First date: Mercedes-Benz S-Klasse Coupé Concept – Inspiriert

Die auf der IAA 2013 vorgestellte Studie des kommenden Luxus-Coupés soll laut Designer Jan Philip Kaul die Formensprache der kommenden Mercedes Coupés vorbereiten. Denn nach dem etwas lauten Auftritt der A-Klasse und seiner Derivate soll das Mercedes-Design wieder deutlich leiser werden, souveräner, mit einem Fokus auf wenige prägnante Linien außen und eine insgesamt elegantere Formensprache. Und tatsächlich: Der neueste Daimler treibt die opulente Gestaltung der Limousine in eine wohltuende Leichtigkeit.
Mich interessiert, was sich die Designer gedacht haben, woher sie ihre Ideen haben, als sie vor einem jahr begannen, dieses Showcar zu gestalten - kreative Jobs benötigen Inspiration, denn wer hat in diesen Zeiten schon eine Muse. Mercedes-Designer Kaul lässt daher ein paar Stichworte fallen, während wir uns über das kommende Luxuscoupé seines Arbeitgebers unterhalten.
Apple
Selbst Gebrauchsgegenstände wie Computer oder Handys taugen zur Inspiration, allerdings müssen sie schon aus Kalifornien kommen. Und nach Apple (stringent gestalteter Augen- und Handschmeichler) fällt auch schnell der Begriff Android (gelungen reduziertes Grafikdesign), was angesichts des Display-Designs sofort einleuchtet. Und schon ist Kaul wieder einen Schritt weiter...
Tron
Die ästhetische Anmutung des Sciencefiction-Computerfilms Tron (2010) ist für jeden, der Mobilität und Computer visuell zusammenbringen will, Vorbild. Neben dem Silicon Valley ist auch Hollywood eine Design-Hochburg, und da wundert es auch nicht, dass das für das Grafikdesign von Mercedes-Benz zuständige Designbüro ebenfalls dort sitzt, wo der Nachfolger des Zeitgeistes tickt: In Palo Alto wurden die in die Coupé-Studie kopierten Bildschirminhalte entworfen.
Am Ende werden sie sich zwar in den bestehenden Style-Guide für Serienfahrzeuge einfügen müssen, der derzeit noch etwas barocker anmutet. Doch definiert der kalifornische Puls bereits die Benutzeroberflächen unserer Computer, Smartphones und Tablet-PCs. Und diese intuitive Bedienbarkeit muss sich auch in den Autos der Zukunft wiederfinden, denn der Kunde wird das schlichtweg erwarten.
Die cleane Ästhetik von Tron findet ihre Fortsetzung in Oblivion (2013), für die ebenfalls der frühere Automobildesigner Daniel Simon verantwortlich zeichnet: Er hat die grazilen Luftschiffe entworfen, die wiederum sehr an Apple erinnern, womit sich ein inspirierender Kreis geschlossen hat.
Doch wichtiger als Kalifornien scheint Interieur-Gestalter Kaul die Natur zu sein.
Bionik
Nach einem Blick auf den Innenraum des kommenden Mercedes-Flaggschiffs versteht man das sofort: Die blaue Ambiente-Beleuchtung rundum und die sanft geschwungenen Linien sind nur der Beginn einer ozeanischen Topographie: Die in die Voll-Aluminium-Elemente der Türverkleidungen eingefrästen Zierlinien nehmen die Isolinien von digitalen Geländemodellen auf, während die Lüftungsdüsen aus Keramik an Seeanemonen oder grazile Korallen erinnern. Einmal eingetaucht in ozeanische Metaphern erinnert man sich an die Kehlfurchen des Blauwals, wenn man auf den wundervoll gesteppten Ledersitzen Platz nimmt, weshalb die Mittelkonsole auch nicht zufällig von einer eintauchenden Walfluke inspiriert ist.
Die fließenden Formen des scheinbar frei schwebenden Armaturenträgers nehmen die Leichtigkeit mit der man sich unter Wasser fortbewegt auf, während die Instrumente mit den rechten Winkeln ihrer Flachbildschirme einen geradezu krassen Gegensatz darstellen. Doch die digitale Technik wirkt hier nicht wie ein Fremdkörper, sondern fügt sich ergänzend in den Wohnraum ein.
Mathematik
Beide werden über Mathematik verknüpft. Mathematische Modelle sind die Grundlage für die Linienführung, mathematische Formeln liegen den Computeranimationen zugrunde und mit (a+b)/a = a/b wird das auch in der Natur auffindbare ästhetische Gestaltungsprinzip des goldenen Schnitts berechenbar gemacht.
Die Topographielinien in den Türblenden beruhen ebenso auf Formeln wie die Elemente des Diamantgrills, die sich dynamisch um den zentralen Stern der Schnauze formieren und sich in Größe, Ausrichtung und Abstand so voneinander unterscheiden, dass sie die Dynamik eines Hyperraumsprungs visualisieren. Der Banause sieht ein schönes Auto und denkt sich … nicht viel dabei. Wenn man sich über die Gestaltung eines Autos jedoch stundenlang glänzend unterhalten kann, dann haben sich seine Designer offensichtlich eine Menge mehr dabei gedacht als einfach nur ein paar schöne Striche in ein Tonmodell zu bringen.
Zum Glück sind es überraschend viele Elemente, die es von der Studie in die Serie schaffen werden, wenn man Mercedes glauben darf. Die Alu-Topographie wird in den Türen zwar nicht ganz so üppig ausfallen, doch Armlehnen und Sitzeinstellungsknöpfe bleiben. Der Armaturenschwung bleibt auch, obwohl die Lüftungsdüsen leider profaneren weichen werden müssen. Auch das Lenkrad entspricht bereits dem der Serienversion und der Doppelbildschirm ist bereits aus der S-Klasse-Limousine bekannt. Und auf die umlaufende Ambiente-Lichtleiste wird man sich ebenso freuen können.
Auch außen wird man den Mut zur Schönheit nicht verlieren, denn die Studie ist nur zwei Zentimeter breiter und einen Zentimeter flacher als das schon fertige Serien-Coupé, die Räder werden mit 20 nur um einen Zoll bescheidener ausfallen.
Am meisten werden die Designer noch um die schönen Sitzmöbel kämpfen müssen, während sie das von James-Bond-Gadgets inspirierte, animierte Zeitzonen-Display in der Mittelkonsole bereits in die Schublade gelegt haben. Für manche Dinge ist die Zeit noch nicht reif, außerhalb Kaliforniens.
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