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Die Geburtsstunde der VW Transporter ist historisch betrachtet 1946 ? also nach Kriegsende ? im VW-Werk selbst zu finden: Ein werksinternes Fahrzeug aus alten VW Käfer Fahrgestellen und ein paar Holzplatten zusammengebastelt, fiel einem Importeur auf, der daraus die Idee entwickelte, ein Transportfahrzeug zu bauen. Diese Idee fand dann in den Folgejahren von 1950 bis 1967 seinen Niederschlag im sogenannten Typ 2 T1, dem ersten VW Transporter.Der VW T1 wurde in drei Varianten gebaut: als Kleinbus, hier besser bekannt als ?Bully?, als Kastenwagen (also der eigentliche Transporter) und auch als Pritschenwagen ? ein Fahrgestell mit Fahrer/Beifahrer Kabine und statt der Kastenkarosse nur die untere Hälfte mit Motor, Getriebe und Hinterradantrieb. Darüber befand sich die als Pritsche bezeichnete Ladefläche.Von 1967 an wurde das Modell T1 durch das Modell VW T2 abgelöst, welcher sich rein optisch von seinem Vorgängermodell schon durch die nun ungeteilte Frontscheibe unterscheiden ließ. Der als VW T3 bekannte Transporter wurde von 1979 bis 1992 gebaut und hatte neben einer geräumigeren Karosserie auch den ersten permanenten Allradantrieb, wobei diese Modellreihe den Zusatznamen Syncro bekam.
Der VW Transporter T4 (ab 1990)
Mit dessen Nachfolgermodell, dem VW Transporter T4 verabschiedete sich VW Ende 1990 vom Heckantrieb: Die Kastenwagen und ihre Bauformen waren nun mit Frontantrieb und einem querliegenden Motor unter der Kühlerhaube vorne ausgestattet. Diese gravierenden Änderungen hatten weitreichende Änderungen in den Konstruktionsformen und in der Typenvielfalt zur Folge. Nun gab es für den Transporter zwei verschiedenen Radstände und diverse Motorisierungen. Auch hatte sich VW mit dem Wechsel der Motorlage von den bisherigen, luftgekühlten Heckmotoren verabschiedet, nun waren die Frontmotoren, egal ob Diesel oder Benziner, wassergekühlt. Die Palette der Motoren reichte von 1,6-Liter Ottomotoren bei Leistungen von 37 kW (50 PS) bis 82 kW (112 PS) die Dieselmotoren gab es mit 1,6 Liter Hubraum zu 37 kW (50 PS) oder mit 1,7 Liter Hubraum zu 51 kW (70 PS).
Der VW Transporter T5 (seit 2003)
Seit 2003 ist nun der VW Transporter T5 auf dem Markt. Abgesehen von vielen technischen Neuerungen wird bei diesen Modellen die Schaltung des Getriebes über Seilzüge von einem Joystick-ähnlichen Schalthebel bewältigt, der in die Schalttafel integriert ist. Drei Hauptgruppen der Konstruktionsform lassen sich unterscheiden: Die Kleinbusversionen, die Kastenwagen und die Pritschenwagen. Alle drei Konstruktionsformen ergeben eine Vielfalt von unterschiedlichsten Kombinationen und Konfigurationen, weshalb hier nur auf die wichtigsten beziehungsweise gängigsten Modelle eingegangen werden soll.Da sind zunächst die Motorisierungen, die für die Transporter Kastenwagen in Frage kommen: Für die Ausführung kurzer Radstand und Normaldach gibt es einen 2,0-Liter-Ottomotor mit Leistungen von 110 kW (150 PS) bis zu 150 kW (204 PS). Die gleichen Werte gelten auch für die Transporter Kastenwagen mit langem Radstand. War die Motorisierung mit Ottomotoren noch relativ übersichtlich, so kehrt sich das bei dem Dieselmotor durch verschiedene Ausführungen und die dazugehörigen Getriebe ins Gegenteil um. Hier wird für die gleichen Konstruktion mit kurzem und/oder langem Radstand zwar nur ein 2,0-Liter-Dieselmotor verbaut, jedoch kann hier der Käufer zwischen fünf Getriebearten von einem Fünfgang-Schaltgetriebe bis zum Siebengang-Automatikgetriebe DSG wählen. Letzteres ist ein reguläres Doppelkupplungsgetriebe, bei dem zwei halbautomatische Getriebe durch eine Kupplungseinheit miteinander verbunden sind. Spannend wird so ein Siebengang-DSG Getriebe immer dann, wenn ein Defekt vorliegen sollte, denn nicht jede herkömmliche Autowerkstatt, ist in der Lage, Reparaturen an einem DSG-Aggregat durchzuführen. Zu dieser Vielfalt kommt außerdem die Wahlmöglichkeit des Allradantriebs, der sich bei VW ?4MOTION? nennt. Alles in allem inklusive der Wahlmöglichkeit, umweltbewusst mit der VW-speziellen Blue Motion Technology unterwegs zu sein, lassen sich also insgesamt 18 verschiedene Motor/Getriebearten in ein Chassis des Transporter Kastenwagens einbauen.
Konstruktionsvielfalt und Nutzlasten der VW Transporter
Den Kastenwagen gibt es völlig geschlossen als auch in einer Kombiversion, also mit Fenstern in den Seitenwänden und in den zweiflügeligen Hecktüren. Die Nutzlasten betragen bei diesen Modellen zwischen 422 kg und 1,2 Tonnen. Allen gemeinsam ist eine auf der Beifahrerseite angebrachte Schiebetür. Ebenso kann der VW Transporter entweder als reines Fahrgestell, also mit Fahrer/Beifahrer Kabine oder auch mit einem kippbaren Muldenaufbau erworben werden. Ein Pritschenwagen, auch in einer Tiefladeversion, ergänzt die Konstruktionspalette. Bei den Kleinbusversionen können je nach Radstand und Karosserieaufbau bis zu neun Personen befördert werden.
