das erste BMW Cabriolet seit langem war das Baur Topcabriolet. Ab 1983 wurde dafür eine kleine Menge E30 Zweitürer von der Stuttgarter Firma Baur umgebaut und offiziell über BMW-Händler verkauft. Von einem Vollcabriolet konnte man allerdings noch nicht sprechen, da ein Überrollbügel und die Seitenscheiben stehen blieben. Dieser Umstand wurde ab 1985 mit dem vollkommen BMW-eigenen Cabriolet geändert. Dieses wurde zwischen 1988 und 1991 zusätzlich zum M3 Cabrio mit einer Stückzahl von 786.

Der BMW M3 wurde von der Tochterfirma BMW M GmbH entwickelt. Der Radstand wurde um einen halben Zentimeter verkürzt und die Kotflügel breiter gestaltet. Dadurch hatte das verbreiterte Fahrwerk genug Platz. Die Bremsanlage wurde extra groß und mit 5-Loch-Naben gestaltet.

Seit September 1987 wurde gemeinsam mit dem zweiten großen Facelift der E30 Touring vorgestellt. Dabei handelte es sich um eine Kombivariante. Er wurde sehr schnell zu einem vollen Erfolg. Der beinahe komplett ebene Laderaum war eines seiner Markenzeichen. Er war als 320i, 325i und 325ix als Allrad verfügbar. Im Frühjahr 1994 endete die Produktion des 3er-Touring.

Für wen sich der BMW E30 am besten?

Im Jahr 2018 finden sich die möglichen Käufer eines BMW E30 wohl ohnehin von selbst. Liebhaber dieser Wagenreihe und Fahrer mit einer schwäche für sportliche Klassiker können in diesem 3er ihr Glück finden. Sofern die Vorbesitzer gut zu den jeweiligen Autos waren, sollten sie sich auch heute noch recht problemlos betreiben lassen. Wenn doch mal ein Problemchen auftreten sollte, ist es kein Problem, die richtigen Ersatzteile aufzutreiben. Ein Auto aus der damaligen Zeit lässt sich ja sogar noch einigermaßen gut selber reparieren, ganz ohne einen Computer anschließen zu müssen.