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Skoda SUV

Mit kompakten Modellen will Skoda am SUV-Boom partizipieren

Wie viele Sport Utility Vehicles (SUV) im Programm verträgt ein Autokonzern, unter dessen Dach mehrere Marken mit durchaus unterschiedlichen Profilen versammelt sind. Ein US-amerikanischer Hersteller hätte sich diese Frage wahrscheinlich nicht gestellt, da die Amerikaner es traditionell so hielten, viele ihre Modelle fast unverändert mit unterschiedlichen Logos versehen auf den Markt zu bringen. Eine solche vielgleisige Strategie konnte durchaus funktionieren, wenn der Konzern auf die jeweilige Markentreue seiner Kunden vertrauen durfte. Solange die sich vornehmlich an dem Image orientieren, dass ihnen das Logo am Kühlergrill vermittelte, dann wurden vergleichbare Modelle innerhalb eines Konzernverbands eben ganz unterschiedlich wahrgenommen. Was für Nordamerika gelten mochte, hatte jedoch in Europa nicht unbedingt seine Gültigkeit. Deswegen achtete Volkswagen bei seinen unter dem Dach des Konzerns versammelten Marken von Audi bis Skoda früher sorgfältig darauf, dass untereinander möglichst wenig Konkurrenz durch ähnliche Modellvariationen bestand. Zwar stellte die Zentrale ihren Töchtern Technologie und Konstruktionspläne zur Verfügung, um Kosten zu sparen und Synergieeffekte bei der Entwicklung neuer Baureihen nutzen zu können. Das Endprodukt jedoch sollte sich möglichst unterscheiden und die jeweilige Marke in Design und Anspruch widerspiegeln. Das funktionierte recht gut, solange die Modellpaletten überschaubar blieben. Doch mit der zunehmenden Ausdifferenzierung machten auch die kleineren spanischen und tschechischen VW-Töchter ihre Ansprüche geltend: Insbesondere im boomenden Segment der kompakten Sport Utility Vehicles (SUV) wollten Seat und Skoda mit eigenen Modellen präsent sein.

Der Roomster liefert wichtige Grundlagen für das erste SUV von Skoda

Die Spanier wurden von der Wolfsburger Zentrale bis zum Jahr 2016 hingehalten, ehe sie ihre Palette endlich um das lange gewünschte Crossover-Modell erweitern durften. Im Vergleich dazu hatte es Skoda sehr viel leichter und war auch sehr viel früher in der SUV-Klasse am Start. Der Grund: Die Tschechen hatten mit ihrem Hochdachkombi Roomster bereits seit dem Jahr 2006 ein Modell im Programm, das sie aus unterschiedlichen Skoda-Komponenten selbst entwickelt hatten und das sich ebenfalls für die Konstruktion eines Crossovers der Kompaktklasse eignete. Damit waren die Ingenieure von Skoda anders als die spanischen Kollegen nicht in vollem Maße auf die verwehrte VW-Technik angewiesen. Dass sein eigenes SUV-Konzept funktionierte, bewies der Hersteller in den Jahren ab 2005, als er die ersten Studien des Skoda SUV auf den internationalen Automessen präsentierte. Die waren bereits ziemlich nah an den Serienversionen orientiert, verbargen jedoch noch das endgültige Design des Crossovers, der dann im Frühjahr 2009 in Genf als Serienmodell unter den Namen Yeti erstmals dem Publikum präsentiert wurde.Mit dem Yeti zeigt Skoda im Jahr 2009 sein erstes SUV der KompaktklasseLanges Verzögern beim Crossover der spanischen Tochter, Schnellstart für das Skoda-SUV, nicht immer war die Modellpolitik im VW-Konzern der Öffentlichkeit logisch zu vermitteln. In jedem Fall gelang es den Tschechen, die Weichen für den Serienstart zu stellen. Von Volkswagen kamen letztlich doch technische Komponenten sowie die Allradtechnik, und so konnte der Yeti bereits früher als ursprünglich angenommen im Herbst des Jahres 2009 in den Handel kommen. Dass die Markenstrategen in Wolfsburg den Tschechen schließlich doch so schnell den Weg frei machten, dafür könnte am Ende der Yeti selbst den Ausschlag gegeben haben: Denn auch mit der Gestaltung seines ersten Kompakt-SUV ging Skoda vollkommen eigene Wege, sodass die in Niedersachsen offenbar zuvor befürchtete Konkurrenz zum VW Tiguan jedenfalls optisch nicht zu befürchten war.

Praktisches Design mit freundlichem Gesicht für das Skoda SUV der Baureihe Yeti

Mochten andere Hersteller ihre Crossover als eine Art höher gelegtes Sportcoupé präsentieren und den Lifestyle-Aspekt mit Sicken, Lichtkanten und Zierrat betonen, so setzte Skoda bei seinem kompakten SUV ganz andere Akzente. Ihr Yeti sollte mindestens ebenso praktisch sein wie ein Hochdachkombi und ähnliche Raumvorteile bieten können wie ein Van. So trat der Crossover aus tschechischer Produktion mit einem für seine Klasse ungewöhnlich kantigen Heck an, das mit seiner Rundumverglasung und der kompromisslosen Würfelform an die Karosserie eines robusten Geländewagens der frühen Baujahre erinnerte. In der Frontansicht nahm sich der gut 4,22 Meter lange und fast 1,80 Meter breite SUV der Tschechen bewusst zurück: Gerundete Scheinwerfer und gleich neben dem Kühlergrill untergebrachte Rundnebelleuchten verliehen dem Yeti ein Gesicht, das die meisten Betrachter als ungewöhnlich freundlich für ein Fahrzeug der SUV-Klasse empfanden.

Im Jahr 2013 bringt Skoda den Yeti in einer modellgepflegten Version heraus

Optischer Unterfahrschutz an Front und Heck, breite Stoßfänger aus unempfindlichem Kunststoff, schmale Seitenleisten zum Schutz vor Dellen und eine schicke Dachreling, mit diesen für seine Klasse typischen Ausstattungsmerkmalen fuhren die ersten Yeti im Herbst des Jahres 2009 in die Verkaufsräume. Gut vier Jahre später spendierte Skoda seinem Premieren-SUV eine Modellpflege, die vor allem Veränderungen bei der Gestaltung der Front mit sich brachte. Mit länglicher angelegten Scheinwerfern und rechteckigen Nebelleuchten bekam der Yeti einen etwas strengeren, aber auch dynamischeren Auftritt. Wer weiter das freundliche Gesicht mit den rundlichen Formen sehen wollte, der musste nun ein Modell aus der ersten Bauphase als Gebrauchtwagen kaufen. Ebenfalls neu ab Baujahr 2013: Durch lackierte Anbauteile wertete Skoda seine SUV-Baureihe optisch auf.

Optionaler Allradantrieb für die SUV der Baureihe Skoda Yeti

Serienmäßig lieferten die Tschechen das erste SUV ihrer Firmengeschichte mit einem herkömmlichen Vorderradantrieb aus. Da Volkswagen jedoch zugesagt hatte, die etwa im VW Tiguan verbaute Allradtechnik auch für andere Baureihen verfügbar zu machen, konnte auch der Yeti mit einem optional erhältlichen intelligenten, d.h. zuschaltenden Allradantrieb geordert werden. Allerdings war diese Ausstattung, die das Skoda SUV der Baureihe Yeti zum Geländegänger machen sollte, nur in Kombination mit den stärkeren Benzin- und Dieselmotorisierungen zu bekommen. Nachteil bei den 4x4-Versionen: Sie erhöhten das Gewicht des kompakten SUV von Skoda auf über 1,5 Tonnen und entsprechend höher waren damit auch die allgemeinen Verbrauchswerte.

Die Motorisierungen des Skoda SUV vom Typ Yeti

In der Basisversion ihres Kompakt-SUV setzten die Tschechen zum Marktstart im Jahr 2009 einen auf 1,2 Liter Hubraum reduzierten Benziner ein, der dem Yeti eine Leistung von 77 kW (105 PS) bereitstellte. Spitzenmodell in der SUV-Baureihe von Skoda war der Yeti mit TSI-Motor, der maximal 118 kW (160 PS) abrufen konnte. Als Selbstzünder stand das Modell in zwei Hubraumklassen von 1,6 und 2,0 Litern in vier Leistungsstufen bis 125 kW (170 PS) im Programm.