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Was sind Run-Flat-Reifen?

Nie wieder mit einem platten Reifen am Straßenrand stehen: das versprechen Runflat-Reifen. Du solltest aber auch die Nachteile kennen, bevor du dich für diese Art der Reifen entscheidest.

Run-Flat statt Plattfuß

Schreckensszenario so manchen Autofahrers: ein Reifen platzt bei voller Fahrt. Passiert so etwas bei hohem Tempo, gerät das Fahrzeug unweigerlich ins Schlingern und droht, von der Fahrbahn abzukommen. Außer natürlich, man fährt mit sogenannten Run-Flat-Reifen (alternativ als Runflat-Reifen bezeichnet). Das sind Reifen mit Notlaufeigenschaften, die das Fahrzeug in der Spur halten, trotz Beschädigung und entweichender Luft. Wie kann das funktionieren?

Wie funktionieren Run-Flat-Reifen?

Das größte Geheimnis, warum Run-Flat-Reifen (zu Deutsch: „Läuft-platt-Reifen“) funktionieren, sind die deutlich verstärkten Seitenflanken der Pneus. Sie sind beinahe doppelt so dick als bei herkömmlichen Straßenreifen. Aufgrund des besonderen Aufbaus werden Run-Flat-Reifen aber meist in Verbindung mit größeren Rädern angeboten. Das hat den Hintergrund, da bei größeren Rad-Reifen-Kombinationen die niedrigeren Reifenseitenwände bereits eine bessere Steifigkeit aufweisen, weshalb bei der Entwicklung der Notlaufreifen Kosten für Material eingespart werden können. Auch das Gewicht fällt geringer aus. Geht dem Reifen durch einen Schaden nun die Luft aus, stemmen die verstärkten Gummiwände das Gewicht des Fahrzeugs. Hierbei entsteht eine höhere Hitzebelastung, für die Run-Flat-Reifen jedoch speziell abgestimmt sind.

Welcher Autohersteller bietet sie an?

BMW hat es ab dem Jahr 2000 beim Z8 vorgemacht, mittlerweile bieten fast alle namhaften Hersteller bei bestimmten Modellen serienmäßig oder optional eine Run-Flat-Bereifung an. Die einzelnen Reifenhersteller kennzeichnen Run-Flat-Reifen jeweils mit eigenen Kürzeln:

  • Bridgestone: RFT (Run-Flat-Tyre)
  • Hankook: HRS (Hankook Runflat System)
  • Michelin: ZP (Zero Pressure) bzw. SST (Self Supporting Tyre)
  • Pirelli: Run Flat oder Eufori@
  • Goodyear: ROF (RunOnFlat)
  • Continental: SST (Self Supporting Tyre)
  • Dunlop: DSST (Dunlop Self Supporting Technology) bzw. ROF (RunOnFlat)

Die Sorglos-Reifen als Alternative zum Ersatzrad?

Mit Run-Flat-Reifen bist du überall sicher unterwegs. Tritt im Falle einer Panne die Luft aus einem Reifen, kannst du dein Fahrzeug auch ohne Luftdruck fast wie gewohnt bremsen und lenken. Trotz Notlaufeigenschaften gilt allerdings zu beachten, dass man bei einem festgestellten Schaden (zum Beispiel angezeigt durch das Reifendruck-Kontrollsystem) nur mit maximal 80 km/h bis zu 80 Kilometer weit fahren sollte. Bist du an der nächstgelegenen Service-Werkstatt angekommen, wird der Reifen in den meisten Fällen getauscht. Das Flicken von Run-Flat-Reifen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen bei kleineren Beschädigungen im Bereich der Lauffläche erlaubt. Von einer Reifenreparatur in Eigenregie ist abzuraten.

In vielen neuen Autos ersetzen Notlaufreifen das traditionelle Reserverad im Kofferraum. Argumentiert wird mit weniger Gewicht und dadurch weniger Kraftstoffverbrauch. Allerdings kann ein Run-Flat-Reifen nur eine Weiterfahrt in einem geringen Radius ermöglichen. Ein vollwertiges Reserverad hält dich dauerhaft mobil. Bei vielen Neuwagen ist die Wahl allerdings nicht mehr frei und maximal erhält man noch die Möglichkeit, ein kompaktes Not- oder Faltrad zu ordern. Im Zweifel gilt: Rund-Flat-Reifen sind gut, ein echtes Reserverad ist besser.

Run-Flat-Reifen haben auch ihre Tücken

Vor nicht allzu langer Zeit waren die positiven Eigenschaften der Run-Flat-Technologie zwangsweise auch mit negativen Punkten behaftet. So war das Abrollgeräusch höher und die dicken Gummis hatten zudem mit schlechten Komfortwerten zu kämpfen. Mittlerweile gehört dies zwar der Vergangenheit an, doch ein gewisser Mehrverbrauch durch das höhere Gewicht ist geblieben. Zudem sind Run-Flat-Reifen in der Regel teurer als herkömmliche Pneus und müssen bauartbedingt in einer Werkstatt von einem Fachmann aufgezogen werden. (Text: AS24)

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