Gebrauchtwagentest: Toyota Yaris Hybrid – Problemloser Hybrid

Äußerlich unterscheidet sich der seit Mitte 2012 gebaute Hybrid-Yaris kaum von seinen konventionell motorisierten Geschwistern. Lediglich einige aerodynamische Optimierungen und die blauen Hybrid-Logos machen ihn erkennbar. Im Gegensatz zu anderen Hybridmodellen sorgt der Akku beim Yaris nicht für Kofferraum-Schrumpfen; der Stromspeicher ist raumsparend unter der Rücksitzbank untergebracht. Auch das Platzangebot für die Passagiere ist im Spritsparmodell ordentlich, viele Ablagen schaffen Ordnung im Cockpit, die Rundumsicht ist gut und zumindest auf dem vorderen Gestühl sitzt es sich sehr ordentlich.
Dreitürer ohne Hybrid
Weniger ansprechend ist die mäßige Materialauswahl. Am Armaturenbrett regiert billiges Hartplastik. Ein wenig besser wird die Anmutung erst durch das Facelift 2014. Immerhin stimmt die Verarbeitung, so dass der Innenraum auch bei einem Gebrauchtwagen wenig abgewohnt aussehen sollte. Einzige Karosserieversion des Hybrid-Yaris ist die fünftürige Limousine. Die dreitürige Variante bleibt Dieseln und Benzinern vorbehalten.
Der Hybrid als erste Wahl
Der Hybridantrieb ist nicht nur Technik-Gag, sondern tatsächlich die besten Wahl beim Yaris. Der Diesel ist zwar ähnlich sparsam, aber auch ähnlich kostspielig in der Anschaffung und für Wenigfahrer auch beim Unterhalt kein Schnäppchen. Die alternativ angebotenen Benziner hingegen sind kaum temperamentvoller als der Hybrid, dafür deutlich durstiger. Damit wären die beiden Hauptcharakteristiken des 74 kW/100 PS starken Kombination aus 1,5-Liter-Benziner und E-Motor im Yaris genannt: Der Kleinwagen lässt sich mit ein bisschen Konzentration durchaus im Bereich des Normverbrauchs von 3,3 Litern bewegen.
Auch wer nicht optimal fährt, bleibt im Stadtbereich unter fünf Litern. Und selbst auf der Autobahn wird der Toyota nicht zum Schluckspecht und begnügt sich mit weniger als sechs Litern. Allerdings erkauft der Fahrer sich den Niedrigverbrauch mit mäßigen Fahrleistungen. Der Antrieb braucht gefühlt eine Ewigkeit, bis er den Yaris auf Höchstgeschwindigkeit gewuchtet hat. Zudem sorgt der durch das serienmäßige Automatikgetriebe modulierte angestrengte Klang bei sensiblen Naturen möglicherweise für Missstimmung. Wer aber im gemäßigten Tempo im Stadtverkehr mitschwimmt, hat seine reine Freude an CVT-Getriebe und Hybridtechnik. Entspannung statt Fahrspaß ist das Motto des Hybrid-Kleinwagens.
Beste Ausstattung
Das Hybridmodell ist generell etwas besser ausgestattet als die konventionellen Varianten. So zählen unter anderem eine Sitzheizung und das schlüssellose Startsystem zum Lieferumfang. Darüber hinaus orientiert sich der Hybrid an den bekannten Ausstattungsstufen „Basis“, „Comfort“ und „Club“. Das unterste Niveau ist zu mager ausgestattet, das zweite bringt alles Wichtige mit. Stufe drei garniert den Kleinwagen mit etwas Luxuskomfort und schickerer Optik. Für Sicherheit sorgen in allen Varianten sieben Airbags und der Schleuderschutz ESP. Beim EuroNCAP-Crashtest gab es 2011 fünf von fünf Sternen.
Kaum etwas zu bemängeln
Wie es sich für einen Toyota gehört schneidet auch der Yaris Hybrid bei der Hauptuntersuchung überdurchschnittlich gut ab. Laut TÜV Report haben die Prüfer kaum einmal etwas zu bemängeln, lediglich beim zu hohen Bremsenverschleiß gibt es Verbesserungsbedarf. Nicht HU-relevant, aber ärgerlich: Der Kleinwagen ist rostanfällig – vor allem an schlecht sichtbaren Stellen wie den Blechfalzen unter den Gummidichtungen der Türen. Darüber hinaus sind bei Toyotas kleinstem Hybrid kaum notorische Fehler bekannt – auch Batterie und Antrieb gelten als langlebig.
Spaß machen beim Yaris vor allem Sparsamkeit und Langzeitqualität. Wer ein genügsames Auto für den Stop-and-go-Verkehr in der Stadt sucht, macht mit dem kleinen Japaner nichts falsch. Allerdings ist der Hybrid gefragt – rund 10.000 Euro sollten daher mindestens im Budget sein. (sp-x/hh/jms)
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