Neuer Audi Q7 startet als Diesel-SUV mit bis zu sieben Sitzen

Audi bringt den Q7 in die dritte Generation. Das große SUV bleibt auf Variabilität, Langstreckenkomfort und den Familieneinsatz ausgerichtet und wird weiterhin in Bratislava gebaut. In Deutschland ist der neue Q7 ab Juni 2026 bestellbar, die Markteinführung ist für September vorgesehen. Die Preise beginnen bei 87.900 Euro.
Zum Auftakt nur als V6-Mildhybrid-Diesel
Zum Marktstart setzt Audi auf einen 3,0-Liter-V6-Diesel in zwei Leistungsstufen. Die Basisversion leistet 180 kW / 245 PS und stellt 500 Nm Drehmoment bereit. Die stärkere Variante kommt auf 220 kW / 299 PS und 630 Nm. Beide Varianten nutzen die bereits aus Audi A5 und Audi A6 bekannte MHEV-plus-Technik mit einem Triebstranggenerator, der den Antrieb kurzzeitig mit bis zu 18 kW zusätzlicher Leistung unterstützen kann. Ein elektrisch angetriebener Verdichter soll zudem das Ansprechverhalten verbessern. Wie bisher kombiniert Audi den Sechszylinder-Diesel mit einer Achtstufen-tiptronic und permanentem Allradantrieb.
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Ein zentrales Thema bei der dritten Generation bleibt derweil das Platzangebot. Der neue Q7 wird serienmäßig als Fünfsitzer angeboten. Optional gibt es erstmals zwei Einzelsitze in der zweiten Reihe, wodurch der Q7 zum luxriösen Sechssitzer wird. Alternativ bleibt eine siebensitzige Ausführung im Programm. Je nach Konfiguration nennt Audi ein Kofferraumvolumen von 581 bis 670 Litern hinter der zweiten Reihe. Werden die Rücksitze umgeklappt, sind bis zu 2.075 Liter möglich. Die Anhängelast liegt bei 3,5 Tonnen.
Bildergalerie: Audi Q7 (2026)

Die bisherigen Q7-Generationen
Der erste Audi Q7, intern 4L, lief von 2005 bis 2015 vom Band. Er punktet bis heute mit viel Platz, hoher Zugkraft, souveränen Dieseln und Langstreckenkomfort, ist aber schwer, durstig und teuer im Unterhalt. Beim Kauf zählen lückenlose Wartung, Zustand von Antrieb, Bremsen, Fahrwerk, Luftfederung und Elektronik mehr als ein niedriger Preis. Sehr günstige Exemplare starten bei AutoScout24 zwar unter 5.000 Euro, vernünftige Q7 4L liegen aber weiterhin eher bei etwa 10.000 bis 25.000 Euro, späte gute Autos und außergewöhnliche Motoren wie der V12 TDI quattro auch darüber.
Die zweite Generation (4M) kam 2015 und blieb bis zum neuen Q7 die aktuelle Baureihe. Sie fährt spürbar moderner, leichter und komfortabler, bietet bessere Assistenzsysteme und ist ein starkes Familien- und Reise-SUV. Schwächen sind auch hier hohe Wartungs- und Reparaturkosten, teure sowie mögliche Probleme mit AdBlue, Sensorik oder Luftfahrwerk. Frühe 4M sind auf AutoScout24 grob ab Mitte 20.000 Euro interessant, gepflegte Facelift-Modelle liegen häufig zwischen 40.000 und 65.000 Euro - abhängig von der Motoriserung und Laufleistung.
Digitaler Innenraum mit XXL-Panoramadach
Im Innenraum setzt Audi auf das MMI-Panoramadisplay mit OLED-Technik, ein serienmäßiges Beifahrerdisplay und elektrisch verstellbare Luftausströmer. Die Mittelkonsole bietet unter anderem zwei Qi2.2-Ladeflächen mit je 25 Watt. Ein großes Panorama-Schiebedach ist in der höchsten Ausstattungsvariante erhältlich und kann in neun Segmenten zwischen transparent und intransparent wechseln. Ein klassisches Rollo soll durch beschichtetes Verbundglas entfallen.
Auch bei Licht- und Assistenzsystemen rüstet Audi den Q7 auf. Optional stehen digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technik sowie digitale OLED-Heckleuchten der dritten Generation zur Verfügung. Neu ist ein erweitertes Blinklicht, das bei Nacht synchron zum Blinker Lichtsignale auf den Boden projiziert. Damit sollen andere Verkehrsteilnehmer, etwa Radfahrende oder Fußgänger, früher auf Abbiege- oder Spurwechselvorgänge aufmerksam werden.
Erstmals bis zu 23 Zoll große Räder
Zu den Assistenzfunktionen zählen unter anderem ein adaptiver Fahrassistent plus, trainiertes Parken, ein Rückfahrassistent und ein Notfallassistent mit Standstreifenwechsel. Letzterer kann das Fahrzeug innerhalb bestimmter Systemgrenzen bei erkannter Inaktivität des Fahrers auf der Autobahn abbremsen und auf einen freien Standstreifen lenken.
Das Fahrwerk gibt es in mehreren Varianten. Serienmäßig fährt der Q7 mit Stahlfedern, optional bietet Audi adaptive Luftfederungen an. Die sportlichere Version liegt im Grundniveau 30 Millimeter tiefer. Dazu kommen auf Wunsch Allradlenkung und Räder bis 23 Zoll.
Marktstart, Preise und Ausblick
Der neue Audi Q7 startet mit einem 245 PS starken V6-Diesel ab 87.900 Euro in Deutschland. Die 299-PS-Variante kostet mindestens 90.500 Euro. Der Marktstart ist für September vorgesehen. Dienstwagenberechtigte, die vom Hybrid-Steuervorteil profitieren wollen, müssen sich hingegen noch etwas gedulden: Plug-in-Hybride sollen zwar wieder ins Programm zurückkehren, sind aber noch nicht zum Marktstart verfügbar. Ebenfalls erwartet wird der Einsatz eines V6 TFSI - ebenfalls mit MHEV-plus-Technik.
Offen bleibt, wie es mit dem SQ7 weitergeht. Zwar ist dieser in den USA zum Marktstart bereits mit V8 verfügbar, denkbar ist allerdings, dass die Sportversion in Europa künftig auf einen elektrifizierten 2,9-Liter-V6 setzt. Ähnlich dem Antrieb, der bereits im neuen RS 5 zum Einsatz kommt. (Text: tv | Bilder: Hersteller)
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