Toyota bZ4X Touring (2026) im Test: Familientauglicher Elektro-Kombi

Mit dem Toyota bZ4X Touring bringt der japanische Hersteller auf Basis der überarbeiteten Version seines vollelektrischen Mittelklasse-SUV auch eine Kombi-Variante auf den Markt. Neben den zahlreichen Verbesserungen bietet diese zudem mehr Platz und einen Schuss Geländetauglichkeit.

Der Toyota bZ4X Touring (2026) auf einen Blick


Was uns gefällt

Dass es den bZ4X jetzt auch als Kombi gibt.

Was wir vermissen

Ein Frunk wäre auch noch schön.

Ideal wenn …

… man Platz und Stauraum für die gesamte Familie braucht.

Die Alternativen

BYD Sealion 7, Škoda Enyaq, Tesla Model Y


Stärken

  • Dynamischer Antrieb
  • Großzügige Platzverhältnisse
  • Niedriger Verbrauch

Schwächen

  • Geringe Ladeleistung
  • Kein Handschuhfach
  • Harte Armauflagen

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Jetzt auch als Kombi

Mit dem Toyota bZ4X Touring bietet der japanische Autobauer seinen vollelektrischen Mittelklasse-SUV jetzt auch als Kombi an. Gegenüber dem bisherigen Crossover wurde dieser im Bereich des Kofferraums um 140 Millimeter verlängert und bietet dadurch fast 50 Prozent mehr Stauraum. Die mit schwarzem Kunststoff verkleideten Radhäuser verleihen dem SUV einen robusten Auftritt, der gut zu seiner Geländetauglichkeit passt. Die massive Dachreling rundet den Abenteuer-Look zusätzlich ab.

Der Toyota bZ4X Touring wird in drei Varianten angeboten. Auf die kleinere Batterie und die Basisausstattung „Active“ wird beim Kombi verzichtet. Alle Modelle sind mit der 74,7-kWh-Batterie (71 kWh netto) ausgestattet. Das Allradmodell leistet 280 kW (380 PS) und wird laut den Erwartungen von Toyota Austria rund 70 Prozent der Käufe ausmachen. Der bZ4X Touring mit Frontantrieb leistet 165 kW (224 PS) und ist in der Ausstattung „Teamplayer“ erhältlich. Die von uns getestete Top-Ausstattung „Lounge“ ist dem Allradmodell vorbehalten und verfügt über 20-Zoll-Räder und ein Panoramadach.

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Allrad mit sportlichen Fahrleistungen

Die getestete Allradversion des Toyota bZ4X Touring überzeugt im Test mit äußerst dynamischen Fahrleistungen. Der 4,83 Meter lange und 2,1 Tonnen schwere Kombi lässt sich dank der hohen Leistung von 280 kW (380 PS) sehr leichtfüßig bewegen. In gerade einmal 4,5 Sekunden ist der Sprint von null auf 100 km/h erledigt. Kein anderes Elektroauto von Toyota hat einen derartigen Sportwagen-Wert zu bieten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Seinem frontgetriebenen Pendant gelingt der Standardsprint in 7,3 Sekunden, was für den Alltag mit der Familie immer noch vollkommen ausreichend ist.

Beim Fahrwerk des Toyota bZ4X Touring ist ein guter Mix aus sportlicher Straffheit und gutem Komfort gelungen. Unebenheiten werden gekonnt ausgeglichen, ohne allzu große Seitenneigung in Kurven zuzulassen. Die präzise Lenkung bietet eine gute Rückmeldung. Um dem Offroad-Look auch technisch gerecht zu werden, bietet der SUV eine Bodenfreiheit von 208 Millimetern, die für leichtes Gelände durchaus geeignet ist. Zudem kann der Allradantrieb mit Hilfe des X-Modes an unterschiedliche Untergründe wie Schlamm oder Schnee angepasst werden. Die Wattiefe beträgt 500 Millimeter.

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Ungewöhnliche Cockpit-Anordnung

Im Innenraum findet sich ein Mix aus gepolsterten Verkleidungsteilen und Hartplastik. Die komfortablen Sitze sind vorne wie hinten beheizbar und belüftbar. Eine etwas weichere Polsterung wäre in der Türverkleidung und Mittelarmlehne wünschenswert. Die Lenkradhöhe ist so einzustellen, dass man darüber einen guten Blick auf das ungewöhnlich weit vorne angebrachte 7-Zoll-Kombiinstrument hat. Das ist zu Beginn zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Hat man jedoch erst einmal die richtige Einstellung gefunden, funktioniert es recht gut.

Der mittig angebrachte 14-Zoll-Touchscreen ist gut ablesbar. Die wichtigsten Funktionen zur Steuerung sind am unteren Rand stets ersichtlich. Dazu kommen praktische Drehregler zur Steuerung der Temperatur und Lautstärke. Im Toyota bZ4X Touring fehlt zwar ein Handschuhfach. Praktische Ablagen sind aber trotzdem ausreichend vorhanden. Vor allem in den Türverkleidungen und unter der frei schwebend wirkenden Mittelkonsole, auf der sich zwei Smartphones gleichzeitig induktiv aufladen lassen.

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Der gegenüber dem Standard-bZ4X unveränderte Radstand von 2,85 Metern bietet für die Passagiere im Fond ein komfortables Raumgefühl. Die Kopffreiheit ist aufgrund des Dachverlaufs etwas gewachsen und dadurch auch für großgewachsene Mitfahrer gut geeignet. Aufgrund des hohen Fahrzeugbodens finden die Oberschenkel keine durchgängige Auflage. So schränkt das Anwinkeln der Beine den Sitzkomfort ein wenig ein. Die ausklappbare Mittelarmlehne ist angenehm geformt und bietet zwei Getränkehalter.

Deutlich gewachsener Kofferraum

Das Kofferraumvolumen bei aufgestellten Rücksitzen ist gegenüber dem bisherigen bZ4X um 48 Prozent auf großzügige 669 Liter gewachsen. Nach dem Umklappen der im Verhältnis 60:40 teilbaren Rückbank stehen 1.718 Liter zur Verfügung. Damit wird sogar der Parade-Kombi VW ID.7 Tourer um vier Liter übertroffen. Ein Frunk unter der vorderen Haube ist nicht vorhanden. Dafür bietet die Dachreling mit einer Vielzahl von optional erhältlichen Dachträgern und Stauboxen zusätzliche Transportmöglichkeiten. Für das ganz große Abenteuer ist sogar die Nutzung eines Dachzelts möglich. Die gebremste Anhängerlast beträgt beim Allradmodell 1.500, mit Frontantrieb 750 Kilogramm.

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Niedriger Verbrauch bringt gute Praxisreichweite

Der Toyota bZ4X Touring mit Allradantrieb zeigt sich bei einer ersten Testfahrt durch Salzburg und Tirol von seiner sparsamen Seite. Trotz regnerischer Fahrbedingungen verbraucht der Kombi auf der Landstraße gerade einmal 15,5 kWh pro 100 Kilometern. Damit sollte eine Praxisreichweite von 450 Kilometern durchaus im Bereich des Möglichen sein. Toyota gibt für den Allrad eine WLTP-Reichweite von 528 Kilometern an, mit Frontantrieb soll es bis zu 591 Kilometer weit gehen.

Mit einer maximalen Ladeleistung von 150 kW besteht beim Toyota bZ4X Touring noch Luft nach oben. Die neue Batterievorkonditionierung, die durch Auswahl einer Ladestation im Navigationssystem aktiviert wird, garantiert jetzt jedoch für einen Temperaturbereich von -10 bis +20 Grad Celsius eine Ladezeit von 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Auch bei -20 Grad reichen 30 Minuten für diesen Ladevorgang. Das ist gegenüber dem ersten bZ4X eine wesentliche Verbesserung bei kalten Temperaturen. AC-Laden funktioniert mit dem Topmodell „Lounge“ jetzt mit bis zu 22 kW.

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Erstes Fazit

Toyota hat mit dem neuen bZ4X Touring einige Schwächen des ersten bZ4X ausgemerzt und gleichzeitig auch einen sehr praktischen Kombi mit großzügigem Platzangebot auf den Markt gebracht. Die zusätzliche Geländetauglichkeit macht ihn vor allem in der Allradversion noch universeller einsetzbar. Auch der niedrige Verbrauch und die gute Reichweite tragen zum stimmigen Gesamtpaket bei. Bei der Ladegeschwindigkeit gibt es jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Die ersten Toyota bZ4X Touring kommen im Juni nach Österreich. In diesem Jahr sollen insgesamt rund 500 Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Die Preisliste startet mit der Ausstattung „Teamplayer“ und Frontantrieb bei 50.490 Euro – bei 53.890 Euro geht es mit Allrad los. In der Top-Variante „Lounge“ kostet dieser ab 58.190 Euro. Da die Fahrzeuge weitgehend vollausgestattet sind, beschränkt sich die Aufpreisliste auf Außenfarbe und ein JBL Premium-Soundsystem. (Text: Armin Hoyer | Bilder: Toyota Austria/Lukas Tobler)

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Armin Hoyer

Armin Hoyer ist seit 2025 als freier Redakteur für das AutoScout24 Magazin in Österreich tätig. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Motorjournalist und Kommunikationsexperte im Automobil- und Zweiradbereich erstellt der Wahltiroler Content für die Mobilitätsbranche. Für AutoScout24 berichtet er schwerpunktmäßig über seine Erfahrungen mit gebrauchten und neu erschienenen Elektroautos sowie Motorrädern und informiert zudem über die Highlights der wichtigsten Messen des Jahres.

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