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Renault Duster

Renault Duster

Renaults Low Cost Marke Dacia ist seit 2010 mit dem Duster im SUV-Markt präsent

Spätestens durch die zeitweise Einführung von Abwrack- oder Ökoprämien in Österreich, Deutschland oder Frankreich im Zeitraum 2008/9 wurde der Öffentlichkeit bewusst, dass die Autohersteller es auf ihren angestammten europäischen Absatzmärkten in den Folgen der Finanzkrise des Jahres 2007 nicht schafften, ihre Absatzziele zu erreichen...Weiterlesen

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Zwar stiegen die Verkäufe von Neu- und Jahreswagen nach Überwindung der Krise wieder an, und auch die staatlichen Hilfen in Form der Umweltprämien hatten der Branche Impulse gegeben. Doch die Strategen der großen Autokonzerne hatten auf die Herausforderungen längst mit einer globaleren Ausrichtung ihrer Unternehmen reagiert. Der französische Hersteller Renault etwa baute sein Engagement in den Schwellenländern aus. China und andere Gebiete Asiens, Indien und die Staaten Südamerikas boten hinsichtlich Bevölkerungszahl und Wirtschaftsentwicklung ein großes Zukunftspotential. Eigene Fertigungsstätten in Argentinien, Brasilien, Indien oder der Türkei sowie Zukäufe in Südkorea und Rumänien sollten Renault fit machen für den globalen Wettbewerb. Für die Stammmärkte in Europa ließen sich die Franzosen jedoch ebenfalls etwas einfallen: Die rumänische Renault-Tochter Dacia wurde als Low Cost Marke etabliert, um neue Kundenkreise ansprechen zu können. Eine umfangreiche Modellpalette plante Renault dabei für Dacia nicht. Stattdessen sollten sich die Rumänen auf die absatzstarken Klassen von Klein- und Kompaktwagen konzentrieren. Und auch im boomenden Segment der kompakten Sport Utility Vehicles (SUV) trat Dacia mit dem Duster 2010 mit einem eigenen Modell an.

In vielen Ländern vermarktet Renault den Duster unter eigenem Namen

Durch die Zweitverwertung von Renault-Technik bei Dacia sowie durch die Strategie, unterschiedliche rumänische Modelle auf Basis einer einzigen Bauplattform zu entwickeln, sollte das Low Cost Konzept für die Franzosen aufgehen. Das konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dacia sich im Laufe der Zeit von dem ursprünglich angestrebten Ziel eines 5000-Euro-Autos entfernte. Denn Renault merkte schnell, dass sich der Verzicht auf übliche Sicherheitstechniken wie ABS oder ESP zumindest beim Neuwagenverkauf in Europa nicht auszahlte. Nachdem die ersten Dacia-Generationen deswegen in die Kritik geraten waren, besserte der Hersteller hier bald nach. Den Duster etwa lieferte Dacia ab dem Jahr 2013 serienmäßig mit einem elektronischen Stabilisierungsprogramm aus. Und spätestens beim Duster zeigte sich auch, dass Low Cost eben auch als Marketingmaßnahme zu verstehen war und dazu diente, das Image von Dacia in Westeuropa zu definieren. In anderen Teilen der Welt fanden die Franzosen hingegen nichts dabei, den Duster unter ihrem eigenen Namen zu verkaufen. Global betrachtet liefen sogar gut zwei Drittel des Kompakt-SUVs mit dem Rauten-Logo Renaults auf dem Kühlergrill vom Band.

Der Duster der Renault-Tochter Dacia gilt als wertstabiler Neuwagen

Wer den Duster als Neuwagen kaufen wollte und auf den Internetseiten von Renault den Konfigurator startete, der merkte nach wenigen Klicks, wie das Lost Cost Modell von Dacia funktionierte. Die Renault-Tochter bot werbewirksam das Basismodell an, das im Klassenvergleich tatsächlich als besonders günstig gelten konnte und je nach Verkaufsland einfach als Duster oder mit einem Zusatz wie Essentiel versehen im Programm stand. Doch das als Preisbrecher in seinem Segment beworbene SUV verfügte eben auch über wenig Ausstattung, und als einzige Option stand ein Reserverad im Katalog. Dass es überhaupt ein solches Basismodell ohne jegliche Komfortzutaten und elektronische Helfer gab, kam SUV-Einsteigern und Puristen entgegen. Doch mit seiner Modellpolitik in den höheren Ausstattungslinien konnte Dacia sich durchaus mit anderen Anbietern vergleichen. Denn die verfügbaren Optionen ließ sich auch Renaults Low Cost Marke extra bezahlen. Einen Trost jedoch gab es: Beim Wiederverkauf als Gebrauchtwagen erwiesen sich die Duster wie andere Modelle von Dacia laut Markterhebungen als überdurchschnittlich wertstabil.

Für den Dacia Duster bietet Renault mehrere Ausstattungsvarianten und Sondermodelle an

Mit dem Duster entwickelten die Rumänen mit Hilfe Renaults ein SUV-Modell, das es bei seiner Marktpremiere im Jahr 2010 in ähnlicher Form nicht im Programm der französischen Konzernmutter gab. Da jedoch der Vertrieb der Neuwagen in der Regel über das bestehende Händlernetz von Renault abgewickelt wurde, entschieden sich die Marketingstrategen dafür, die Bezeichnungen der verschiedenen Ausstattungslinien in vielen Fällen für beide Marken anzugleichen. So nahm Renault den Duster in einigen Ländern in den besser ausgestatteten Versionen unter den Namen Ambiance und Lauréate in das Programm auf. Das Spitzenmodell mit Lederbezügen, Metalliclackierung und Alufelgen im Format von 16 Zoll nannte sich bei Dacia Prestige oder Supreme. Darüber hinaus gab es je nach Verkaufsland und Baugeneration Sondereditionen des Kompakt-SUV. Dazu zählte etwa das Modell Ice mit serienmäßiger Klimaanlage oder der Urban Explorer mit Offroad-Anbauteilen wie einer Seitenbeplankung. In der zweiten Bauphase des Duster legte Renault sogar eine limitierte Sonderserie auf, die im Jahr 2016 als Duster Steel das Programm von Dacia weiter aufwerten sollte.

Für die Allradmodelle des Dacia Duster nutzt Renault Technik des Partners Nissan

Während andere Hersteller bei ihren SUV-Einstiegsmodellen aus Kostengründen und wegen des meist städtischen Einsatzprofils der Fahrzeuge auf einen 4x4-Version ausdrücklich verzichteten, bot ausgerechnet die Low Cost Marke Dacia eine Allradvariante für sein SUV an. Der Hintergrund: Die Rumänen mussten dafür keine Entwicklungskosten stemmen, da der Renault-Partner Nissan den von ihm konzipierten und seit langem bereits alltagserprobten Antrieb zur Verfügung stellte. Als Softroader wollte Renault den Duster ohnehin nie etablieren. Mit seinen ausgestellten Radhäusern und den hochgezogenen Kunststoffstoßfängern durfte der Duster schon bei seiner Markteinführung im Jahr 2010 einen Offroad-Look zeigen, der sich mit Unterfahrschutz und Seitenbeplankung in Richtung eines kernigen Geländefahrzeugs weiterentwickeln ließ. An diesem Konzept änderte Renault auch mit den Modellpflegemaßnahmen in den Jahren 2013 und 2016 nichts Grundlegendes. Allerdings bekam der Duster durch die Eingriffe der Designer einen selbstbewussteren Auftritt, der sich vor allem in dem neu gestalteten Kühlergrill in Rasierklingenoptik dokumentierte.

Ab 2013 liefert Renault 1,2 Liter Einstiegsbenziner für die Duster von Dacia

Und auch bei der Einstiegsmotorisierung brachte Dacia vor der Einführung der für 2017/18 angekündigten zweiten Duster-Generation eine Neuerung. Ab dem Baujahr 2013 stellte Renault für die Baureihe der Dacia SUVs einen 1,2 Liter Turbobenziner zur Verfügung, der dem Duster mit seinen 92 kW (125 PS) deutlich mehr Leistung brachte, als die anfangs ausschließlich verbauten 1,6 Liter Motoren. Außerdem lieferte Renault Dacia Dieselaggregate mit 1,5 Liter Hubraum, die im Duster je nach Baujahr Leistungen zwischen 63 kW (86 PS) und 80 kW (109 PS) brachten.