Der Wagen hat einen Frontantrieb, es standen zwei Vergasermotoren zur Wahl, und es waren als Karosserien eine viertürige Limousine, Stufenheckcoupé, Fließheckcoupé und ein Kombi verfügbar.
Viele Verbesserungen im Laufe der Jahre
Da der Wagen für US-Wünsche zu schwach motorisiert war, lieferte General Motors den Chevrolet Cavalier ab 1985 auch mit einem leistungsstärkeren 2,8-l-V6-Motor mit 127 PS und ab 1987 mit 132 PS aus. Ab 1987 waren auf Wunsch Fünfganggetriebe erhältlich. Der ab 1988 erhältlichen, überarbeiteten Ausführung spendierte General Motors ein weitgehend neues Design. Besonders das Coupé wurde umfangreich renoviert, woraus ein unterschiedliches Styling für Limousine und Coupé resultierte. 1988 erhielt das Coupé ein neues Dach und eine neue Frontpartie. Das Fünfganggetriebe war ab jetzt serienmäßig. 1989 wurde ein neues Einstiegsmodell aufgelegt, das nur als Coupé erhältlich war. Der V6-Motor wurde auf 3,1 l vergrößert und auf 137 PS verstärkt (1990), dann auf 142 PS ausgebaut (1992). Bis 1994 führte Chrysler noch einige Verbesserungen durch, dann lief die erste Generation aus.
Neue, frischere Serie ab 1994
Im Herbst 1994 ersetzte eine komplett neu konstruierte Fahrzeugserie die erste Generation. Mit ihren rundlichen, geschmeidigeren Karosserien wirkt die neue Serie erhabener als die eher kantigen älteren Modelle, die im direkten Vergleich ein wenig altmodisch wirken. Die Karosserien sind etwas kürzer, bieten durch bessere Raumnutzung dennoch mehr Platz. Als Motorisierung stehen ein 2,2-l-Vierzylinder mit 122 PS und ein 2,2-l-Vierzylinder mit 16 Ventilen und zwei obenliegenden Nockenwellen zur Wahl. Letzterer bringt es auf 152 PS. Ein Sechszylinder wird nicht mehr angeboten. 1996 ersetzte ein 2,4-l-Motor mit wiederum 152 PS den Antrieb mit 2,3 l. 1997 erhielt der Chevrolet Cavalier besseren Seitenaufprallschutz. Der Basis-Vierzylinder wird von 122 PS auf 117 PS reduziert, läuft dafür aber ruhiger.
1999 führte Chrysler einen kleineren Facelift durch, der aber einen nur kaum auffallenden Feinschliff an der Karosserie darstellte. Mehr ins Gewicht fiel die Einführung einer "Bi-Fuel"-Version, die neben Benzin auch Erdgas tanken kann. 2002 setzte GM einen neuen 2,2-l-Vierzylinder in "Ecotec"-Ausführung ein, der niedrigeren Verbrauch verhieß. Dieser Motor war als einziger für alle Karosserieversionen erhältlich. 2003 erfolgte ein weiterer Facelift. Das äußerte sich hauptsächlich in einem geänderten Kühlergrill, in den das Markenlogo eingebaut ist. 2005 stellte Chevrolet die Produktion des Cavalier ein. Insgesamt waren seit 1981 1,24 Millionen Autos gebaut worden.
Import nach Japan
Eine Kuriosität der Automobilgeschichte war, dass Toyota den Chevrolet Cavalier 1996 bis 2000 importierte und als Toyota Cavalier in Japan anbot. Damit wollte Toyota einen Beitrag leisten, um die Handelsbarrieren zwischen den USA und Japan zu lockern. Der japanische Konzern musste dazu die Steuerung von links nach rechts umbauen, was in der Konsequenz die Herstellung eines komplett neuen Armaturenbretts nach sich zog, damit anschließend alle Instrumente an der gewohnten Stelle saßen. Toyota bot den Chevrolet Cavalier als Limousine, als Coupé und als Cabrio an. Dennoch konnte Toyota den Toyota Cavalier nur an Polizei und Feuerwehr erfolgreich absetzen. Mangels Nachfrage von Privatkunden verkaufte Toyota den Wagen auch auf verschiedenen asiatischen und Übersee-Märkten. Erst 2000 stellte das Unternehmen den Import ein.