Ihr Radstand beträgt 2510 mm und ihr Leergewicht 1070-1250 kg. Die Alfa Romeo Alfetta wurde mit 1,6-2,5 Liter (80-116 kW) Ottomotoren beziehungsweise mit 2,0-2,4 Liter (60-70 kW) Dieselmotoren ausgestattet. Ihr unmittelbarer Nachfolger war der Alfa Romeo 90. Der Name der zumeist viertürigen Limousine entstammt dem Alfetta Typ 159. Hierbei handelt es sich um einen Alfa-Formel-1-Rennwagen, mit dem sowohl Giuseppe Farina im Jahr 1950 als auch Juan Manuel Fangio 1951 erste Plätze erzielten. "Alfetta" kann auch mit "kleiner Alfa" übersetzt werden. Beide Fahrzeugtypen weisen gleiche Transaxle-Bauweisen des Antriebsstrangs auf.
Der Antriebsstrang der Alfa Romeo Alfetta
Bis zum Bau der Alfa Romeo Alfetta war die Transaxlebauweise bei Serienlimousinen selten. Man entschloss sich, das Getriebe bei dem Wagen zusammen mit dem Differential vor der Hinterachse anzubringen. Die Kupplung wurde angeflanscht. Eine Antriebswelle verband den vorne montierten Motor mit der Kupplung-Getriebe-Differential-Einheit. Diese Gewichtsverteilung von 50:50 brachte so mehr Traktion auf die Antriebsräder. Zudem sorgte diese Bauweise für ein neutrales Verhalten in Kurven, unabhängig vom Beladungszustand. So genoss die Alfa Romeo Alfetta auch den Ruf, eine ausgezeichnete Straßenlage zu bieten, selbst bei schlechten Wetterbedingungen wie Regen und Schnee.
Das besondere Fahrwerk der Alfa Romeo Alfetta
Der Wagen wies zudem eine De-Dion-Achse auf, welche mit Teleskopstoßdämpfern und Schraubenfedern ausgezeichnet war. Der Achskörper ähnelte einem Trapez mit schmaler Seite nach vorne. Dort lagerte eine Deichselachse. Ein Wettgestänge diente der Querführung. Die hinteren Bremsscheiben waren auf den Differentialausgangswellen angeflanscht. Dies sorgte für eine Verringerung der ungefederten Massen an den Rädern. Längs liegende Drehstabfedern und Doppelquerlenker wurden an der Vorderachse montiert, was mehr Platz im Motorraum bedeutete. Selbst vorne waren Scheibenbremsen angebracht und die Bremse funktionierte servounterstützt.
Alfa Romeo Alfetta: Die Motorleistung
1977 wurde als Motor die 2000er Maschine mit 121 PS, später dann auch mit 130 PS angeboten. Der 1600er-Motor in der Alfa Romeo Alfetta war leicht leistungsstärker als der in der Giulia Nova Super, was auf einen elektrischen Lüfter und diverse Feinabstimmungen zurückzuführen ist. Ab 1979 wurde der Wagen ebenfalls mit einem Turbodiesel angeboten, der 1983 95 PS durch Hubraumvergrößerung auf 2,4 Liter leistete.
Design schreiben Italiener groß
Für das Design der Alfa Romeo Alfetta war Bertone verantwortlich. Da das Verhältnis des damaligen Alfa-Präsidenten Giuseppe Luraghi zu Bertone zu dieser Zeit nicht das allerbeste war, versah man die erste Version des Wagens mit einem "Centro Stile Alfa Romeo"-Emblem. Die "Ur-Alfetta" wurde von Frühjahr 1972 bis Sommer 1974 gebaut. Ab Mitte des Jahres 1974 konnte man die Alfa Romeo Alfetta mit 1600er-Maschine erwerben. Ab 1975 tauschte die Alfetta ihren Namen in Alfetta 1.8 ein. Auch äußerlich veränderte sich das Auto leicht, indem der Frontgrill abgeändert, das Alfa-Herz "Scudetto" verbreitert und die Scheinwerferringe verändert wurden. Im Herbst 1977 erblickte die Alfetta 2000 das Licht der Welt. Es folgten Karosserieversionen mit Dieselmotor.