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Lada Niva

Wer einen richtigen Geländewagen sucht, der kann nach einem gebrauchten Lada Niva des russischen Herstellers AwtoWAS Ausschau halten. Dabei ist der robuste und spartanische Niva nicht mit modernen SUVs zu vergleichen. 1976 hat er die Klasse der kompakten Geländewagen gegründet und sich bis auf ein paar Neuerungen bis heute kaum verändert. Er wurde extra fürs Gelände konzipiert und gilt aufgrund seiner Stabilität und seines geringen Preises als beliebtes Einsteigermodell in die SUV-Klasse.

Für das Gelände konzipiert & gebaut

Seit seiner Einführung 1976 hat der Lada Niva verschiedene Namen erhalten. Das Urmodell heißt in seiner Landessprache ВАЗ-2121 «Нива» – WAS-2121 „Niwa“ in der deutschen Übersetzung. Im Handel ist er bekannt als Lada Niva 1600 oder auch als Lada Niva 4X4, als Kennzeichen für den Allradantrieb. „Lada“ bedeutet „Liebchen“ oder „Geliebte“. In Österreich heißt der Geländewagen „Lada Taiga“, in Island „Lada Sport“ und in Australien „Lada Bushman“. In und für Osteuropa produziert, stellte er für die früher schlecht ausgebaute Infrastruktur in der Heimat eine praktische Alternative zum PKW dar. Doch bald schon wurde er in die ganze Welt exportiert und erlangte hier den Status als Kultauto. Außerdem liefert der Niva eine Robustheit und Geländetauglichkeit, die lange Zeit bei der Konkurrenz nicht zu finden war und auch heute noch sein Markenzeichen ist. Er gilt als einer der am längsten gefertigten Geländewagen und wird immer noch produziert, obwohl der russische Hersteller inzwischen auch mit Kombis und Limousinen wie dem Lada Kali-na und dem Lada Priora in Westeuropa vertreten ist. Mit seiner Robustheit, Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und seinen vier Sitzen bietet der Niva einen guten und günstigen Einstieg in das Segment der Geländewagen.

Besondere Eigenschaften des Lada Niva als Geländewagen:

  • ein permanenter Allradantrieb,
  • ein längs eingebauter Frontmotor,
  • die Geländereduktion,
  • das zuschaltbare Sperrdifferential,
  • die kurzen Überstände,
  • die große Bodenfreiheit von 22 cm,
  • die selbsttragende Kombi-Karosserie, die eher das Fahrgefühl einer Limousine vermittelt.

Kein moderner SUV, sondern ein robuster Klassiker

Mit 3,72 m Länge, 1,68 m Breite und 2,20 m Radstand begründete der Lada Niva in den 70er Jahren eine Klasse, die Jahrzehnte später den Namen Kompakt-SUV erhalten sollte. Sein Konzept wurde von vielen Herstellern adaptiert, die heutzutage auf mehr Komfort, sparsameren Verbrauch und moderneres Design Wert legen. Doch im Gelände fährt der Lada allen davon, da dies seine Bestimmung ist. So hat AwtoWAS in den über 40 Jahren Bauzeit an dem Erfolgs-Konzept mit über 1,5 Mio. gefertigter Exemplare auch nicht viel geändert. Der Niva sieht fast noch so aus wie früher. In den 90er Jahren gab es mit dem WAS-2123 den Versuch einer neuen, moderneren Konstruktion. Durch die Finanzkrise sprang der amerikanische Konzern General Motors als Partner mit ein und heraus kam der Chevrolet Niva. Während der Lada Niva in den 70er und 80er Jahren noch Vorreiter war, muss er sich heutzutage mit modernen Mitbewerbern messen. So wartet der Suzuki Jimny mit einer Hecktür statt einer konventionellen Heckklappe auf, bringt mit weniger Gewicht eine bessere Beschleunigung an den Start, bietet aber weniger Beinfreiheit auf den Rücksitzen und fällt durch dürftigen Federungskomfort und schlechte Bremsleistung negativ auf. Der Suzuki SX4 ist im Vergleich noch kräftiger, sparsamer und leiser. Außerdem bietet er mehr Platz auf der Rückbank, dafür aber wenig Kofferraum. Mit dem Dacia Duster ist 2010 ein neuer Mitfahrer bei den kompakten SUVs erschienen. Er ist länger, breiter und schwerer als die Konkurrenz, Bodenfreiheit und Federungskomfort stimmen aber. Es mangelt etwas an Ausstattung, Übersichtlichkeit und Beinfreiheit. Mit den meisten Pluspunkten seiner Konkurrenz kann der Lada Niva nicht mithalten. Er ist ziemlich schwer, ziemlich laut, hat wenig Sicherheitsausstattung und schluckt ziemlich viel Sprit. Dafür bietet er deutlich mehr Platz, Übersichtlichkeit und mit 1.900 kg die höchste Anhängerlast. Ein echter Geländewagen eben.

Aus dem Fiat-Werk in Russland

Mitte der 60er Jahre erfolgte in der Sowjetunion der Beschluss, fortschrittliche Technik aus dem Ausland zu holen, um „ein Fahrzeug für jedermann“ zu bauen. Daraufhin errichtete der italienische Konzern Fiat Ende der 60er Jahre das Werk „Wolschski awtomobilny sawod“ (WAS) im russischen Oblast Samara. Dort rollte 1971 zunächst der Fiat 124 für den sowjetischen Markt vom Band. 1974 startete dann die Limousine WAS-2101 unter dem Namen „Schiguli“, während Modelle für den Export zugleich den Namenszusatz „Lada“ erhielten. Auf Basis des Schiguli wurde in mehreren Anläufen der Lada Niva für die Sowjetunion entwickelt, der gute Geländeeigenschaften mit robuster und wartungsfreundlicher Technik verbinden sollte. Diese Ansprüche erfüllt er bis heute. Bei der Modellpflege in den 90er Jahren wurde an der schnörkellosen Kastenkarosserie kaum etwas verändert. 1993 kam eine 5-türige Version mit verlängertem Radstand auf den Markt. Exportschlager war aber weiterhin der 3,72 m lange Dreitürer mit 2,20 m Radstand. Nach dem Übergangsmodell WAS-21219 Anfang der 90er Jahre wurde 1994 der ursprüngliche WAS-2121 vom WAS-21213 ersetzt. Die Karosserie blieb bestehen, aber Innenraum und Technik wurden erneuert:

  • schmale Rückleuchten neben der Heckklappe,
  • Armaturenbrett,
  • Tacho,
  • Lenkrad mit verformbarer Nabe.

Viele Modelle mit vielen kleinen Unterschieden

Trotz weniger Veränderungen an Design und Motorleistung sind über die Jahre doch viele verschiedene Modelle entstanden, die sich nur schwer auseinander halten lassen. Ein großer Unterschied ist der kurze Radstand mit 2,20 m oder der lange Radstand mit 2,70 m. Zusammen mit Peugeot wurde auch eine Dieselvariante mit Wirbelkammereinspritzung und 1,9 Liter Hubraum entwickelt. Außerdem gibt es verschiedene Sonderfahrzeuge, zum Beispiel den Kübelwagen „Re-ka“ (WAS-2122), das Extremgeländefahrzeug „Marsch“ mit übergroßen Ballonreifen (WAS-1922), ein offenes Landaulet (WAS-212183) und den 2-türigen Pick-up (WAS-2329). 2010 wurde der Lada Niva noch einmal rundum modernisiert:

  • Armaturenbrett,
  • vordere Blinklichter,
  • Vorderrad- & Hinterradaufhängung,
  • Stoßdämpferabstimmung,
  • technische Ausstattung.

Lada Niva Gebrauchtwagen jüngeren Datums haben eine elektronische Wegfahrsperre mit einem zusätzlichen Relaissteuergerät, das die Elektronik erst nach dem Entsperren einschaltet. Am Schlüsselbund hängen demnach ein Fahrzeugschlüssel, ein separater Zündschlüssel und ein Dongle als Entsperrschlüssel.

Kontinuität in Design & Technik

Eigentlich ist die Motortechnik des Lada Niva trotz über 40 Jahren Produktionszeit recht übersichtlich. Die verschiedenen Modelle bewegen sich zwischen 60 und 82 PS, zwischen 1,2 und 1,9 Liter Hubraum und sind bis auf eine Ausnahme alles Ottomotoren. Hierbei stehen mit Vergaser, Saugrohreinspritzung und Mehrpunktsaugrohreinspritzung verschiedene Varianten zur Auswahl. An der Karosserie und den Maßen hat sich aufgrund der wenigen Änderungen am Design kaum etwas verändert.

Fazit

Früher wie heute gilt der Lada Niva als unverwüstlicher Geländewagen. Und durch die geringfügigen Überarbeitungen wird jedes Niva-Modell der langen Produktionszeit diesem Ruf gerecht. Allerdings hängen ihn moderne SUV-Kollegen durch mehr Komfort, geringeren Verbrauch, angenehmere Fahrweise und höhere Sicherheitsausstattung mehr und mehr ab. Der „Niwa“ ist ein Kultauto und ein zuverlässiger Einstieg ins Gelände, dementsprechend auch als Lada Niva Gebrauchtwagen sehr beliebt.

Fahrzeugbewertungen zu Lada Niva

13 Bewertungen

3,8