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Skoda Kombi

Kombis in drei Klassen

Kombi steht für Kombinationswagen. Direkt nach dem Krieg begannen Hersteller im großen Stil, Kombiversionen ihrer Mittelklasselimousinen anzubieten. Diese waren meist für Handwerksbetriebe usw. gedacht. Das zeigte ihre oft karge Ausstattung und das eingeschränkte Motorenprogramm. Peugeot und Citroën ("Familiale") boten schon sehr früh in den 1950ern familienfreundliche Kombis. Eine völlige Neudefinition gelang dem Mercedes T Mitte der 1970er. Aus dem Laster war ein Nobelkombi geworden, der sich zum Lifestyle-Kombi weiterentwickelte. Schrägheckvarianten mit großer Heckklappe, Geländewagen/SUV und Vans machen den Kombis große Konkurrenz. Einige Hersteller haben die Kombis bereits aufgegeben. Angesichts der Variabilität muss man die Frage stellen, warum Kombis nicht generell bevorzugt werden. Neue wie gebrauchte Kombis sind in der Anschaffung fast immer teurer. Allerdings ist der Mehrpreis angesichts des Raumgewinns kaum relevant. Bei Kombis vermissen viele Nutzer den wohnlichen Raumkomfort und klagen über ein höheres Geräuschniveau. Der Van bietet zu dem Raumgewinn (gegenüber einer Limousine) noch mehr Sitzplätze inklusive höhere Sitzposition. Bei Kombis bleibt dafür hinter der letzten Sitzreihe meist ein fürstlicher Kofferraum mit niedriger Ladekante.Seit Skoda zum VW-Konzern (1991) gehört, wurde das Programm komplett erneuert. Mit VW im Rücken kann auch die Sparte Kombi Skoda nicht mehr überfordern. VW hat zwar beim Golf III erst mit jahrzehntelanger Verspätung den Konkurrenten von Ford und Opel geantwortet. Der VW Passat Variant lag jedoch bei den Zulassungszahlen oft vor der Limousine. Skoda Kombi ist eine Karosserievariante, die inzwischen in drei Fahrzeugklassen offeriert wird: Fabia, Octavia und Superb. Alle konnten sich gut auf dem Markt etablieren und sind als gebrauchte Skodas sehr gefragt.

Solides Programm

Vom Fabia, ein Fahrzeug auf Polo-IV-Basis (9N), gibt es bereits seit 2000 einen Skoda Kombi. Die zweite Generation (Basis Polo IV, 9N3) liefert ab 2007 eine Kombiversion. In beiden Fällen ist die Limousine rund 30 bis 40 cm kürzer, hat aber den gleichen Radstand. Der Fabia holt sich den zusätzlichen Raumgewinn durch ein deutlich längeres Heck. Vom Octavia gab es in den 1950er Jahren eine Kombiversion, die aber auf dem Markt der Gebrauchtwagen kaum eine Rolle spielt. Beim Octavia unter VW-Führung ist die Erbfolge etwas kompliziert. Der Octavia I (1996-2010, Basis Golf IV) wird der unteren Mittelklasse zugerechnet. Dessen klassenbezogener Nachfolger ist der Rapid (seit 2011, Basis Polo V), der aber bisher nur als Limousine und Kombilimousine erschien. Der Octavia II Combi (2004-13, Basis Golf V & VI) sorgt für Unstimmigkeit zwischen Kraftfahrtbundesamt ("Kompaktklasse", da auf Golf-Basis) und Fachpresse ("Mittelklasse", da 38 cm länger als der Golf VI). Interessenten gebrauchter Octavia II kann die Diskrepanz kalt lassen, denn der Kombi konkurriert bei der Innenraumgröße mit dem Passat Variant. Beim Octavia III Combi (ab 2012) setzt der Konzern auf den sogenannten modularen Querbaukasten (MQB; Audi A3 bis VW Passat, kommende 8. Generation).

Einfach nur groß

Vom Skoda Superb II (seit 2008, Basis Passat, 6. Generation) stellte der Hersteller 2009 einen klassischen Kombi vor. Der nach Größe (über 4,9 m) und Motorenprogramm (bis 260 PS) der oberen Mittelklasse angehörige Skoda ist seit vielen Jahren mal wieder ein neuer großer Kombi. Wer einen gebrauchten Superb mit Heckklappe findet, genießt höchsten Komfort.