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Mit dem Audi 50 leisten die Bayern in den 1970er Jahren Entwicklungshilfe für VW

In den aktuelleren Baujahren gehörten die im Look von urbanen Lifestyle Cars auftretenden Kleinwagen der Reihe A1 bei dem Ingolstädter Fahrzeugproduzenten Audi zum festen Bestandteil des Programms. Das als Drei- und Fünftürer gebaute Modell hatte der seit Mitte der 1960er Jahre zum Wolfsburger Volkswagen-Konzern gehörende Hersteller im Jahr 2010 auf den Markt gebracht und als Einstiegsmodell unterhalb des bis dahin kleinsten Audis der Baureihe A3 positioniert. Dass der A1 ursprünglich eine Entwicklung von VW-Ingenieuren war und technisch in weiten Teilen auf dem Polo basierte, war dem kleinsten Audi nicht anzusehen. Die Konstrukteure in Ingolstadt realisierten ein komplett eigenständiges Designkonzept im Stile der Markenfamilie und werteten die Reihe zusätzlich mit der Einführung von Sportmodellen auf, die als S1 auf den Markt kamen. Trotz dieser Unterschiede war eines beim Blick in die Modellhistorie jedoch nicht zu übersehen: Mit der Entwicklung führte die Konzernmutter zwei Kleinwagen-Baureihen wieder zusammen, die in den 1970er Jahren bereits das Einstiegsprogramm sowohl von VW als auch von Audi geprägt hatten. Allerdings waren es zu dieser Zeit die Ingolstädter gewesen, die den Niedersachsen mit dem von ihnen konzipierten Audi 50 Entwicklungshilfe geleistet hatten.

Der Audi 50 liefert im Jahr 1974 die Grundlage für den VW Polo

Während Volkswagen Anfang der 1970er Jahre den Entwicklungsschwerpunkt auf das geplante neue Kompaktmodell Golf legte und damit seinen in Deutschland als Käfer bekannt gewordenen Longseller ablösen wollte, begannen in Ingolstadt die Arbeiten an einem Kleinwagenprojekt, mit dem die Bayern ihr Programm nach unten ausbauen wollten. Bis dahin produzierte der Hersteller mit den Audi 100 und Audi 80 nur zwei Baureihen und galt damit als Spezialist für Limousinen der Mittelklasse. Und bei diesem Profil sollte es nach dem Willen des Audi-Mutterkonzerns Volkswagen eigentlich auch bleiben. Angesichts eines eigenen Audi-Kleinwagens befürchteten die Wolfsburger offenbar eine interne Konkurrenz. Zwar konnte die bayerische VW-Tochter ihr Projekt zur Serienreife entwickeln. Doch anstatt mit dem im Jahr 1974 auf den Märkten eingeführten Audi 50 das Programm der Ingolstädter dauerhaft auf eine breitere Grundlage zu stellen, entschied sich die Konzernleitung, den Kleinwagen in kaum veränderter Form als VW Polo als eigenes Produkt für die Kernmarke Volkswagen zu übernehmen.

Der Audi 50 wird nur knapp vier Jahre von 1974 – 1978 produziert

Mit dieser Entscheidung sicherte sich Volkswagen ein neues Einstiegsmodell, das neben dem Golf zum zweiten Klassiker im Programm wurde und sich schnell zu einem der volumenstärksten Modelle der Niedersachsen entwickelte. Zwar unterschied sich der Audi 50 anfangs durch seine höherwertige Ausstattung und eine stärkere Motorisierung vom Schwestermodell aus Wolfsburg. Doch optisch wurden die als dreitürige Schräghecklimousinen gefertigten Kleinwagen der beiden Marken nicht voneinander abgegrenzt. Nur durch seine Chromleiste und durch das Audi-Logo am Kühler zeigte der Audi 50 seine Zugehörigkeit zur Modellfamilie der Ingolstädter. Für zwei nahezu identische Kleinwagen aber schien zu dieser Zeit kein Platz im VW-Konzern zu sein. Die Folge: Der Audi 50 lief nur knapp vier Jahre neben dem Polo vom Band, dann verschwanden die kleinen Dreitürer mit den Audi-Ringen am Kühlergrill im Jahr 1978 aus dem Programm und die Bayern verabschiedeten sich bis zu Einführung des Audi A2 im Jahr 1999 für fast 30 Jahre ganz aus dem Markt für Kleinwagen.

Sonderstellung als erster Ingolstädter Kleinwagen für den Audi 50 als Oldtimer

Die in Großserien vom Band laufenden Modelle der Kleinwagenklasse sind in der Regel keine Fahrzeuge, die Liebhaber und Sammler auf den Plan rufen, solange sie in der Produktion sind und das Straßenbild mitprägen. Nicht anders war es beim Audi 50, der nach dem Auslaufen der Fertigung als Gebrauchtwagen nur noch einige Jahre auf den Straßen präsent blieb. Doch im Vergleich zu seinem Schwestermodell Polo machten sich die kleinen Audis bald auch als Gebrauchte rar. Der Grund: In der Bauzeit von 1974 bis 1978 verließen nicht einmal 200.000 Audi 50 die Werkshallen. Für ein als Volumenmodell geplantes Fahrzeug eines Großserienherstellers war das eine durchaus niedrige Produktionszahl. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der Audi 50 in den nächsten Jahrzehnten zu einem gesuchten Oldtimer, der zu den seltensten Modellen der bayerischen Marke aus der Bauzeit der 1970er Jahre gehörte. Zusätzlichen Wert bekamen die Oldtimer durch ihre Sonderstellung als erster Kleinwagen im Programm von Audi.

Als Oldtimer gibt es den Audi 50 in zwei Ausstattungsversionen

Auf dem Markt für Gebrauchtwagen war der Audi 50 als Classic Car oder Oldtimer in zwei Ausstattungsversionen präsent, die sich vor allem durch ihre Motorisierung voneinander unterschieden. In der LS-Variante war der Kleinwagen der Ingolstädter mit einem Vierzylindermotor mit 1,1 Litern Hubraum ausgestattet, der dem Dreitürer eine Leistung von bis zu 37 kW (50 PS) zur Verfügung stellen konnte. In der Topversion gab es den Audi 50 mit einem stärkeren Vierzylinderaggregat, das eine Leistung von maximal 44 kW (60 PS) ablieferte. Kombiniert waren die Motoren in beiden Fällen mit einer manuellen Viergangschaltung. Mit der kleineren Motorvariante schaffte es der Kleinwagen der Bayern bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von etwas über 140 Stundenkilometern. Der Audi 50 GL kam in der Spitze auf rund 150 km/h. Ein weiterer Unterschied zwischen den Modellen: Der Audi 50 LS begnügte sich mit Normalbenzin, während für die Modelle mit den stärkeren Vierzylindern Superbenzin getankt werden musste.
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