Vorstellung: Mercedes-Benz GLA – Der GLA ist da!

So wurden auf Basis einer neuen Frontantriebsplattform seit Ende 2011 die Baureihen B-, A- und CLA-Klasse eingeführt, denen nun noch der SUV-Ableger GLA folgt, der sich als freche Alternative zum GLK empfiehlt. Statt der strengen und kastigen Optik des auf der C-Klasse basierenden GLK kommt das auf der Frankfurter IAA (12. bis 22. September 2013) Weltpremiere feiernde SUV-Modell vergleichsweise rundgelutscht und schwungvoll daher. Große Luftöffnungen in der Front, markante Sicken auf der Motorhaube und den Flanken sowie eine fast coupéhaft verlaufende Dachlinie prägen das Erscheinungsbild des jungen Wilden. In der Seitenansicht wirkt der GLA fast wie eine hochbeinige und leicht gestreckte A-Klasse. Robustbeplankung an den Seiten sowie ein in Front- und Heckschürze eingearbeiteter Unterfahrschutz verleihen die nötige Abenteuer-Aura.
Nicht nur schnittig, auch noch windschnittig
Obwohl ein SUV, verkörpert der 4,42 Meter lange GLA das Gegenteil von dem in diesem Fahrzeugsegment eher üblichen, strömungsungünstigen Wandschrank-Format. Laut Mercedes hat der Aerodynamik-Feinschliff den Cw-Wert auf erfreulich niedrige 0,29 gedrückt, mit entsprechenden Vorteilen beim Verbrauch und den Windgeräuschen innen.
Als niedrigsten Verbrauchswert nennt Mercedes genügsame 4,3 Liter für den Basisdiesel 200 CDI. Dennoch mobilisiert der 2,1 Liter große Vierzylinder stramme 136 PS und 300 Newtonmeter Drehmoment. Allerdings erreicht der GLA diesen niedrigen Wert nur als frontgetriebene Variante, in Kombination mit manuellem Sechsgang-Getriebe und der Hilfe einer Start-Stopp-Automatik.
Starker Benziner GLA 250
Am oberen Ende der vorläufigen Leistungsskala bewegt sich der GLA 250 mit einem 211 PS und 350 Newtonmeter starken Zweiliter-Vierzylinder-Benziner, der im Zusammenspiel mit dem optionalen Allradantrieb 4Matic und dem für diese Motorisierung serienmäßigen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in 6,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h sprinten und immerhin 235 km/h schnell werden soll. Dennoch gibt Mercedes den Normverbrauch mit recht bescheidenen 7,1 Litern an.
Alternativ gibt es noch den 220 CDI, der 170 PS und 350 Newtonmeter mobilisiert und serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplung und optional mit Allradantrieb zu haben ist. Allein als reiner Fronttriebler angeboten wird die Basisversion GLA 200, dessen 1,6-Liter-Benziner für 156 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment gut ist.
Edle Premiumwelten
Beim Innenraum präsentiert sich der GLA so, wie man es von seinen eingangs erwähnten Technikbrüdern her kennt. Markant sind vor allem die fünf großen runden Belüftungsdüsen oder der in der Mittelkonsole montierte, freischwebende Bildschirm des Navi-Multimedia-Systems. Dem Premium-Anspruch der Marke Mercedes dürfte dieses Interieur zweifelsohne gerecht werden, denn bereits A- und B-Klasse haben sich mit einem ungewöhnlich hohen Qualitätsniveau in der Kompaktklasse von der Konkurrenz abgehoben. Hinter der sich optional automatisch öffnenden Heckklappe befindet sich ein 421 bis 836 Liter großer Kofferraum.
Vordergründig ist der GLA selbstverständlich ein Fahrzeug für den Einsatz auf asphaltierten Straßen. Doch neben gehobenem Fahrspaßniveau und Komfort dort, soll der GLA auch Touren abseits befestigter Wege meistern können. Neben der erhöhten Bodenfreiheit besitzen die Modelle mit 4MATIC serienmäßig eine Bergabfahrhilfe DSR (Down-hill Speed Regulation) sowie ein Offroad-Fahrprogramm.
Geo-Daten für die Offroad-Fans
Im Offroad-Modus werden die Getriebeschaltpunkte und Gaspedalkennlinie auf die Anforderungen von Fahrten auf losem Untergrund angepasst. In Kombination mit Audio 20 CD (Serie) und Comand Online (Sonderausstattung) werden zudem auf einem Display der Lenkwinkel, das gewählte Offroad-Fahrprogramm sowie ein Kompass angezeigt. Außerdem wird noch über die Seitenneigung in Grad, die Steigung in Prozent und die Aktivierung der Bergabfahrhilfe DSR informiert.
Bei der Sicherheitsausstattung bietet Mercedes für den GLA ein ebenfalls anspruchsvolles Arsenal an Hilfen. Serienmäßig sind Müdigkeitswarner und ein radargestützter Kollisionsverhinderer an Bord. In Kombination mit dem optionalen Abstandsradar Distronic Plus reagiert das System sogar bei anhaltender Kollisionsgefahr und ausbleibender Fahrerreaktion bis zu Geschwindigkeiten von 200 km/h und führt eine autonome Bremsung durch. Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h bremst das System auch auf stehende Fahrzeuge und kann bis 20 km/h Auffahrunfälle vermeiden.
Bestellbar ab November
Darüber hinaus gibt es im GLA bewährte Assistenzsysteme wie das Spurpaket mit Totwinkel- und Spurhalte-Assistenten oder den Adaptiven Fernlicht-Assistenten als Sonderausstattung. Automatisches Einparken in Längs- und Querparklücken ermöglicht zudem der optionale Aktive Park-Assistent.
Nach der Weltpremiere auf der IAA braucht es nur noch ein wenig Geduld: Bereits im November 2013 wird der GLA bestellbar sein und kommt dann Anfang 2014 offiziell in den Handel. Preise hat Mercedes noch nicht genannt, doch dürfte die Basisversion mit 156-PS-Benziner bei 32.000 bis 33.000 Euro liegen.
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