Nicht für Österreich: Der neue Subaru BRZ

Enthusiasten und Liebhaber japanischer Sportwagen dürfen jetzt erst einmal ihr Taschentuch zücken. Da steht er nun, der neue Subaru BRZ. Frisch geliftet, mit mehr Pferdestärken und überarbeitetem Fahrwerk. Doch nach Europa kommen wird der Bonsai-Sportwagen nicht.

Nur 176 Subaru BRZ wurden in Deutschland im Jahr 2019 verkauft (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 8,6 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 196 g/km²). In den anderen europäischen Ländern sieht es nicht besser, sondern eher schlechter aus. Der Absatz ist damit zu gering, um auch nur annähernd den hohen Homologationsaufwand für den hiesigen Markt zu rechtfertigen. Gleiches Spiel beim überarbeiteten WRX STI, den es in den USA nach wie vor zu kaufen gibt.

Mit Start der zweiten Generation wirkt der BRZ nun moderner, ja vielleicht auch eine spur graziler. Einflüsse von Mazda, Dodge (Viper) oder diverser Aston Martin Modelle sind zu erkennen. Der „Entenbürzel“ am Heck wirkt mehr als stilsicher.

Der Subaru BRZ im AutoScout24 Test

Subaru-BRZ-2021-Front

Kaum Veränderungen im Innenraum

Im Innenraum dagegen (zum Glück) kaum Veränderung. Echte Schalter, ein massiver Handbremshebel und vor allem ein 6-Gang-Schaltgetriebe erinnern an die gute alte Zeit. Über allem thront zwar ein überarbeitetes Touchdisplay – technisch erinnert es aber mehr an einen Nintendo 64 als an eine Playstation 5. Einzig entscheidende Änderung: Das Kombiinstrument ist nun digital ausgeführt.

Subaru-BRZ-2021-Interieur

Mehr Hubraum, steiferes Fahrwerk

Doch wen kümmert im Subaru BRZ das Infotainment. Denn zum Spaßhaben und Quertreiben wurde er gebaut. Einen Turbomotor gibt es zwar weiterhin nicht zu kaufen, die Japaner haben aber den Hubraum des Vierzylinders vergrößert. 2,4 Liter misst dieser nun und ist gut für 230 PS sowie 250 Newtonmeter Drehmoment. Beschleunigungswerte gibt es offiziell noch keine, amerikanische Journalisten wollen aber vorab 5,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h gemessen haben.

Das Stahlfahrwerk wurde indes auf seine Reaktionsfähigkeit hin überarbeitet und soll allein an der Vorderachse um 60 Prozent steifer geworden sein. Insgesamt soll der BRZ um 50 Prozent steifer als sein Vorgänger sein, das Gewicht steigt minimal auf rund 1.300 Kilo an. Der Marktstart des neuen Subaru BRZ beginnt in den USA ab 2021, Preise nennt der Hersteller bislang noch nicht.

Subaru-BRZ-2021-Rear


Fazit


Den wollen wir auch in Europa! Unverfälschte, simple und preisgünstige Sportwagen gibt es heutzutage kaum mehr, der Subaru BRZ war hierfür immer ein Paradebeispiel. Der niedrige Absatz und die hohen Homologationskosten machen es für Subaru aber unrentabel den Bonsai-Sportler hierzulande im Programm zu halten. Nun liegt alle Hoffnung bei Toyota, die mit dem GT86 das Schwestermodell im Angebot hatten und mit dem neuen Toyota GR Yaris gerade beweisen, dass sie ein Herz für Kompaktsportler haben (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,7 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 175 g/km²). (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

Artikel teilen

vogelhuber.avif

Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 leitender Redakteur des AutoScout24 Magazins. Der gebürtige Oberbayer verbindet seine Leidenschaft für klassische Youngtimer mit einem feinen Gespür für aktuelle Automobiltrends. Am liebsten unterwegs auf kurvigen Alpenstraßen, testet er heute ebenso souverän moderne Elektromodelle. Der Traum vom Audi RS 6 Avant C5 in Goodwoodgrün lebt weiter!

Aktuelle Angebote

Alle Artikel

Alle ansehen

ADAC und Audi kritisieren Touchscreens

Immer mehr Funktionen wandern ins Display. Laut ADAC verschlechtert dieser Trend die Bedienung moderner Autos messbar. Wichtige Funktionen sollten weiterhin von Tasten bedienbar bleiben. Auch Audis Chief Creative Officer wettert gegen den zunehmenden Bildschirm-Wahn.

Mehr lesen
ADAC und Audi kritisieren Touchscreens

Zahlreiche Österreich-Premieren auf der Vienna Drive 2026

Highlights der Vienna Drive 2026: Vom Porsche Cayenne Electric mit Supersportwagen-Performance über den Stadtflitzer Renault Twingo E-Tech bis hin zum Golf GTI Edition 50 – die interessantesten Österreich-Premieren.

Mehr lesen
Zahlreiche Österreich-Premieren auf der Vienna Drive 2026

Fiat Tris: Elektro-Ape kommt 2026

Fiat hat vergangenes Jahr einen elektrischen Nachfolger der legendären Ape vorgestellt. Tris heißt das Dreirad, das eigentlich für Schwellenländer entwickelt wurde. Doch die Italiener haben nun auch den Business-Case für Europa entdeckt.

Mehr lesen
Fiat Tris: Elektro-Ape kommt 2026