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Fiat Brava

Fiat Brava

Der 5-Türer Brava komplettiert von 1995 bis 2001 das Kompaktprogramm von Fiat

Bei vielen Autoherstellern gehört es zur Tradition, die Modelle ihrer unterschiedlichen Baureihen mit Ziffern zu bezeichnen. Manchmal ist es der Hubraum, der dafür als Referenz dient oder die jeweils zur Verfügung stehende PS-Leistung eines Fahrzeugs...Weiterlesen

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In anderen Fällen wird eine ohne Leistungsbezug einmal eingeführte Zahlenfolge mit dem Wechsel der Generationen einfach weiter gezählt oder die ursprüngliche Ziffernkombination als Verkaufsname beibehalten, während sich nur die internen Baureihenbezeichnungen ändern, um die Modelle einem Produktionszeitraum zuordnen zu können. Der italienische Konstrukteur Fiat verwendete zu Beginn seiner Firmengeschichte am Anfang des 20. Jahrhunderts ebenfalls Zahlencodes und behielt dieses Prinzip über viele Jahrzehnte bei. Gegen Ende der 1970er Jahre stellten die Italiener ihre Verkaufsbezeichnungen dann um und gaben ihren Modellen Eigennamen, die mit ihrem italienischem Klang die Identität der Marke Fiat besser zum Ausdruck bringen sollten. Während andere Hersteller in der Regel ein und denselben Namen innerhalb einer Baureihe für verschiedene Karosserieversionen etablierten, setzte das Marketing in Turin zeitweise auf eine weitere Differenzierung. Ein Beispiel dafür waren die Kompaktmodelle vom Typ 182. Sie wurden ab dem Jahr 1995 als dreitürige Schräghecklimousine unter dem Namen Bravo auf den Märkten eingeführt. Als Kombi und Stufenhecklimousine erhielten die Modelle hingegen die Bezeichnung Marea. Die fünftürigen Limousinenvarianten nahm Fiat im September 1995 als Brava in sein Neuwagenprogramm auf, um damit bis zum Auslaufen der Brava-Produktion im Jahr 2001 sein Angebot von Fahrzeugen in der Kompaktklasse zu komplettieren.

Gegenüber den Schwestermodellen gibt Fiat dem Brava ein eigenständiges Profil

Die Namensvielfalt der unterschiedlichen 182er Typen war ungewöhnlich und mochte die Käufer von Fiat Neu- und Gebrauchtwagen eher verwirren. Doch dahinter steckte eine Strategie: Mit dem Trio Brava, Bravo und Marea konnte der Hersteller eine Bauplattform nutzen und daraus mehrere Modelle mit unterschiedlichem Profil ableiten. So kam den dreitürigen Limousinen die Rolle der eher sportlich orientierten Kompakten zu, während die Stufenheckversionen sowie die Kombis als Familien- und Reisewagen vermarktet wurden. Der Brava nahm die Position dazwischen ein und sollte mit seinem im Vergleich zu den 3-Türern größeren Innenraum eine komfortbetonte Alternative zu den Schrägheckmodellen bieten und dabei zugleich deutlich kompakter ausfallen, als die vom Profil her ähnlich ausgerichteten Limousinen in Stufenheckbauweise. Zwar gab Fiat später die unterschiedlichen Bezeichnungen je nach Karosserieform wieder auf. Doch mit dem Design des Brava bewiesen die Italiener, dass sich in der Kompaktklasse erkennbar verschiedene Konzepte für die unterschiedlichen Bauvarianten einer Modellreihe realisieren ließen. Denn der Brava durfte gegenüber seinen Schwestermodellen durchaus ein eigenständiges Profil zeigen. Insofern war der Brava mehr als nur die übliche fünftürige Variante einer dreitürigen Schräghecklimousine. In dieser Hinsicht unterschied sich das Konzept Fiats in den 90er Jahren von der Modellpolitik anderer Hersteller, die mit Ausnahme der Türenanordnung keine großen konstruktionstechnischen und optischen Unterschiede zwischen ihren kompakten Schwestermodellen in Schrägheckbauweise machten.

Die Heckkonstruktion unterscheidet den Brava von den anderen Kompaktmodellen Fiats

Ultraschmaler Kühlergrill mit kaum sichtbaren Öffnungen, fast schlitzartige Scheinwerfer und eine sportlich modellierte Schürze, in der Frontansicht sollte der Brava die typischen Merkmale des Kompakt-Dreigestirns von Fiat zeigen. Doch damit endeten die optischen Gemeinsamkeiten mit den anderen Modellen des Typs 182 auch schon. Für den Brava entwickelten die Konstrukteure in Turin einen komplett eigenständigen Heckbau, in dem das große Rückfenster in einer kleinen Stufe in die rundliche Heckklappe überging. Besonders auffällig: Die hintere Beleuchtungseinheit brachte Fiat in drei einzelnen Ausschnitten im Blech unter, die senkrecht übereinander angeordnet waren. Die dritte Bremsleuchte fand ihren Platz in der Mitte der Hecktür. Im Vergleich zum Dreitürer mit seinem steileren Abschluss verfügte der Brava dank seiner gestreckten und leicht gewölbten Heckbauweise über einen größeren Kofferraum. Zugleich konnte Fiat durch die Konstruktion eine größere Kopffreiheit für die Passagiere auf der Rückbank des 5-Sitzers gewährleisten und in dieser Hinsicht an die Raumkapazität der Stufenhecklimousinen anschließen. Dass das Innenraumangebot über dem Klassendurchschnitt lag, hing allerdings auch damit zusammen, dass die Fiat-Ingenieure den Brava mit Abmessungen konstruierten, die deutlich über den Schräghecklimousinen mit drei Türen lagen.

Fiat bringt den Brava in drei Ausstattungslinien in den Handel

Da der Hersteller für alle Schwestermodelle seiner Kompaktklasse dieselbe Bauplattform nutzte, fiel der Radstand mit 2,54 Metern in allen Karosserieversionen gleich aus. Mit einer Höhe von 1,41 Meter sowie ihrer Breite von 1,74 Meter wiesen Brava und Bravo ebenfalls identische Werte auf. Doch mit seiner Länge von fast 4,20 Meter überragte der Fünftürer die dreitürigen Bauvarianten um fast 20 Zentimeter. Und weil die Italiener die Fünftürer mit dem großzügigeren Platzangebot als Komfortversionen im Neuwagenprogramm etablieren wollten, fächerten sie die Ausstattungspakete entsprechend auf. So kam der Brava je nach Verkaufsland in den Linien S und SX für die Einstiegsmodelle in den Handel. Mit Zusatzfeatures wie Komfortsitzen, in Wagenfarbe lackierten Außenspiegeln oder Nebelleuchten ausgestattet, brachte Fiat den Brava in den Versionen ELX oder HSX in den Handel. Einige Sondereditionen ergänzten das Programm. So waren auf dem Markt für Gebrauchtwagen etwa die üppiger ausgestatteten Brava Steel aus dem letzten Produktionsjahr zu finden. Bereits im Jahr 1998 hatte der Fünftürer eine Modellpflege erhalten, die zwar wenig optische Änderungen, jedoch einige technische Neuerungen sowie eine Umstellung im Motorenprogramm mit sich brachte.

Ab 1998 bietet Fiat den Brava mit Common Rail Dieselmotoren an

In der ersten Bauphase von 1995 bis 1998 lieferte Fiat den Brava in jeweils drei Benziner- und Dieselversionen aus. Die Einstiegsmodelle mit Benzinmotor boten die Italiener in den Hubraumklassen von 1,4 und 1,6 Litern mit Leistungswerten von bis zu 76 kW (103 PS) an. Im Spitzenmodell kam ein 1,8 Liter Benziner mit maximal 83 kW (113 PS) zum Einsatz. Bei den Selbstzündern stand anfangs nur ein 2,0 Liter Saugdiesel zu Verfügung, dem ab dem Baujahr 1996 zwei Turbodiesel mit bis zu 74 kW (100 PS) an die Seite gestellt wurden. Mit dem Facelift im Jahr 1998 kamen beim Brava zusätzlich die ersten Common Rail Diesel zum Einsatz, die eine Leistung von bis zu 77 kW (105 PS) ablieferten. Sie brachten den Fünftürer in der Spitze bis auf 185 Stundenkilometer und blieben damit nur knapp hinter den Beschleunigungswerten der Brava mit dem 1,8 Liter Benziner zurück, der den kompakten Fünftürer von Fiat bis auf 190 km/h vorantrieb.

Fahrzeugbewertungen zu Fiat Brava

7 Bewertungen

3,9

Technische Daten Fiat Brava

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