Volkswagen ID.4 GTX: Funktioniert das GTI-Label auch elektrisch?

Der neue ID.4 GTX kommt im Sommer und bietet mit 220 kW/299 PS Leistung satt (Stromverbrauch kombiniert: 19,1-18,1 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km²). Interessenten müssen für den Stromer mindestens 50.415 Euro investieren.
Abzüglich der Innovationsprämie von 7.975 Euro liegt das SUV auf dem Preis- und Leistungsniveau des Golf GTI Clubsport (221 kW/300 PS, ab 41.960 Euro | Kraftstoffverbrauch kombiniert: 6,6 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 151 g/km²).
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299 PS für 50.415 Euro
Das elektrische GTX-Label komplettiert damit vorerst die Riege um die Breitensportmodelle bei Volkswagen. Bisher waren GTI, GTD und GTE bekannt – noch stärkere Modelle erhalten gewohntermaßen das R-Abzeichen.
Es ist davon auszugehen, dass dem ID.4 GTX zahlreiche – auf „Sport“ getrimmte – Modelle in der ID-Familie folgen werden. Zunächst kombiniert Volkswagen aber den zukünftigen Kassenhauer im Hochbeinerformat mit je einer E-Maschine an der Vorder- und Hinterachse. Im Heck arbeitet ein 150 kW/204 PS starker Motor, wohingegen die vorderen Räder durch eine immerhin 70 kW/95 PS starke E-Maschine angetrieben werden.
Zuschaltbarer Allrad, sonst Hecktriebler
Somit ist der ID.4 GTX auf Wunsch ein Allradler, im Normalfall werden aber nur die Hinterräder angetrieben. So ausgerüstet soll der Spurt von null auf 100 km/h in 6,2 Sekunden gelingen. Abgeriegelt wird der Neue bereits bei 180 km/h, was nicht jedem Kunden gefallen dürfte. Immerhin: Das GTX-Modell darf 20 km/h schneller rennen als der normale ID.4.
Der verbaute Akku im Fahrzeugboden bringt es auf nutzbare 77 kWh und soll den Stromer laut WLTP rund 480 Kilometer weit bringen. Ob diese Werte im Alltag zu erreichen sind, darf allerdings bezweifelt werden. Denn schon mit den NEFZ-Werten von 18,1-19,1 kWh/100 km schafft der Wolfsburger lediglich um 400 bis 425 Kilometer.
Niedrige Ladegeschwindigkeit, geringe Anhängelast
Geladen wird per 11 kW Wechsel- oder maximal mit 125 kW am Gleichstrom-Schnelllader. 800-Volt-Technologie, wie etwa beim wesentlich günstigeren Hyundai Ioniq 5, reicht Volkswagen nicht. In das Hintertreffen gerät der ID.4 GTX auch bei der Anhängelast. Magere 1,2 Tonnen sind nur ein Bruchteil dessen, was etwa ein Tiguan ziehen darf.
Dass der ID.4 GTX indes das einzige E-SUV-Modell im VW-Konzern mit Sportabzeichen bleiben wird, ist unwahrscheinlich. Die baugleichen Schwestermodelle Audi Q4 e-tron und Skoda Enyaq scharren schon mit den Reifen. (Text: tv, em/sp-x | Bilder: Hersteller)
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