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Lancia Y

Individualisierungswünsche können beim Lancia Y erfüllt werden

Bauplattformen für mehrere Modelle gemeinsam nutzen, die Auswahl an Motoren in einer Baureihe reduzieren, Produktionssprozesse standardisieren, die Automobilhersteller überall auf der Welt investieren seit den 1990er Jahren viel technisches Know-how, um ihre Fertigung kostengünstiger gestalten und somit wettbewerbsfähiger sein zu können. Das gilt inzwischen längst nicht mehr nur für kleine und mittlere Pkw, sondern ist auch der Maßstab bei der Herstellung von Limousinen und Coupés der Oberklasse. Der italienische  Fiat-Konzern ging Anfang der 1990er Jahre mit seiner Marke Lancia einen etwas anderen Weg. Zwar wurden auch in Turin gemeinsame technische Plattformen für die Modelle der in dem Unternehmen vereinten Marken genutzt. Ausgerechnet im margenschwachen Segment der Kleinwagen wagten die Italiener jedoch mit dem 1995 als Nachfolger des Lancia Y10 präsentierten Lancia Y ein ungewöhnliches Experiment: Kunden erhielten die Möglichkeit, die kleine dreitürige Limousine nach ihren persönlichen Wünschen zu individualisieren.

113 Farben und viele Extras von Oberklasseformat werten den Lancia Y auf

Der Lancia Y konnte ab Werk in insgesamt 113 unterschiedlichen Lackfarben geordert werden, und die Liste seiner Sonderausstattung ließ kaum Wünsche offen. Leder- oder Alcantarabezüge, Sitze mit Lordosenstütze, Klimaanlage, beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Sportfelgen, Servolenkung, Schaltautomatik oder ein Navigationssystem standen zur Auswahl. Wer sich dem Understatement verpflichtet sah, konnten seinen Stadtflitzer auf diese Weise mit vielen Extras ausstatten, die in dieser Zeit vielfach noch Oberklassefahrzeugen vorbehalten waren. Die Strategie von Fiat: Der Lancia Y sollte in der traditionell eher ausstattungsschwachen Kleinwagenklasse als hochwertige Alternative zu normalen Kleinwagen wahrgenommen werden. Die baute der Konzern unter seiner Kernmarke Fiat schließlich selber. Der gefürchtete Kannibalisierungseffekt sollte durch die bei Lancia angewandte Taktik möglichst effektiv vermieden werden.

Überdurchschnittliche Sicherheitssysteme für den Lancia Y

Passend zum angestrebten Image des Lancia Y als Premium-Kleinwagen stattete die Konzernmutter die Modelle zudem mit Sicherheitsfeatures aus, die zu Anfang der Bauzeit bei Autos dieser Gattung keinesfalls selbstverständlich waren. Dazu gehörten ein ABS Bremssystem, Airbags und Seitenairbags in den letzten drei Baujahren. Motorisiert wurde der 3,72 Meter lange Lancia Y mit Platz für bis zu fünf Passagiere in der Einstiegsversion mit einem 1,1 Liter Triebwerk mit 40 kW (55 PS). Als Alternativen standen zwei Aggregate mit 1,2 Litern Hubraum und 44 kW (60 PS) sowie mit 63 kW (86 PS) zur Verfügung. Die Limousine mit dem 1,4 Liter Motor leistete bis zu 59 kW (80 PS).

Eine Sportversion des Lancia Y als Nachfolger des Autobianchi A112 Abarth

Als Topversion in Nachfolge des Vorgängermodells, das in Italien unter dem alten Markennamen Autobianchi als A112 Abarth verkauft worden war, gab es den Elefantino Rosso genannten Lancia Y mit 63 kW (86 PS), der auf eine Spitzengeschwindigkeit von 177 km/h kam. Zum Vergleich: Mit dem kleinsten Motor schaffte der Lancia Y nur 150 km/h. Der Verbrauch variierte je nach Motorisierung zwischen 6,3 Litern und 7,8 Litern pro hundert Kilometer, was einem CO2-Wert zwischen 150 g/km und 185 g/km entsprach. In den letzten Baujahren von 2000 bis 2003 verblieben nach einem Facelift des Lancia Y nur noch die 1,2 Liter Motoren sowie das Sportmodell Elefantino Rosso mit tiefergelegtem Fahrwerk und sportlich übersetztem Fünfgang-Getriebe im Programm. Den 2003 vorgestellten Nachfolger boten die Italiener dann unter der veränderten Typenbezeichnung mit ausgeschriebenem Buchstaben als Lancia Ypsilon an.

Fahrzeugbewertungen zu Lancia Y

12 Bewertungen

4,1

Technische Daten Lancia Y

Technische Daten wie Verbrauch, PS, Maße, Gewicht und Länge im Überblick

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