Smart #2 (2027): Der Fortwo-Nachfolger ist da und Chinas Patentamt leakt alle Daten!

Nachdem Smart in den vergangenen Jahren mit den Modellen #1, #3 und #5 zu stattlichen SUVs und Crossovern herangewachsen ist, schien die ursprüngliche DNA der Marke fast vergessen. Doch die Rufe der Fans nach einem echten, ultrakompakten Nachfolger des legendären Fortwo wurden erhört! Auf dem Pariser Autosalon im Oktober 2026 feiert der neue Smart #2 seine offizielle Weltpremiere. Dank der Veröffentlichung des chinesischen Zulassungsministeriums MIIT pfeifen die Spatzen das finale Design und die technischen Kennzahlen jedoch schon heute von den Dächern.
Design & Maße: Der Parkplatz-König kehrt zurück
Wer befürchtete, dass auch die Nummer 2 im Smart-Portfolio ins Unermessliche wächst, darf aufatmen: Der Smart #2 bleibt ein kompromissloser Zweisitzer für die Stadt. Mit einer Länge von 2.764 Millimetern, einer Breite von 1.669 Millimetern und einer Höhe von 1.555 Millimetern (bei einem Radstand von 1.875 Millimetern) ist er zwar ein paar Zentimeter länger als sein direkter Vorgänger, aber weiterhin das mit Abstand handlichste Elektroauto im Segment.
Optisch schlägt die neue Generation die Brücke zwischen dem ikonischen Ur-Fortwo und der modernen Designsprache der aktuellen Smart-Flotte. Kurze Überhänge, Räder an den äußersten Ecken und eine rundliche, sympathische Front lassen den Zweisitzer überraschend stämmig wirken.
Antrieb & Akku: Ausreichend Schmalz für die City
Unter der Haube des rund 1.130 Kilogramm schweren Elektro-Zwergs arbeitet ein 60 kW (82 PS) starker Elektromotor. Das reicht für spritziges Mitschwimmen im Großstadt-Dschungel vollkommen aus und ist exakt doppelt soviel Leistung wie im seligen Diesel-Fortwo der 2000er. Die Höchstgeschwindigkeit ist ebenfalls wie eins elektronisch gedeckelt. Allerdings schon bei 130 km/h, wo früher 135 km/h erlaubt wurden. Dennoch: Damit sind auch kurze Etappen über die Autobahn oder Stadtautobahn entspannt machbar.
Der größte Fortschritt zeigt sich beim Akku. Während der alte Fortwo EQ mit mickrigen 17,6 kWh Batteriekapazität und knapp 130 Kilometern Reichweite oft an seine Grenzen stieß, spendiert Smart dem #2 ein 35,7 kWh großes LFP-Akkupaket (Lithium-Eisenphosphat). Das dürfte in der Praxis für solide Alltagsreichweiten weit jenseits der 200-Kilometer-Marke sorgen.
Die technischen Daten im Überblick
| Daten | Smart #2 (2027) |
|---|---|
| Karosserie / Sitze | Ultrakompakter Stadtflitzer / 2 Sitze |
| Abmessungen (L x B x H) | 2.764 mm x 1.669 mm x 1.555 mm (Radstand: 1.875 mm) |
| Leergewicht | 1.130 kg |
| Motorleistung | 60 kW (82 PS) |
| Höchstgeschwindigkeit | 130 km/h |
| Batteriekapazität | 35,7 kWh (LFP) |
| Zielpreis | ab ca. 20.000 € |
Gute Ladeleistung, moderne Plattform und aufwändiges Fahrwerk
Auch beim Laden wirkt das Konzept erwachsener. Smart nennt für die ECA-Plattform eine DC-Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in rund 20 Minuten. Entscheidend wird sein, welche Ladeleistung das Serienmodell tatsächlich über längere Zeit hält.
Spannend ist auch die Fahrwerksarchitektur. Offiziell spricht Smart von einer Fünflenker-Einzelradaufhängung hinten. Das ist in diesem Segment ungewöhnlich aufwendig. In Kombination mit Heckantrieb und den weit außen stehenden Rädern könnte der #2 deutlich erwachsener fahren als frühere Smart-Generationen. Die Marke verspricht ein Premium-Fahrgefühl im Kleinformat. Ob das gelingt, entscheidet sich später auf der Straße.
Wartet das Interieur mit einem echten Partytrick?
Der Innenraum wurde bisher vor allem als Konzept gezeigt. Smart spricht von einer durchgehenden Sitzbank, einem offenen, klar strukturierten Cockpit und einer besonders effizienten Raumnutzung. Die Idee passt zur Marke: Innen soll sich der #2 größer anfühlen, als er außen ist. Genau das konnte der Fortwo schon immer gut. Der Unterschied ist, dass Kunden heute mehr Komfort, bessere Materialien und mehr digitale Funktionen erwarten.
Dabei darf Smart aber nicht übertreiben. Ein kleiner Stadtwagen braucht keine überladenes Infotainment und Breitbild-Screens. Er braucht einfache Bedienung, gute Sicht, clevere Ablagen und robuste Materialien. Wenn Smart hier den Spagat schafft, könnte der #2 moderner wirken als viele einfache Kleinstwagen, ohne seinen Zweck zu vergessen.
Quo vadis: killen Polo, IONIQ 3 und Co den Smart schon zum Start?
Für Europa bleibt der neue #2 besonders interessant. In vielen Großstädten steigen Parkdruck und Parkkosten. Gleichzeitig verschwinden klassische Kleinstwagen aus den Modellprogrammen, weil sie sich mit Sicherheits-, Software- und Emissionsanforderungen immer schwerer profitabel bauen lassen. Genau diese Lücke könnte Smart füllen.
Die Konkurrenz ist allerdings nicht verschwunden. Renault bringt den neuen Twingo E-Tech, Dacia verkauft den Spring als besonders günstigen Stromer, Leapmotor bietet mit dem T03 einen preisaggressiven Kleinen an und Hyundai verkauft den elektrischen Inster bestens. Dazu kommen perspektivisch VW ID. Polo, Cupra Raval, Škoda Epiq, Hyundai IONIQ 3 und Fiat 500e, die zwar größer sind, aber preislich ebenfalls Druck aufbauen.
Preis & Marktstart: Angriff auf Twingo und Dacia Spring
Smart spricht von rund 20.000 Euro für den neuen elektrischen Fortwo. Das ist zwar im Wettbewerbsumfeld der elektrische A-Segment-Gegner, doch ist der Schritt zu den vollwertigen Neuerscheinungen nur noch ein kleiner. Viele Kunden werden deshalb wohl für nur wenig Geld deutlich mehr Auto kaufen. Bleibt die Nische, die schlicht kein größeres Auto kaufen will und automobile Freiheit auf eben nur 2,75 Meter Länge schätzt. Doch diese Nische ist klein. Und sie war schon einmal zu klein für Smart. Man darf entsprechend gespannt sein, ob es unter chinesischer Führung besser klappt. (Text: an| Bilder: Smart / MIIT)
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