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Limousinen

Die beliebtesten Limousinen im Überblick

Die Limousine – das „klassische Auto“

Beim Begriff Limousine denken viele an ein überlanges Luxusflaggschiff auf vier Rädern. Per Definition ist eine Limousine aber ein ganz “normales” Auto – ursprünglich war damit schlichtweg ein geschlossenes Fahrzeug gemeint, also fallen Cabrios schon mal nicht darunter. Im Zuge der immer weiteren Aufschlüsselung von Fahrzeugkategorien hat sich der Begriff Limousine praktisch automatisch immer weiter differenziert, denn genauso wenig gehören Vans, SUVs, Transporter, Coupés, Klein- oder Sportwagen dazu, sondern sind wie die Limousine eigene Fahrzeug-Aufbautypen. Man könnte meinen, alles was nun bleibt, muss eine Limousine sein. Doch schauen wir einmal genauer hin:

Definition Limousine

Die Begriffsbestimmung legt heute fest, dass eine Limousine Platz für mindestens vier Personen bieten muss, über zwei Sitzreihen und ein festes Dach verfügt, das wiederum von drei Säulen, namentlich den sogenannten A-, B- und C-Säulen, getragen wird. Damit unterscheidet sich die Limousine recht klar vom Cabrio und vom Roadster, die beide über ein offenes Dach verfügen. Coupés mit flach abfallendem Heck und genau genommen nur zwei Sitzen und zwei Türen sind hingegen oft nicht mehr ganz klar von der Limousine abzugrenzen: Ein Nischenfall stellen beispielsweise der Mercedes-Benz CLS und der Porsche Panamera dar, welche in ihren Ausmaßen einer Limousine gleichen und mit vier Türen ausgestattet sind, wegen ihrer Form und dem verkürzten Dach aber einem Coupé entsprechen. Diese Modelle werden zum Teil aber auch als „Kombilimousinen“ oder „Kombicoupés“ vermarktet. Apropos: Auch Kombis gehören wegen dem Fokus auf dem großen Ladevolumen nicht zu den Limousinen, obgleich Kombis so gut wie immer auf entsprechenden Limousinen beruhen. Die Limousine im eigentlichen Sinn verfügt stattdessen über ein Stufenheck oder über ein Schrägheck.

Die Herkunft des Begriffs Limousine

Wie die meisten Fahrzeug-Typbezeichnungen findet auch der Begriff „Limousine“ seine Ursprünge in einer Kutsche: In diesem Fall handelt es sich um einen aus der französischen Region Limousin stammenden, besonders luxuriösen Kutschentyp. Doch das ist nur der eine Teil der Geschichte: Zum Anderen hatten Hirten in der Region Limousin besonders dichte Mäntel aus Ziegenhaar. Diese hießen auf Grund ihrer Herkunft ebenfalls “Limousin”. Diese Begriffe zusammen – also eine luxuriöse Kutsche aus Limousin mit einem Stoffdach, so fest, schützend wie die Mäntel namens Limousin – führten zur Verwendung des Begriff Limousine für ein entsprechendes Automobil mit vollständig geschlossenem Fond und einem festen Dach, das bis zur Windschutzscheibe verlängert war. Das Fahrzeug der nun offiziellen Gattung „Limousine“ war geboren.

Die Limousine im weiteren Sinne

In den meisten Fällen sind Limousinen größer als beispielsweise Fahrzeuge der Kompaktklasse und gehören heute somit praktisch immer mindestens zur unteren oder oberen Mittelklasse. Altbekannte Beispiele für klassische Limousinen der unteren Mittelklasse oder Mittelklasse sind der Audi A4, die 3er BMW, die Mercedes-Benz C-Klasse und der VW Passat. Neuere Vertreter sind der Hyundai i40, der Mazda6 oder der Toyota Avensis. Andere Limousinen gehören der oberen Mittelklasse oder der Oberklasse an, wie etwa die Mercedes-Benz E-Klasse, der 5er BMW, der Audi A6 und A7, der Skoda Superb, sowie der Volvo V70. Was bleibt sind Limousinen der Luxusklasse wie der 7er BMW oder der Audi A8. Für Gebrauchtwagenkäufer sind Limousinen ein heiß umworbenes Segment, denn der Wertverlust der Neufahrzeuge ist enorm, insbesondere bei den Limousinen der oberen Mittelklasse. Da im Zuge dessen das Angebot der gebrauchten Limousinen sehr groß ist, lässt sich hier leicht ein Schnäppchen schlagen.

Die Limousine im Volksmund

Allgemeinsprachlich verstehen die meisten Menschen unter dem Begriff Limousine eine Chauffeurslimousine oder eine Stretch-Limousine – die Kurzform „Limo“ tut dazu ihr Übriges. Die Begriffsverwirrung stammt mitunter auch davon, dass die Limousine im Englischen ausschließlich vier- und mehrtürige Luxusfahrzeuge mit Trennscheibe zum Chauffeur und Stretch-Limousinen bezeichnet. Gerade weil dies oftmals zu Verwirrungen führte, tauchte bald die neuere Kurzform „Stretch-Limo“ auf. Gemeint ist damit ein nachträglich verlängertes Fahrzeug, das durch den Umbau einer Limousine hergestellt wurde. Die erste Stretch-Limousine wurde um 1928 in Arkansas gebaut. Sie erhielt oft die Bezeichnung „Big Band Bus“, da sich die Mitglieder einer Big Band mitsamt ihren Instrumenten transportieren ließen. Heute dienen Stretch-Limousinen vor allem dem Komfort, als Staatskarosse und als Statussymbol. Im Staatsdienst, aber gelegentlich auch als Flughafenzubringer und als Luxustaxi werden Stretch-Limousinen als gehobene Variante benutzt, beispielsweise wenn mehrere Staatsoberhäupter nebst Begleitung in ein und demselben Wagen befördert werden sollen. Inzwischen ist es auch in Deutschland beliebt, Stretch-Limousinen stundenweise und mit Fahrer für Junggesellenabschiede, Abibälle, Discobesuche etc. zu mieten. Entsprechende Dienstleister gibt es in jeder größeren Stadt.

Sportlimousinen

Die Sportlimousine ist eine nicht genau definierte und ebenso wenig geschützte Bezeichnung für Fahrzeuge mit leistungsstarken Motoren, deren Fahrleistungen auf dem Niveau eines Sportwagens liegen – die Karosserie und die Abmessungen entsprechen aber der einer Limousine. Ein Fahrzeug dieser Art war der Maserati Quattroporte aus dem Jahre 1963, der mit 230 km/h damals die Auszeichnung der schnellsten Limousine der Welt erhielt und mittlerweile in fünfter Generation bei den Händlern steht. Wenn der Kombi eines der Gegenstücke zur Limousine ist, so ist es zur Sportlimousine natürlich entsprechend der Sportkombi. Wegen der fehlenden, geschützten Definition finden sich diese Begriffe aber eher in marketingtechnischen Aspekten wieder. Schon von daher kann eine Sportlimousine oder ein Sportkombi über tatsächlich enorme Fahrleistungen verfügen, es kann aber genauso gut eine rein sportlich-angehauchte oder gar nur moderne Optik zur Verwendung dieser Verkaufsbezeichnung führen.

Die Limousine international

Im amerikanischen und australischen Englisch ist die Definition des bei uns als Limousine bezeichneten Fahrzeugtyps etwas logischer bzw. steht es besser im Zusammenhang mit ähnlichen Fahrzeugen: Die Limousine wird dort schlichtweg als „Sedan“ bezeichnet. Handelt es sich um eine Stufenheck-Limousine, so heißt diese „Notchback Sedan“ (oder nur Sedan / im Englischen „Saloon“), eine Schrägheck-Limousine nennt sich „Fastback Sedan“. In diese Gruppe fügt sich der bei uns umständlich als Kombinationskraftwagen bezeichnete Fahrzeugtyp (Kombi) als „Hatchback Sedan“ ein. Dies scheint naheliegend, da all diese Fahrzeugtypen Karosserien beschreiben, die sich prinzipiell stark ähneln und nur durch die Gestaltung des Hecks unterscheiden. In Frankreich werden die Begriffe „la limousine“ und „la berline“ unterschieden – letzteres bezeichnet ein ebenfalls geschlossenes Fahrzeug mit jeweils nur zwei Seitenfenstern, wohingegen eine Limousine drei Seitenfenster besitzt. Die Italiener nennen die Limousine im eigentlichen Sinne wiederum „berlina“. Im Spanischen und Portugiesischen heißen diese Autos dagegen wie im Amerikanischen „Sedan“. Im Englischen und Französischen werden zweitürige Stufenhecklimousinen außerdem gelegentlich als „Coach“ bezeichnet.